Der Arbeitsmarkt im Januar 2026

Mehr Menschen ohne Beschäftigung im Bezirk der Agentur für Arbeit Schweinfurt und auch Stellenmeldungen gingen zurück

30.01.2026 | Presseinfo Nr. 3

Der Arbeitsmarkt im Januar 2026 

Mehr Menschen ohne Beschäftigung im Bezirk der Agentur für Arbeit Schweinfurt und auch Stellenmeldungen gingen zurück
Agentur für Arbeit Schweinfurt

Auch im Januar bleibt der regionale Arbeitsmarkt unter Druck.
Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schweinfurt betont:

Zitat:


„Dass die Arbeitslosigkeit zu Jahresbeginn steigt, ist saisonal üblich, wird aber derzeit durch die konjunkturelle Zurückhaltung verstärkt. Unsere regionale Wirtschaftskraft hängt massiv am globalen Handel, am Export und ist somit auf offene Märkte und verlässliche Lieferketten angewiesen. Das Handelsabkommen mit Indien ist hier ein vielversprechendes Signal: Es schafft die Planbarkeit, die unsere Industrie braucht, um trotz der aktuellen Herausforderungen mutig in die Zukunft zu blicken und verstärkt in Beschäftigung zu investieren oder zumindest diese zu sichern.“


Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Schweinfurt (Stadt Schweinfurt, Landkreis Bad Kissingen, Landkreis Rhön-Grabfeld, Landkreis Haßberge, Landkreis Schweinfurt) im Januar 2026 deutlich gestiegen. 10.182 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 852 Personen mehr (9 Prozent) als im Dezember und 380 Personen bzw. 4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,1 Prozent und lag mit 0,4 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,9 Prozent.

Dynamik auf dem Arbeitsmarkt

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 2.784 Personen arbeitslos. Davon kamen, mehr als sonst, nämlich 1.415 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.936 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen nur 555 eine Erwerbstätigkeit auf.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Die Arbeitslosigkeit steigt vor allem in der beitragsfinanzierten Arbeitslosenversicherung an. In der Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 5.694 Personen (641 Personen mehr als im Vormonat und 375 Personen mehr als vor einem Jahr). In der steuerfinanzierten Grundsicherung (Jobcenter) waren 4.488 Arbeitslose registriert (211 Personen mehr als im Vormonat und 5 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 44 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 184 (entspricht -2 Prozent) auf insgesamt 7.551.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 9.970 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 349 Personen weniger (-3 Prozent) als vor einem Jahr.
(Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet).

Stellenmarkt

Die Zahl der Stellenmeldungen und damit die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt rückläufig. Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 446 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (216 weniger als im Vormonat und 52 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, Verarbeitendes Gewerbe, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Baugewerbe, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 4.562 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.