Der Arbeitsmarkt im März 2026
Später Frühling, stabiler Markt: Die Arbeitslosenzahlen sind im März im Bezirk der Agentur für Arbeit Schweinfurt leicht rückläufig
Agentur für Arbeit Schweinfurt
Zitat:Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung, bewertet die Lage auf dem Arbeitsmarkt wie folgt: „Die Meldungen aus der Industrie verunsichern, doch die Arbeitsmarktzahlen für März senden eine vorsichtige Entwarnung. Trotz des wetterbedingt spät einsetzenden Frühjahrs und schwieriger Rahmenbedingungen suchen viele Betriebe weiterhin händeringend nach Fachkräften. Diese hohe Grundnachfrage stabilisiert den Markt und sorgt dafür, dass die Arbeitslosigkeit trotz Gegenwind leicht rückläufig ist.“
Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Schweinfurt (Stadt Schweinfurt, Landkreis Bad Kissingen, Landkreis Rhön-Grabfeld, Landkreis Haßberge, Landkreis Schweinfurt) im März 2026 gesunken. 9.924 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 299 Personen weniger (-3 Prozent) als im Februar, aber 245 Personen bzw. 3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,9 Prozent.
Dynamik am Arbeitsmarkt
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 2.668 Personen arbeitslos. Davon kamen 1.022 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 2.948 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 1.022 eine Erwerbstätigkeit auf.
Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen
In der beitragsfinanzierten Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 5.422 Personen (320 Personen weniger als im Vormonat, aber 252 Personen mehr als vor einem Jahr). Bei den Trägern der Grundsicherung (Jobcenter) waren 4.502 Arbeitslose registriert (21 Personen mehr als im Vormonat, aber 7 Personen weniger als im Vorjahr). Durch Jobcenter wurden 45 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
In den Jobcentern sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 36 (entspricht -1 Prozent) auf insgesamt 7.747.
Es wurden im Berichtsmonat insgesamt 10.251 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 125 Personen weniger (-1 Prozent) als vor einem Jahr. (Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet)
Stellenmarkt
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 755 Stellen wurden im März neu gemeldet (9 weniger als im Vormonat, aber 25 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, Verarbeitendes Gewerbe, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Baugewerbe. Aktuell befanden sich damit 4.398 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Halbzeit im Berufsberatungsjahr - Lage auf dem Ausbildungsmarkt im März
Im Bereich der Agentur für Arbeit Schweinfurt (Stadt Schweinfurt, Landkreis Bad Kissingen, Landkreis Rhön-Grabfeld, Landkreis Haßberge, Landkreis Schweinfurt) waren bis März insgesamt 2.290 Interessierte als Bewerber und Bewerberinnen für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium bei der Berufsberatung gemeldet, darunter befanden sich 397 Jugendliche mit Migrationshintergrund.
Im Vergleich zum März 2025 ist eine leichte Zunahme der Bewerber und Bewerberinnen um 32 Personen (1,4 Prozent) auf 2.290 zu verzeichnen. Davon suchen derzeit noch 1.386 Bewerber und Bewerberinnen aktiv nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium, während die übrigen bereits eine Entscheidung für ein Angebot getroffen oder eine alternative Lösung gefunden haben.
Die regionalen Unternehmen haben bisher 3.056 Ausbildungs- und duale Studienplätze gemeldet. Das sind deutlich weniger als im Vorjahr, allerdings wurden im letzten Ausbildungsjahr mehr Stellen seitens der Betriebe storniert. Rein rechnerisch kommen, ähnlich wie im Vorjahr, damit auf 100 Stellen 78 Bewerber bzw. Bewerberinnen. Aktuell sind 1.777 Ausbildungs- und duale Studienplätze frei, vor allem in den Berufen Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Zerspanungsmechaniker/in, Kfz.-mechatroniker - PKW-Technik und Fachverkäufer/in-Lebensmittelhandwerk - Fleischerei.
Zitat:Richard Paul stellt fest: „Wir haben im vergangenen Halbjahr eine ambivalente Entwicklung erlebt: während viele Indikatoren stabil blieben, hielten sich die Betriebe bei der Meldung neuer Stellen merklich zurück. Das führt unweigerlich zu einem härteren Wettbewerb um die „Traumstellen“ und rückt das Prinzip der Bestenauswahl wieder stärker in den Vordergrund. Mein dringender Appell an die Jugendlichen lautet: Schauen Sie über den Tellerrand der Trendberufe hinaus! Im verarbeitenden Gewerbe, dem Handwerk, im Handel oder in der Dienstleistung bieten sich noch Chancen. Generell gilt: Eine abgeschlossene Ausbildung schafft auch heute noch die besten Voraussetzungen, um langfristig beruflich erfolgreich zu sein.“
Die Berufs- und Studienberatung ist von überall telefonisch und per Videotelefonie erreichbar und bietet individuelle Beratungen an: Hotline 0800 4 5555 00.
