Potenziale fördern und Chancen einräumen mit der betrieblichen Einstiegsqualifizierung (EQ)

Brücke in die Berufsausbildung

13.03.2026 | Presseinfo Nr. 10

Sind sich Jugendliche unsicher darüber, welchen beruflichen Weg sie einschlagen wollen, bietet ein Praktikum die Möglichkeit, verschiedene Berufsfelder und Wunschberufe kennenzulernen. Die Einstiegsqualifizierung (EQ) ist ein vergütetes Langzeitpraktikum der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit dem Ziel, schrittweise an eine betriebliche Ausbildung heranzuführen. Auch Betriebe profitieren von der EQ, da sie währenddessen potenzielle Auszubildende näher kennenlernen und motivierte Nachwuchskräfte langfristig an das Unternehmen binden.

Teilnehmende gewinnen mit der EQ mehr Sicherheit bei der Berufswahl 

Während der EQ erwerben Teilnehmende grundlegende fachliche Kompetenzen und praktische Kenntnisse, die für die spätere Ausbildung relevant sind. Zudem lernen sie ihre beruflichen Interessen und Stärken besser kennen. Auf Basis dessen können junge Menschen durchdachte und sichere Entscheidungen für ihre Berufswahl treffen. Weiter ermöglicht die EQ, nahtlos in eine Berufsausbildung überzugehen, und hilft ihnen in der Arbeitswelt Fuß zu fassen.

Vorteile für Arbeitgeber: Fachkräftegewinnung und finanzielle Zuschüsse

Für teilnehmende Betriebe bietet die EQ eine Reihe an Vorteilen an: Auszubildende und Betriebe lernen sich über einen längeren Zeitraum kennen, was Ausbildungsabbrüche vermeidet sowie das Risiko senkt, Fehlentscheidungen zu treffen. So sichert ein reibungsloser Übergang in Ausbildung langfristig Fachkräfte. Darüber hinaus erhalten Betriebe Zuschüsse zur Vergütung sowie zu den Sozialversicherungsbeiträgen.

Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für eine EQ

Interessierte können an einer EQ teilnahmen, wenn ihre Vollzeitschulpflicht erfüllt ist, sie noch keinen Ausbildungsplatz gefunden und noch keine Berufsausbildung oder kein Studium abgeschlossen haben. Gefördert werden Ausbildungsbewerbende mit individuellen Vermittlungshemmnissen, Lernbeeinträchtigungen sowie sozial benachteiligte Jugendliche, die Schwierigkeiten haben, einen Ausbildungsplatz zu finden, aber grundsätzlich ausbildungsfähig sind. Das betriebliche Langzeitpraktikum wird zwischen Betrieb und Jugendlichen vertraglich geregelt und dauert mindestens vier und maximal zwölf Monate. Es beginnt frühestens zum 1. Oktober eines Jahres. In bestimmten Fällen ist ein vorzeitiger Start möglich. Eine EQ kann in allen anerkannten dualen Ausbildungsberufen absolviert werden. Die Teilnehmenden erhalten nach erfolgreichem Abschluss der EQ ein Zeugnis mit dem sie bei der zuständigen Kammer ein Zertifikat beantragten und die anschließende Ausbildungszeit verkürzen können. Eine EQ kann in Kombination mit dem Förderinstrument der Assistierten Ausbildung (AsA), eine individuelle Unterstützung während der Ausbildung, in Anspruch genommen werden. 

Wie kann ich mich über eine Einstiegsqualifizierung oder eine Assistierte Ausbildung informieren und Kontakt aufnehmen?

Interessierte Unternehmen wenden sich hierzu an ihren/ihre persönliche/n Ansprechpartner/in im gemeinsamen Arbeitgeber-Service Westmecklenburg oder an die kostenfreie Service-Rufnummer-Arbeitgeber: 0800 4 555520.

Nähere Informationen und den Flyer zur Einstiegsqualifizierung finden interessierte Unternehmen unter: https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/ausbilden/einstiegsqualifizierung-arbeitgeber und https://www.arbeitsagentur.de/datei/dok_ba033965.pdf.  

Nähere Informationen sowie den Flyer zur Assistierten Ausbildung finden interessierte Betriebe unter: https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/ausbilden/assistierte-ausbildung-betriebe un https://www.arbeitsagentur.de/datei/assistierteausbildung-betrieb_ba031785.pdf.