Nordthüringer Arbeitsmarkt im März 2024

+++ stabiles Beschäftigungsniveau im 3. Quartal 2023 +++ Arbeitslosenquote sinkt auf 7,2 % +++

28.03.2024 | Presseinfo Nr. 19

Mühlhausen. „Die Frühjahrsbelebung eröffnet auch am Arbeitsmarkt in Nordthüringen Chancen. Im März konnten mehr Männer und Frauen eine Arbeit aufnehmen als sich aus Beschäftigung arbeitslos meldeten. Die Arbeitslosigkeit ging zum Februar zurück. Sie liegt auch nur noch leicht über dem Vorjahreswert“, so Karsten Froböse zum Pressegespräch beim Diakonie Doppelpunkt e.V. in Mühlhausen. Im Unstrut-Hainich-Kreis sind sogar schon seit Februar dieses Jahrs weniger Personen arbeitslos gemeldet als im vergangenen Jahr. Grund zur Erleichterung sei das jedoch noch nicht. Die Stellenmeldungen bleiben weiterhin rückläufig. Sie signalisieren die verhaltene Konjunktur und die Anspannung der regionalen Betriebe. Die Konjunktur gibt keinen Rückenwind. Es ist aber unter Anbetracht des anhaltenden Arbeitskräftemangels wichtig, Fachkräfte zu halten, auszubilden und zu entwickeln. „Bildung ist und bleibt eine der wichtigsten Investitionen in die Zukunft. Dabei wollen wir die Unternehmen der Region mit Qualifizierungsberatung und über Weiterbildungsförderung unterstützen“, stellt der Agenturleiter hervor.

Beschäftigung blieb im dritten Quartal 2023 stabil

Im September 2023 waren 121.377 Männer und Frauen in Nordthüringen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Damit blieb der Wert im Vergleich zum Vorjahresquartal praktisch konstant.

Ein merkliches Beschäftigungswachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal wiesen die Heime und das Sozialwesen auf. Der Trend hält bereits seit mehreren Jahren an. Innerhalb der vergangenen Jahre stieg die Zahl der Beschäftigten in Pflege- und Gesundheitsberufen stetig, am stärksten im Eichsfeld und dem Unstrut-Hainich-Kreis. Zu den Branchen mit dem stärksten Beschäftigungsabbau im Agenturbezirk im vergangenen Jahr gehörten das Baugewerbe, aber auch die Metall- und Elektroindustrie.

Thüringenweit geringster Zuwachs der Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit sank im März 2024 um 4,1 Prozent auf 13.183 Personen. Damit lag sie 0,6 Prozent über dem Wert des vergangenen Jahres. Nordthüringen weist mit diesem Wert thüringenweit den geringsten Zuwachs der Arbeitslosigkeit zum Vorjahr auf. Die Arbeitslosigkeit der Frauen liegt erneut unter dem Vorjahreswert. Erfreulich ist auch, dass die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Schwerbehinderung verglichen mit dem Vorjahr um 2,6 Prozent gesenkt werden konnte. Schwerbehinderte machten im März knapp sieben Prozent aller Arbeitslosen im Agenturbezirk aus. Im Unstrut-Hainich-Kreis sank die Zahl schwerbehinderter Arbeitsloser tendenziell innerhalb der vergangenen zehn Jahre.

778 Männer und Frauen meldeten sich im März aus Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos, 105 Personen mehr als vergangenes Jahr. Jedoch gelang es auch 1.004 Personen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zu beenden, 97 Menschen mehr als im Vorjahr.

Die Arbeitslosenquote sank auf 7,2 Prozent und liegt damit auf Vorjahresniveau.

Im Vergleich zu den Vorjahreswerten zeigt der Unstrut-Hainich-Kreis die positivste Entwicklung. Seit Februar unterschreitet dort die Arbeitslosigkeit die des Vorjahrs. Die höchste Arbeitslosenquote im Agenturbezirk weist der Kyffhäuserkreis mit 9,5 Prozent auf, die niedrigste das Eichsfeld mit 4,3 Prozent.

Im März wurden 401 neue Stellen an die Arbeitsagentur gemeldet. Seit Jahresbeginn sind es fast zwölf Prozent weniger Stellenmeldungen als vergangenes Jahr. Insgesamt waren 2.584 freie Arbeitsstellen registriert, fast neun Prozent weniger als im Vorjahr.

Landkreis Nordhausen

Im September 2023 waren 30.375 Männer und Frauen im Landkreis sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Damit erhöhte sich der Wert im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahr wiesen die Branchen Verarbeitendes Gewerbe und Erziehung und Unterricht das stärkste Beschäftigungswachstum auf. Zu den Branchen mit dem deutlichsten Beschäftigungsabbau gehörten das Baugewerbe aber auch die Arbeitnehmerüberlassung.

3.726 Männer und Frauen waren im März 2024 im Landkreis Nordhausen arbeitslos gemeldet, 138 Personen weniger als im Februar. Die Arbeitslosigkeit stieg zum Vorjahresmonat um 3,8 Prozent an. Die Arbeitslosenquote betrug neun Prozent und ist damit 0,3 Prozentpunkte über dem Vorjahresmonat. Im Februar betrug sie noch 9,3 Prozent. 231 Arbeitslose waren schwerbehindert. Das entspricht 6,2 Prozent aller arbeitslos gemeldeten Männer und Frauen. Die Arbeitslosigkeit Schwerbehinderter konnte zu Februar um 6,1 Prozent gesenkt werden, zum Vorjahreswert um 5,3 Prozent.

Landkreis Eichsfeld

Im September 2023 waren 36.756 Männer und Frauen im Eichsfeld sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 1,4 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Zu den Branchen mit dem stärksten Beschäftigungsabbau im Landkreis gehörten das Verarbeitende Gewerbe, Erziehung und Unterricht, die Logistikbranche und das Baugewerbe. Leichtes Beschäftigungswachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal wiesen die Branchen Information und Kommunikation, direkt gefolgt vom Gesundheitswesen auf.

2.440 Männer und Frauen waren im März 2024 im Eichsfeld arbeitslos gemeldet, 181 Personen weniger als im Februar 2024. Die Arbeitslosigkeit blieb mit einem Anstieg zum Vorjahresmonat um 0,5 Prozent praktisch konstant. Die Arbeitslosenquote betrug 4,3 Prozent, ebenso wie im Vorjahresmonat. 251 Arbeitslose waren schwerbehindert. Das entspricht 10,3 Prozent aller arbeitslos gemeldeten Männer und Frauen. Die Arbeitslosigkeit Schwerbehinderter konnte zu Februar um 4,2 Prozent gesenkt werden. Zum Vorjahreswert stieg sie um 8,7 Prozent.

Unstrut-Hainich-Kreis

Im September 2023 waren 34.807 Männer und Frauen im Unstrut-Hainich-Kreis sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Damit blieb der Wert im Vergleich zum Vorjahresquartal praktisch konstant. Das stärkste Beschäftigungswachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal wiesen die Branchen Gast- und Baugewerbe auf. Den stärksten Beschäftigungsabbau im Landkreis verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe.

3.769 Männer und Frauen waren im März 2024 im Unstrut-Hainich-Kreis arbeitslos gemeldet, 75 Personen weniger als im Februar. Die Arbeitslosigkeit sank zum Vorjahresmonat um 1,3 Prozent. Auch die Arbeitslosenquote liegt mit 7,7 Prozent leicht unter dem Wert im Vorjahresmonat. Im Februar betrug sie noch 7,9 Prozent. 233 Arbeitslose waren schwerbehindert. Das entspricht 6,2 Prozent aller arbeitslos gemeldeten Männer und Frauen. Die Arbeitslosigkeit Schwerbehinderter stieg zu Februar um 0,9 Prozent an. Zum Vorjahreswert konnte sie um 7,2 Prozent gesenkt werden.

Kyffhäuserkreis

Im September 2023 waren 19.439 Männer und Frauen im Kyffhäuserkreis sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Damit blieb der Wert im Vergleich zum Vorjahresquartal praktisch konstant. Das stärkste Beschäftigungswachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal wies die Branche Heime und Sozialwesen auf. Den stärksten Beschäftigungsabbau im Landkreis verzeichneten die Arbeitnehmerüberlassung und die Metall-, Elektroindustrie.

3.248 Männer und Frauen waren im März 2024 im Kyffhäuserkreis arbeitslos gemeldet, 172 Personen weniger als im Februar. Die Arbeitslosigkeit konnte zum Vorjahresmonat um 0,6 Prozent gesenkt werden. Die Arbeitslosenquote betrug neun Prozent und liegt damit praktisch auf Vorjahresniveau. Im Februar betrug sie noch 9,5 Prozent. 198 Arbeitslose waren schwerbehindert. Das entspricht 6,1 Prozent aller arbeitslos gemeldeten Männer und Frauen. Die Arbeitslosigkeit Schwerbehinderter stieg zu Februar um 3,7 Prozent an. Zum Vorjahreswert konnte sie um 6,2 Prozent gesenkt werden.