Nordthüringer Arbeitsmarkt Februar 2026

Landesweit höchster Rückgang der Arbeitslosigkeit zum Vorjahr +++ höchste Jugendarbeitslosigkeit im Februar seit 2014 +++ auf 100 betriebliche Berufsausbildungsstellen kommen 64 Bewerber*innen

27.02.2026 | Presseinfo Nr. 8

Mühlhausen. Mit insgesamt 13.121 Arbeitslosen in Nordthüringen lag die Arbeitslosigkeit im Februar 3,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bei den unter 25-jährigen Arbeitslosen war dagegen ein Aufwuchs zu beobachten. „Im Februar endet die Ausbildung für viele junge Menschen. Dieses Jahr nehmen wir wahr, dass mehr Azubis nicht übernommen werden konnten als in der Vergangenheit. Mit dem Berufsabschluss in der Tasche und einer Portion Engagement sind die Chancen auf eine Arbeit in der Region aber weiterhin gut“, zeigt sich Dr. Tim Malolepszy, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Thüringen Nord, im Pressegespräch bei der BÄTHE Treppen GmbH zuversichtlich. Der Betrieb gehört zu denen, die auch aktuell noch Auszubildende und Fachkräfte suchen. Mehr als 2.000 sozialversicherungspflichtige Jobs und über 1.200 Ausbildungsstellen gilt es in Nordthüringens Betrieben zu besetzen. Im März haben Arbeits- und Ausbildungsplatzsuchende die Chance, auf den Berufsorientierungsmessen in Nordthüringen persönlich mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Zudem bietet die Bundesagentur für Arbeit über die Digitalen Elternabende ein Format, auch bundesweit tätige Unternehmen und ihre Karriereangebote kennenzulernen.

Landesweit höchster Rückgang der Arbeitslosigkeit zum Vorjahr 

Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Thüringen Nord ist im Februar 2026 gesunken. 13.121 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 262 Personen weniger (- 2,0 Prozent) als im Januar und 423 Arbeitslose bzw. 3,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,2 Prozent und lag damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres.

60,6 Prozent aller Arbeitslosen bzw. 7.949 Arbeitslose wurden im Februar in den Jobcentern betreut. Die Arbeitslosigkeit in den Jobcentern lag damit 8,2 Prozent unter dem Vorjahreswert (- 712 Arbeitslose). Konjunkturbedingt ist die Entwicklung in der Arbeitsagentur weiterhin gegenläufig: Mit 5.172 Frauen und Männern bewegte sich die Arbeitslosigkeit im Februar 5,9 Prozent über dem Vorjahreswert (+ 289 Arbeitslose). 

Den arbeitslos Gemeldeten stehen insgesamt 2.146 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen gegenüber. Die besten Chancen herrschen 

  • im Verarbeitenden Gewerbe, wie in der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln, von Metallerzeugnissen und von Back- und Teigwaren
  • in den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, wie der Verwaltung und Führung von Unternehmen und
  • im Gesundheits- und Sozialwesen.

Höchste Jugendarbeitslosigkeit im Februar seit 2014 

1.380 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren waren im Februar arbeitslos gemeldet. Damit stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 5,6 Prozent bzw. 73 Personen seit Januar und lag auch 3,1 Prozent (73 Arbeitslose) über dem Vorjahreswert. Im Agenturbezirk war der Unstrut-Hainich-Kreis im Februar am stärksten davon betroffen. 

Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist zum einen saisonal begründet aber auch auf die Konjunktur zurückzuführen: Mehr als ein Viertel der Jüngeren (27,8 %), die sich im Februar arbeitslos meldeten, ging zuvor einer Arbeit nach. Knapp 23 Prozent der Meldungen erfolgten nach Beendigung der Berufsausbildung. 

In der Agentur für Arbeit stieg die Zahl der Arbeitslosen unter 25-Jährigen zum Vorjahr um 27,1 Prozent (+ 138 Arbeitslose) auf 647 im Februar 2026. Die Jobcenter betreuten im Februar 733 jüngere Arbeitslose. Das waren 97 Personen bzw. 11,7 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Auf 100 betriebliche Berufsausbildungsstellen kommen 64 Bewerber*innen

Im Februar waren 1.213 betriebliche Berufsausbildungsstellen bei der Agentur für Arbeit Thüringen Nord gemeldet, 263 bzw. 17,8 Prozent weniger als im Februar 2025. Ihnen stehen aktuell 778 Bewerberinnen und Bewerber gegenüber, 13 weniger als im vergangenen Jahr. Für fast die Hälfte (47 Prozent) aller betrieblichen Berufsausbildungsstellen erwarten die Betriebe mindestens einen Hauptschulabschluss. Der Realschulabschluss ist in 36 Prozent aller Fälle die Mindestanforderung.

Landkreis Nordhausen

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Nordhausen ist im Februar 2026 gesunken. 3.434 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 82 Personen weniger (- 2,3 Prozent) als im Januar und 213 Arbeitslose bzw. 5,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 8,3 Prozent und lag damit 0,4 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres.

2.264 Arbeitslose wurden im Februar im Jobcenter betreut, 11,2 Prozent bzw. 286 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Konjunkturbedingt stieg die Arbeitslosigkeit in der Nordhäuser Arbeitsagentur um 6,7 Prozent bzw. 73 Personen zum Vorjahresmonat auf 1.170 Frauen und Männer an. 

371 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren waren im Februar arbeitslos gemeldet. Damit stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 9,4 Prozent bzw. 32 Personen seit Januar aber lag noch 5,4 Prozent (21 Arbeitslose) unter dem Vorjahreswert. Fast ein Drittel der Jüngeren (29,8 %), die sich im Februar arbeitslos meldeten, ging zuvor einer Arbeit nach. Achtzehn Prozent der Meldungen erfolgten nach Beendigung der Berufsausbildung. 

Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit erfolgte saison- und konjunkturbedingt in der Arbeitsagentur. Dort waren im Februar 156 unter 25-jährige Arbeitslose gemeldet, 10,6 Prozent bzw. 15 Personen mehr als im Vorjahresmonat. Das Jobcenter Landkreis Nordhausen betreute im Februar 215 jüngere Arbeitslose. Das waren 36 Personen bzw. 14,3 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Den arbeitslos Gemeldeten stehen im Landkreis 473 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen gegenüber. Die besten Chancen herrschen 

  • im Verarbeitenden Gewerbe, wie in der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln, von Back- und Teigwaren und im Maschinenbau,
  • im Gesundheits- und Sozialwesen und
  • im Baugewerbe.

Im Februar waren 348 betriebliche Berufsausbildungsstellen bei der Arbeitsagentur gemeldet, 88 bzw. 20,2 Prozent weniger als im Februar 2025. Ihnen stehen aktuell 173 Bewerberinnen und Bewerber gegenüber, 77 weniger als im vergangenen Jahr.

Landkreis Eichsfeld

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Eichsfeld ist im Februar 2026 gesunken. 2.597 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 106 Personen weniger (- 3,9 Prozent) als im Januar und 151 Arbeitslose bzw. 5,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,6 Prozent und lag damit 0,3 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres.

1.362 Arbeitslose wurden im Februar im Jobcenter betreut, 3,9 Prozent bzw. 55 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Entgegen dem Trend im Bezirk konnte auch die Arbeitslosigkeit in der Arbeitsagentur um 7,2 Prozent bzw. 96 Personen zum Vorjahresmonat auf 1.235 Frauen und Männer gesenkt werden. 

241 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren waren im Februar arbeitslos gemeldet. Damit war auch die Jugendarbeitslosigkeit 4,4 Prozent bzw. elf Personen unter dem Januar-Wert, aber lag noch 1,3 Prozent (3 Arbeitslose) über dem des Vorjahres. 19 Prozent aller Jüngeren, die sich im Februar arbeitslos meldeten, gingen zuvor einer Arbeit nach. Mehr als jede Dritte (34,5 Prozent) der Meldungen erfolgte nach Beendigung der Berufsausbildung. 

In der Arbeitsagentur stieg die Jugendarbeitslosigkeit entsprechend leicht an. 132 Arbeitslose unter 25-Jährige waren dort im Februar 2026 gemeldet, neun mehr bzw. 7,3 Prozent als im Vorjahr. Das Grundsicherungsamt im Eichsfeld betreute im Februar 109 jüngere Arbeitslose. Das waren sechs Personen bzw. 5,2 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Den arbeitslos Gemeldeten stehen im Landkreis 761 sozialversicherungspflichtige Arbeits-stellen gegenüber. Die besten Chancen herrschen 

  • im Verarbeitenden Gewerbe, wie in der Herstellung von Metallerzeugnissen und im Maschinenbau,
  • in den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, wie der Verwaltung und Führung von Unternehmen sowie in Architektur- / Ingenieurbüros und Laboren und
  • im Baugewerbe.

Im Februar waren 350 Berufsausbildungsstellen bei der Arbeitsagentur gemeldet, 124 bzw. 26,2 Prozent weniger als im Februar 2025. Ihnen stehen aktuell 190 Bewerberinnen und Bewerber gegenüber.

Kyffhäuserkreis

Die Arbeitslosigkeit im Kyffhäuserkreis ist im Februar 2026 gesunken. 3.208 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 69 Personen weniger (- 2,1 Prozent) als im Januar und 86 Arbeitslose bzw. 2,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 8,9 Prozent und lag damit 2,6 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres.

1.984 Arbeitslose wurden im Februar im Jobcenter betreut, 8,6 Prozent bzw. 187 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Konjunkturbedingt stieg die Arbeitslosigkeit in der Sondershäuser Arbeitsagentur um neun Prozent bzw. 101 Personen zum Vorjahresmonat auf 1.224 Frauen und Männer an. 

294 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren waren im Februar arbeitslos gemeldet. Damit stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 2,1 Prozent bzw. sechs Personen seit Januar und lag 3,5 Prozent (zehn Arbeitslose) über dem Vorjahreswert. Mehr als jeder Vierte der Jüngeren (26,7 %), die sich im Februar arbeitslos meldeten, ging zuvor einer Arbeit nach. 20,9 Prozent der Meldungen erfolgten nach Beendigung der Berufsausbildung. 

Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit erfolgte saison- und konjunkturbedingt in der Arbeitsagentur. Dort waren im Februar 133 Arbeitslose unter 25-Jährigen gemeldet, 12,7 Prozent bzw. fünfzehn Arbeitslose mehr als im Vorjahresmonat. Das Jobcenter Kyffhäuserkreis betreute im Februar 161 jüngere Arbeitslose. Das waren fünf Personen bzw. drei Prozent weniger als vor einem Jahr.

Den arbeitslos Gemeldeten stehen im Landkreis 330 sozialversicherungspflichtige Arbeits-stellen gegenüber. Die besten Chancen herrschen 

  • im Verarbeitenden Gewerbe, wie in der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln sowie in der Herstellung von Metallerzeugnissen
  • in den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, wie der Verwaltung und Führung von Unternehmen und
  • im Einzelhandel.

Im Februar waren 240 betriebliche Berufsausbildungsstellen bei der Arbeitsagentur gemeldet, fünf bzw. 2,1 Prozent weniger als im Februar 2025. Ihnen stehen aktuell 170 Bewerberinnen und Bewerber gegenüber, 57 weniger als im vergangenen Jahr.

Unstrut-Hainich-Kreis

Die Arbeitslosigkeit im Unstrut-Hainich-Kreis ist im Februar 2026 annähernd auf Vormonatsniveau. 3.882 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das waren fünf Personen weniger (- 0,1 Prozent) als im Januar und 27 Arbeitslose bzw. 0,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,8 Prozent und lag damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres.

2.339 Arbeitslose wurden im Februar im Jobcenter betreut, 7,3 Prozent bzw. 184 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Konjunkturbedingt stieg die Arbeitslosigkeit in der Arbeitsagentur um 15,8 Prozent bzw. 211 Personen zum Vorjahresmonat auf 1.543 Frauen und Männer an. 

474 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren waren im Februar arbeitslos gemeldet. Damit stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 10,7 Prozent bzw. 46 Personen seit Januar und lag 11,5 Prozent (49 Arbeitslose) über dem Vorjahreswert. Fast jeder Dritte der Jüngeren (31,5 %), die sich im Februar arbeitslos meldeten, ging zuvor einer Arbeit nach. 21,5 Prozent der Meldungen erfolgten nach Beendigung der Berufsausbildung. 

Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit erfolgte saison- und konjunkturbedingt in der Arbeitsagentur. Dort waren im Februar 266 Arbeitslose unter 25-Jährigen gemeldet, 78 Prozent bzw. 99 Arbeitslose mehr als im Vorjahresmonat. Das Jobcenter Unstrut-Hainich-Kreis betreute im Februar 248 jüngere Arbeitslose. Das waren fünfzig Personen bzw. 16,8 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Den arbeitslos Gemeldeten stehen im Landkreis 582 sozialversicherungspflichtige Arbeits-stellen gegenüber. Die besten Chancen herrschen 

  • Im Verarbeitenden Gewerbe, wie in der Metallerzeugung und -bearbeitung und in der Verarbeitung von Steinen und Erden
  • in den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, wie die Zeitarbeit und die Gebäudebetreuung / Garten- und Landschaftsbau und
  • im Einzelhandel.

Im Februar waren 278 betriebliche Berufsausbildungsstellen bei der Arbeitsagentur gemeldet, sechzig bzw. 17,8 Prozent weniger als im Februar 2025. Ihnen stehen aktuell 245 Bewerbe-rinnen und Bewerber gegenüber, fünf mehr als im vergangenen Jahr.