Ausbildung mit Perspektive: Autohaus Artmaier erhält Ausbildungszertifikat

08.04.2026 | Presseinfo Nr. 22

Agentur für Arbeit Traunstein würdigt kontinuierliches Ausbildungsengagement im Berchtesgadener Land
Die Agentur für Arbeit Traunstein zeichnet jedes Jahr in jedem Landkreis einen Arbeitgeber mit dem Ausbildungszertifikat aus. Im Landkreis Berchtesgadener Land geht die Auszeichnung in diesem Jahr an die Artmaier GmbH in Freilassing. Damit wird ein Unternehmen gewürdigt, das Jahr für Jahr ausbildet und Nachwuchssicherung als feste betriebliche Aufgabe versteht.
Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist dieses Engagement von besonderer Bedeutung: Wer regelmäßig ausbildet, investiert nicht nur in den eigenen Nachwuchs, sondern stärkt zugleich die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts. Das Autohaus Artmaier zeigt, wie Ausbildung im regionalen Mittelstand verlässlich und praxisnah gelingen kann.
Michael Vontra, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein, besuchte das Unternehmen gemeinsam mit Thomas Hofmann, Inhaber des Autohauses Artmaier, um sich vor Ort über erfolgreiche Wege der Nachwuchsgewinnung auszutauschen.
„Betriebe, die kontinuierlich ausbilden, übernehmen Verantwortung für ihre eigene Zukunft und für die Region. Sie schaffen Perspektiven für junge Menschen und sichern zugleich ihren Fachkräftebedarf“, betont Michael Vontra.
Ein zentrales Merkmal des Unternehmens ist die Verlässlichkeit, mit der dort ausgebildet wird. Von den aktuell 20 Beschäftigten befinden sich derzeit zwei in Ausbildung. Damit setzt Artmaier konsequent auf die Entwicklung eigener Fachkräfte im Betrieb.
Thomas Hofmann beschreibt den Ansatz des Unternehmens so: Eine Ausbildung beginnt bei Artmaier grundsätzlich erst nach einem Praktikum. So lasse sich früh erkennen, wer Motivation, Interesse und Einsatzbereitschaft mitbringt. Nicht allein die Schulnoten, sondern vor allem Haltung und Leistungswille seien entscheidend.
„Eine Ausbildung beginnt bei uns niemand, ohne vorher ein Praktikum gemacht zu haben. Dann sehen wir sehr schnell, wer wirklich will. Und wenn sich jemand Mühe gibt, schauen wir nicht nur auf die Noten“, sagt Thomas Hofmann.
Dass Ausbildung heute breiter gedacht werden muss, zeigt sich auch im Beruf des Kfz-Mechatronikers. Zunehmend interessieren sich hierfür auch weibliche Bewer-berinnen. Dass in diesem Jahr eine junge Frau ihre Ausbildung in diesem Bereich im Autohaus Artmaier begonnen hat, unterstreicht diese Entwicklung und macht deut-lich, dass technische Ausbildungsberufe längst für ein vielfältigeres Bewerberfeld attraktiv sind.
Neben der klassischen Nachwuchsausbildung setzt das Unternehmen auch auf Entwicklungsmöglichkeiten für bereits beschäftigte Mitarbeitende. So konnte ein zuvor als Fahrzeugaufbereiter eingesetzter Mitarbeiter mit Unterstützung des Arbeitgeber-Services und über Fördermöglichkeiten nach dem Qualifizierungschancengesetz auf dem Weg zur Fachkraft begleitet werden.
„Talente zu erkennen, auszubilden und gezielt weiterzuentwickeln, ist heute ein entscheidender Erfolgsfaktor der Fachkräftesicherung. Ausbildung und Qualifizierung bleibt eine der wichtigsten Zukunftsinvestitionen – für Unternehmen, für junge Menschen und für die gesamte Region“, so Vontra.