Ein Hauch Frühjahrsbelebung

Der Arbeitsmarkt im Mai

29.05.2026 | Presseinfo Nr. 27

Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur Ulm ist auf 10 503 Personen gesunken. Somit waren im Mai 407 Menschen oder 3,7 Prozent weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Zum Vorjahr waren es 449 oder 4,5 Prozent mehr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 3,3 Prozent zurück. „Ein Hauch Frühjahrsbelebung“, sagt Carola Peltzer, Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit Ulm: „Dass die Belebung vergleichsweise sogar überdurchschnittlich ausfiel, lag mitunter auch am sehr schwachen Vormonat. Die aktuelle Entwicklung ist erfreulich, aber keine Trendwende am regionalen Arbeitsmarkt. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingen sind weiterhin herausfordernd“, ergänzt Peltzer. Vor einem Jahr lag die Quote im Mai bei 3,2 Prozent. Am Stellenmarkt war ebenfalls etwas frischer Wind zu spüren, regionale Unter nehmen und Betriebe meldeten mit 1 068 neuen Stellenangeboten 148 Offerten oder 16,1 Prozent mehr als im April. Insgesamt waren 3 760 Stellen vakant, 130 oder 3,6 Prozent mehr als vor vier Wochen. „Erfreulich ist auch die stabile Dynamik am Stellenmarkt. Der Arbeitsmarkt bleibt aufnahmefähig, wenngleich für Einstellungsentscheidungen Passgenauigkeit eine immer größer werdende Rolle spielt“, erläutert die Geschäftsführerin. 

Arbeitslosigkeit 
Mit Blick auf die beiden Rechtskreise nahm die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagentur) sowie im Bereich der Grundsicherung (Jobcenter) ab. Bei der Agentur für Arbeit Ulm waren 5 791 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 229 oder 3,8 Prozent weniger als im April und 724 oder 14,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der bei den Jobcentern im Agenturbezirk arbeitslos gemeldeten Menschen nahm zum Vormonat um 178 Personen oder um 3,6 Prozent auf 4 712 Frauen und Männer ab. Zum Vorjahr waren das 275 Arbeitslose oder 5,5 Prozent weniger. 

Personengruppen 
Die Arbeitslosigkeit ging über alle Personengruppen hinweg zurück. Von der Entwicklung profitierten die Frauen am kräftigsten. 4 619 Frauen waren arbeitslos, 249 oder 5,1 Prozent weniger als im April und 174 oder 4,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Bei den jungen Erwachsenen unter 25 Jahren nahm die Arbeitslosigkeit prozentual gesehen noch etwas mehr ab. Im Mai waren 1 104 jungen Erwachsene arbeitslos, 5,2 Prozent oder 60 Personen weniger als vor vier Wochen. Zum Vorjahr gesehen waren 51 junge Erwachsene oder 4,8 Prozent mehr arbeitslos. Bei den Frauen und Männern über 55 Jahren ging die Arbeitslosigkeit am geringsten zurück. 2 556 Personen dieser Altersgruppe waren arbeitslos, 47 oder 1,8 Prozent weniger als im April und 203 oder 8,6 Prozent mehr im Vorjahr. 

Bewegungsdaten 
Unter die Bewegungsdaten fallen auch die Zu- und Abgänge aus der Erwerbstätigkeit. Im Mai mussten 1 098 Frauen und Männer ihre Arbeitsstelle aufgeben, das waren 114 Personen oder 8,1 Prozent weniger als im April. Auf der anderen Seite fanden 978 Frauen und Männer eine neue Arbeit, 34 Personen oder 3,6 Prozent mehr als vor vier Wochen. 

Stellenmarkt 
Regionale Arbeitgeber meldeten 1 068 neue Stellenangebote. Das waren 148 oder 16,1 Prozent mehr als im April und 324 oder 43,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Im Mai meldeten die meisten neuen Stellen das verarbeitende Gewerbe, der Bereich wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Personalüberlassungen sowie der Handel. Der Bestand umfasste mit 3 760 Vakanzen 130 offene Arbeitsangebote oder 3,6 Prozent mehr als im April. Zum Vorjahr waren es 525 oder 12,2 Prozent weniger Arbeitsstellen. Gemessen an den Bestandszahlen war der Personalbedarf bei den Personalüberlassungen, im verarbeitenden Gewerbe, im Bereich wissenschaftlicher und technischer Dienstleistungen, im Handel sowie im öffentlichen Dienst am höchsten.

Zu den Kreisen im Agenturbezirk 

Biberach. Im Landkreis Biberach sank die Arbeitslosenquote um 0,1 Punkte auf 2,8 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Quote 2,6 Prozent. Mit 3 435 Frauen und Männern waren 126 oder 3,5 Prozent weniger Menschen arbeitslos als im April. Die Biberacher Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit Ulm betreute 1 848 Menschen (minus 91), das Jobcenter des Landkreises 1 587 Frauen und Männer (minus 35). 

Alb-Donau-Kreis. 3 818 Menschen waren arbeitslos und über die Agentur für Arbeit (2 099) oder das Jobcenter (1 719) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Insgesamt waren das 74 Personen oder 1,9 Prozent weniger als im April. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte zurück und lag bei 3,2 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote bei 3,0 Prozent. 

Ulm. Im Stadtgebiet Ulm waren 3 250 arbeitslose Menschen über die Arbeitsagentur (1 844) und das Jobcenter (1 406) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Die Zahl arbeitsloser Menschen nahm um 207 Personen oder um 6,0 Prozent ab. Die Arbeitslosenquote im Stadtgebiet sank um 0,4 Punkte auf 4,2 Prozent ab, derselbe Wert wie im Mai des Vorjahres.