Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Weiden im April 2026

Wirtschaftliche Schwäche dämpft Entwicklung – saisonale Effekte sorgen nur kurzfristig für Entlastung

30.04.2026 | Presseinfo Nr. 15

Im Agenturbezirk Weiden zeigt sich im April zwar weiterhin die übliche Frühjahrsbelebung, gleichzeitig wird jedoch deutlich, dass die anhaltende wirtschaftliche Schwäche zunehmend auf den regionalen Arbeitsmarkt durchschlägt. 5.249 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 221 Personen weniger (-4 Prozent) als im März, aber 126 Personen bzw. 2,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,3 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,2 Prozent. 

Statistik Agentur für Arbeit Weiden April 2026

 

„Die wirtschaftliche Entwicklung bleibt hinter den Erwartungen zurück. Auch die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognosen nach unten korrigiert. Vor diesem Hintergrund gehen wir derzeit nicht davon aus, dass sich der Arbeitsmarkt im laufenden Jahr deutlich erholen wird. Hinzu kommt, dass in der Region bereits weitere Personalabbaupläne angekündigt sind. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in unseren Zahlen wider: Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen wir ein Plus von 2,5 % Arbeitslosen“, erklärt Bernhard Lang, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Weiden.

 

 

Frühjahrsbelebung stabilisiert Arbeitsmarkt vorübergehend

 

Erfreulich ist hingegen, dass die saisonalen Wiedereinstellungen in diesem Jahr weitgehend realisiert wurden. Viele Betriebe konnten ihre Mitarbeitenden nach der Winterpause wieder beschäftigen.

„Die Rückkehr der Saisonbeschäftigten ist in diesem Jahr nahezu vollständig gelungen. Das hat insbesondere bei den Männern zu einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit geführt“, so Lang. Die Zahl arbeitsloser Männer sank im Vergleich zum Vormonat um 7,5 Prozent beziehungsweise um 238 Personen.

Vor allem im Tiefbau konnte die Arbeit aufgrund der Witterung frühzeitig wieder aufgenommen werden – sichtbar auch an der Vielzahl laufender Baustellen in der Region. Deutlich schwieriger bleibt die Situation dagegen im Hochbau sowie in den Ausbaugewerken. Entsprechend zeigen sich die Herausforderungen selbst in einigen Teilbereichen des Handwerks.

Gleichzeitig besteht in einzelnen Bereichen unverändert hoher Fachkräftebedarf. Besonders gesucht sind weiterhin Fachkräfte aus dem Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie aus den Elektroberufen.

 

Arbeitskräftenachfrage: Rückgang im Bestand – leichte Belebung beim Zugang seit Jahresbeginn

 

Im April waren im Agenturbezirk Weiden 2.189 Arbeitsstellen gemeldet. Der Bestand an offenen Stellen liegt damit weiterhin deutlich unter dem Vorjahresniveau (rund -16 Prozent). Positiv zu bewerten ist jedoch, dass im Vergleich zum Vorjahr insgesamt wieder etwas mehr neue Stellenzugänge seit Jahresbeginn zu verzeichnen sind. (rund 13 Prozent mehr).

„Auch wenn das Stellenangebot insgesamt rückläufig ist, sehen wir bei den neu gemeldeten Stellen eine leichte Belebung. Das gibt zumindest einen vorsichtigen Hoffnungsschimmer. Der Bedarf konzentriert sich weiterhin stark auf qualifizierte Fachkräfte“, betont Lang.

 

Besonders gefragt waren im April Fachkräfte im verarbeitenden Gewerbe mit über 507 offenen Stellen – hier wird insbesondere im Maschinenbau und in Bäckereien Personal gesucht. Knapp 280 Jobs werden im (Einzel-)Handel sowie  in der Instandhaltung bzw. Reparatur von KFZ sowie rund 150 Stellen in der öffentlichen Verwaltung vergeben. Auch das Baugewerbe hat aktuell rund 230 Stellen frei, v.a. im sogenannten Ausbaugewerbe wird gesucht. Alle gemeldeten Stellen sind in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit abrufbar. Arbeitgeber können ihre Angebote dort kostenlos veröffentlichen.

 

Entwicklung in den Rechtskreisen

 

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 2.683 Personen (253 Personen weniger als im Vormonat, aber 56 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 2.566 Arbeitslose registriert (32 Personen mehr als im Vormonat und 70 Personen mehr als im Vorjahr). 49 Prozent aller Arbeitslosen bezogen Bürgergeld.

 

Sinkende Arbeitslosenzahlen in der Stadt Weiden

 

Die Arbeitslosigkeit ist in Weiden in der Oberpfalz im April 2026 gesunken. 1.606 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 42 Personen weniger (-2,5 Prozent) als im März, aber 52 Personen bzw. 3,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,5 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,3 Prozent.

 

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 692 Personen (45 Personen weniger als im Vormonat, aber 10 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 914 Arbeitslose registriert (3 Personen mehr als im Vormonat und 42 Personen mehr als im Vorjahr). 57 Prozent aller Arbeitslosen bezogen Bürgergeld.

 

100 Stellen wurden im April neu gemeldet (47 weniger als im Vormonat und 10 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen Verarbeitendes Gewerbe, öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung, im Handel,  in der Instandhaltung und Reparatur von Kfz, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Baugewerbe, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 669 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

 

Rückgang der Arbeitslosigkeit im Landkreis Neustadt an der Waldnaab 

 

Die Arbeitslosigkeit ist Neustadt an der Waldnaab im April 2026 gesunken. 2.047 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 83 Personen weniger (-3,9 Prozent) als im März, aber 120 Personen bzw. 6,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,7 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,5 Prozent.

 

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.151 Personen (85 Personen weniger als im Vormonat, aber 87 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 896 Arbeitslose registriert (2 Personen mehr als im Vormonat und 33 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 44 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

 

169 Stellen wurden im April neu gemeldet (42 weniger als im Vormonat, aber 40 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in diesen Branchen: Verarbeitendes Gewerbe, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Gesundheits- und Sozialwesen, Baugewerbe, Verkehr und Lagerei. Aktuell befanden sich damit 855 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.