Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Weiden (Stadt Weiden in der Oberpfalz, Landkreis Neustadt an der Waldnaab und Landkreis Tirschenreuth) im Juni 2026 gesunken. 5.163 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 8 Personen weniger (-0,2 Prozent) als im Mai, aber 159 Personen bzw. 3,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,3 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,1 Prozent.
Die Entwicklung am Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Weiden zeigt sich auch im Juni kaum verändert. Zwar blieb die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat nahezu konstant, die für diese Jahreszeit übliche Belebung des Arbeitsmarktes ist jedoch erneut ausgeblieben.
„Viele Unternehmen agieren bei Neueinstellungen derzeit sehr zurückhaltend, auch wenn sie ihre qualifizierten Beschäftigten überwiegend halten. Während die Arbeitslosigkeit in den Frühjahrs- und Sommermonaten der Jahre 2021 und 2022 noch um rund fünf bis sechs Prozent zurückging, fehlt diese Dynamik aktuell vollständig“, erklärt Bernhard Lang, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Weiden.
„Die anhaltend schwache Konjunktur und die wirtschaftliche Unsicherheit spiegeln sich zunehmend am Arbeitsmarkt wider. Bleiben wirtschaftliche Impulse aus, besteht die Gefahr, dass sich die derzeitige Entwicklung weiter verfestigt.“

Mehr ältere Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen
Die Zahl der ältere Arbeitsloser ist im Agenturbezirk erneut gestiegen. So waren im Juni 1.730 Menschen ab 55 Jahren arbeitslos gemeldet. Das entspricht einem Anstieg von knapp 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Entwicklung zeigt, dass es insbesondere älteren Beschäftigten nach einem Arbeitsplatzverlust zunehmend schwerfällt, zeitnah wieder eine neue Beschäftigung aufzunehmen.
„Die Suche nach einer neuen Arbeitsstelle gestaltet sich derzeit insgesamt schwieriger. Dadurch steigt das Risiko, länger arbeitslos zu bleiben. Gerade ältere Bewerberinnen und Bewerber sehen sich dabei oftmals noch mit Vorurteilen konfrontiert. Dabei bringen sie neben umfangreicher Berufs- und Lebenserfahrung häufig ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Fachkompetenz mit. Arbeitgeber sollten dieses Potenzial stärker nutzen“, betont Bernhard Lang.
Beschäftigungschancen bestehen weiterhin
Im Juni waren im Agenturbezirk Weiden 2.280 Arbeitsstellen gemeldet. Gegenüber dem Vormonat entspricht dies einem Plus von 31 Stellen. Im Vergleich zum Vorjahr liegt der Stellenbestand nur noch leicht unter dem Vorjahresniveau – mit einem Rückgang von rund 4 Prozent beziehungsweise rund 100 Stellen.
Die meisten offenen Stellen entfallen weiterhin auf das Verarbeitende Gewerbe, die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, den Handel einschließlich der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, das Baugewerbe sowie das Gesundheits- und Sozialwesen und die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen.
Im Juni wurden der Agentur für Arbeit rund 370 neue Stellen gemeldet. Das sind 123 weniger als im Vormonat und 42 weniger als im Juni des vergangenen Jahres.
Bernhard Lang bewertet die Entwicklung wie folgt:
„Die wirtschaftlichen Unsicherheiten wirken sich weiterhin auf die Einstellungsbereitschaft vieler Unternehmen aus. Gleichzeitig bestehen in zahlreichen Branchen nach wie vor gute Beschäftigungsmöglichkeiten – insbesondere für qualifizierte Fachkräfte. Wer flexibel ist und sich gegebenenfalls beruflich neu orientiert, hat weiterhin gute Chancen auf eine erfolgreiche Arbeitsaufnahme.“
Entwicklung in den Rechtskreisen
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 2.578 Personen (5 Personen weniger als im Vormonat, aber 55 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 2.585 Arbeitslose registriert (3 Personen weniger als im Vormonat, aber 104 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 50 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Arbeitsmarkt in Weiden weiterhin stabil
Die Arbeitslosigkeit ist in der Stadt Weiden in der Oberpfalz im Mai 2026 gleichgeblieben. Die Arbeitslosigkeit ist Weiden in der Oberpfalz im Juni 2026 gestiegen. 1.624 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 18 Personen mehr (1,1 Prozent) als im Mai und 65 Personen bzw. 4,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,6 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,3 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 664 Personen (11 Personen weniger als im Vormonat, aber 8 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 960 Arbeitslose registriert (29 Personen mehr als im Vormonat und 57 Personen mehr als im Vorjahr). Durch den Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 59 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 321 Personen arbeitslos. Davon kamen 103 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 300 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 98 eine Erwerbstätigkeit auf.
119 Stellen wurden im Juni neu gemeldet (34 weniger als im Vormonat, aber 25 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen Verarbeitendes Gewerbe, öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Baugewerbe sowie bei freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 694 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Landkreis Neustadt a.d.Waldnaab: Arbeitslosigkeit geht leicht zurück
Die Arbeitslosigkeit ist Neustadt an der Waldnaab im Juni 2026 gesunken. 1.964 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 20 Personen weniger (-1 Prozent) als im Mai, aber 44 Personen bzw. 2,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,6 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,5 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.092 Personen (13 Personen weniger als im Vormonat, aber 15 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 872 Arbeitslose registriert (7 Personen weniger als im Vormonat, aber 29 Personen mehr als im Vorjahr). Durch den Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 44 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 410 Personen arbeitslos. Davon kamen 149 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 420 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 144 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 118 Stellen wurden im Juni neu gemeldet (91 weniger als im Vormonat und 56 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen Verarbeitendes Gewerbe, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Gesundheits- und Sozialwesen, Baugewerbe, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 901 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.