Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Tirschenreuth im Dezember 2025 gestiegen. 1.520 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 93 Personen mehr (6,5 Prozent) als im November und 9 Personen bzw. 0,6 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,7 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 3,7 Prozent.
Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Dezember ist im Landkreis Tirschenreuth vor allem eine typische Begleiterscheinung der Jahreszeit. Mit dem Wintereinbruch geraten insbesondere witterungsabhängige Branchen unter Druck, was sich regelmäßig in zusätzlichen Arbeitslosmeldungen niederschlägt. Davon betroffen sind vor allem Männer sowie Versicherte im Bereich der Arbeitslosenversicherung. „In seiner Größenordnung bewegt sich dieser Anstieg im Rahmen dessen, was die Region aus den Vorjahren kennt. Abgefedert wird die Entwicklung durch den gezielten Einsatz von Saison-Kurzarbeitergeld: Viele Betriebe nutzen diese Möglichkeit, um ihre eingearbeiteten Fachkräfte auch in den Wintermonaten zu halten und Entlassungen zu vermeiden,“ erklärt Bernhard Lang, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Weiden.
Unternehmen bleiben bei Neueinstellungen vorsichtig
Neben den saisonalen Effekten prägt auch das wirtschaftliche Umfeld die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt. „Die schwache Konjunktur dämpft die Bereitschaft vieler Unternehmen, zum Jahresende neue Stellen zu schaffen.“, so Lang. Entsprechend verhalten fällt die Nachfrage nach Arbeitskräften aus. Im aktuellen Berichtsmonat wurden knapp 117 neue Arbeitsstellen gemeldet – 46 weniger als im November und 5 weniger als vor einem Jahr.
Der Bestand liegt damit aktuell bei 666 offenen Stellen.
Die meisten offenen Stellen finden sich im Verarbeitenden Gewerbe, im Handel, in der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Bereich Verkehr und Lagerei. Wie in den Vormonaten werden nahezu überall vor allem Fachkräfte gesucht.
Entwicklung in den Rechtskreisen
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 805 Personen (41 Personen mehr als im Vormonat und 40 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 715 Arbeitslose registriert (52 Personen mehr als im Vormonat, aber 31 Personen weniger als im Vorjahr). Rund 47 Prozent aller Arbeitslosen bezogen Bürgergeld.