„Die durchwachsene Konjunktur hat das gesamte letzte Jahr geprägt und sich auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt. Zwar wurden in einigen Bereichen neue Beschäftige eingestellt, aber unter dem Strich gab es mehr Entlassungen, sodass dieser Effekt überdeckt wurde. Dabei ist die Arbeitslosigkeit aber weniger stark gestiegen als im Vorjahr. Außerdem müssen sich die Unternehmen in den Kreisen Wesel und Kleve auf strukturelle Veränderungen durch Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Demografie einstellen. In der Folge waren sie zurückhaltender mit der Meldung von Arbeitsstellen. Das war keine leichte Ausgangslage, um arbeitslose Menschen und Betriebe zusammenzubringen. Wir haben dennoch gezielt in Weiterbildung investiert. Aktuelle Kenntnisse oder ein nachträglich erworbener Berufsabschluss bringen sowohl Arbeitslose als auch Beschäftigte und ihre Arbeitgeber weiter“, so die Bilanz von Barbara Ossyra, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Wesel. Sie ergänzt: „Ein weiterer Fokus lag in diesem Jahr auf dem Ausbau unserer digitalen Angebote, damit wir moderne und kundenfreundliche Dienstleistungen für Arbeitnehmende wie Arbeitgebende anbieten können.“
Im Arbeitsagenturbezirk Wesel, der die Kreise Wesel und Kleve umfasst, lag die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt 2025 bei 29.088 Personen. Das sind 886 Personen oder 3,1 Prozent mehr als 2023. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag bei 6,9 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte höher als im Vorjahresdurchschnitt. Die Arbeitslosigkeit stieg bei Frauen um 488 Personen oder 3,9 Prozent auf 13.121 etwas stärker als die der Männer um 399 Personen oder 2,6 Prozent auf 15.967. Die durchschnittliche Jugendarbeitslosigkeit (15 bis unter 25 Jahre) lag bei 2.688 und damit um 42 Personen oder 1,6 Prozent über dem Durchschnitt des Vorjahres. Ebenso stieg die Arbeitslosigkeit beim Personenkreis 55 Jahre und älter, und zwar um 657 Personen oder 9,2 Prozent auf durchschnittlich 7.840. Die Langzeitarbeitslosigkeit (länger als 1 Jahr) nahm um 888 Personen oder 7,4 Prozent auf durchschnittlich 12.841 zu.
Nach Rechtskreisen: In der Arbeitslosenversicherung (SGB III, Agentur für Arbeit) waren im Jahresdurchschnitt 9.553 Personen gemeldet, 965 oder 11,2 Prozent mehr als im Vorjahr. In der Grundsicherung (SGB II, Jobcenter Kreis Wesel) waren im Jahresdurchschnitt 19.535 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 79 Personen oder 0,4 Prozent weniger als 2024.
Der Arbeitsmarkt ist durch kontinuierliche Bewegung in Form von Zugängen und Abgängen gekennzeichnet. Insgesamt 51.695 Personen meldeten sich bei der Agentur für Arbeit Wesel und dem Jobcenter Kreis Wesel im Jahresverlauf arbeitslos. Davon kamen 19.425 aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt. Das sind 743 Personen oder 4,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Gegenzug meldeten sich von Januar bis Dezember 51.507 Personen aus der Arbeitslosigkeit ab, davon 15.768 Personen in eine Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt. Dies waren 816 Personen oder 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Die Zahl der gemeldeten Stellenangebote, die dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Wesel und des Jobcenters Kreis Wesel von Januar bis Dezember gemeldet wurden, lag bei 9.560 Stellen. Das sind 311 Stellen oder 3,2 Prozent weniger als 2024. Der durchschnittliche Stellenbestand lag bei 3.829 Stellen und damit um 157 Stellen oder 3,9 Prozent niedriger als 2024.
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stieg. Zum Stichtag 30.06.2025 (aktuell verfügbare Daten) waren in den Kreisen Wesel und Kleve insgesamt 256.061 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind 2.442 Personen oder 1,0 Prozent mehr als zum 30.06.2024. Dabei sank die Vollzeitbeschäftigung um 613 Personen oder 0,4 Prozent auf 171.153, während die Teilzeitbeschäftigung um 3.055 Personen oder 3,7 Prozent auf 84.908 stieg. Die Beschäftigung der deutschen Staatsangehörigen nahm um 355 Personen oder 0,2 Prozent auf 215.241 zu, während die Beschäftigung von ausländischen Staatsangehörigen um 2.087 Personen oder 5,4 Prozent auf 40.820 stieg.
Ausblick: „Für das Jahr 2026 sind die Prognosen verhalten, aber immerhin positiv. Gleichzeitig werden sich Technologien weiterentwickeln und berufliche Tätigkeiten beeinflussen. Hier sollte jede und jeder Beschäftigte darauf achten, Kompetenzen auf dem Laufenden zu halten. Unternehmen sollten ihre Belegschaft mitnehmen und frühzeitig in passende Weiterbildung investieren. Hier bieten wir als Partner Unterstützung durch Beratung und Förderung, zum Beispiel mit unserem Arbeitgeber-Service. Auf unserer website trägt man seine Postleitzahl ein und schon findet man seinen Ansprechpartner oder seine Ansprechpartnerin“, so Barbara Ossyra.
Weitere Informationen: www.arbeitsagentur.de/vor-ort/wesel/unternehmen
Der Arbeitsmarkt im Kreis Wesel im Jahr 2025
Im Kreis Wesel waren im Jahresdurchschnitt 18.221 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 575 Personen oder 3,3 Prozent mehr als 2024. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag bei 7,3 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte höher als im Durchschnitt des Vorjahres.
Die Arbeitslosigkeit stieg bei Frauen um 268 Personen oder 3,4 Prozent auf 8.126 geringfügig stärker als die der Männer um 307 Personen oder 3,1 Prozent auf 10.095. Die durchschnittliche Jugendarbeitslosigkeit (15 bis unter 25 Jahre) lag bei 1.581 und damit um 1 Person (+/- 0,0 Prozent) über dem Durchschnitt des Vorjahres. stieg Beim Personenkreis 55 Jahre und älter stieg die Arbeitslosigkeit, und zwar um 433 Personen oder 9,5 Prozent auf durchschnittlich 5.006. Die Langzeitarbeitslosigkeit (länger als 1 Jahr) lag um 498 Personen oder 6,9 Prozent über den Werten des Vorjahres und betrug im Durchschnitt 7.754.
Nach Rechtskreisen: In der Arbeitslosenversicherung (SGB III, Agentur für Arbeit) waren im Jahresdurchschnitt 5.685 Personen gemeldet, 617 oder 12,2 Prozent mehr als im Vorjahr. In der Grundsicherung (SGB II, Jobcenter Kreis Wesel) waren im Jahresdurchschnitt 12.536 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 42 Personen oder 0,3 Prozent weniger als 2024.
Der Arbeitsmarkt ist durch kontinuierliche Bewegung gekennzeichnet. Insgesamt 33.938 Personen meldeten sich bei der Agentur für Arbeit Wesel und dem Jobcenter Kreis Wesel im Jahresverlauf arbeitslos. Davon kamen 11.785 aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt. Das sind 605 Personen oder 5,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Gegenzug meldeten sich von Januar bis Dezember 33.360 Personen aus der Arbeitslosigkeit ab, davon 9.365 Personen in eine Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt. Dies waren 442 Personen oder 5,0 Prozent mehr als im Vorjahr.
Gegenüber dem Vorjahr gab es geringfügig mehr Stellenangebote. Von Januar bis Dezember wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Wesel und des Jobcenters Kreis Wesel 5.946 Stellen neu gemeldet. Das sind 15Stellen oder 0,3 Prozent mehr als 2024. 3.177 Stellen (Anteil 53,4%) richteten sich an Fachkräfte, 1.450 Stellen an Helfer (24,4%), 729 Stellen an Spezialisten (12,3%) und 590 (9,9%) an Experten. Der durchschnittliche monatliche Stellenbestand lag bei 2.352 Stellen und damit um 14 Stellen oder 0,6 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Ende Juni 2025 waren im Kreis Wesel 147.099 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind 1.413 Personen oder 1,0 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Dabei sank die Vollzeitbeschäftigung um 153 Personen oder 0,2 Prozent auf 98.461, während die Teilzeitbeschäftigung um 1.566 Personen oder 3,3 Prozent auf 48.638 stieg. Die Beschäftigung der deutschen Staatsangehörigen nahm um 238 Personen oder 0,2 Prozent auf 125.507 zu und die Beschäftigung von ausländischen Staatsangehörigen um 1.175 Personen oder 5,8 Prozent auf 21.592.
Der Arbeitsmarkt im Kreis Kleve im Jahr 2025
Im Kreis Kleve waren im Jahresdurchschnitt 10.866 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 311 Personen oder 2,9 Prozent mehr als 2024. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag bei 6,3 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte höher als im Durchschnitt des Vorjahres.
Die Arbeitslosigkeit stieg bei Frauen um 220 Personen oder 4,6 Prozent auf 4.995 stärker als die der Männer um 91 Personen oder 1,6 Prozent auf 5.871. Die durchschnittliche Jugendarbeitslosigkeit (15 bis unter 25 Jahre) lag bei 1.107 und damit um 41 Personen oder 3,9 Prozent über dem Durchschnitt des Vorjahres. Die Arbeitslosigkeit beim Personenkreis 55 Jahre und älter stieg um 224 Personen oder 8,6 Prozent auf durchschnittlich 2.834. Ebenso lag die Langzeitarbeitslosigkeit (länger als 1 Jahr) mit durchschnittlich 5.087 um 391 Personen oder 8,3 Prozent über den Werten des Vorjahres.
Nach Rechtskreisen: In der Arbeitslosenversicherung (SGB III, Agentur für Arbeit) waren im Jahresdurchschnitt 3.868 Personen gemeldet, 348 oder 9,9 Prozent mehr als im Vorjahr. In der Grundsicherung (SGB II, Jobcenter Kreis Kleve) waren im Jahresdurchschnitt 6.998 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 36 Personen oder 0,5 Prozent weniger als 2024.
Der Arbeitsmarkt war kontinuierlich in Bewegung. Insgesamt 17.757 Personen meldeten sich bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter Kreis Kleve im Jahresverlauf arbeitslos. Davon kamen 7.640 aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt. Das sind 138 Personen oder 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Gegenzug meldeten sich von Januar bis Dezember 18.147 Personen aus der Arbeitslosigkeit ab, davon 6.403 Personen in eine Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt. Dies waren 374 Personen oder 6,2 Prozent mehr als im Vorjahr.
Die Zahl der Stellenangebote stieg. Von Januar bis Dezember wurden dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Kleve 3.614 Stellen gemeldet. Das sind 326 Stellen oder 8,3 Prozent weniger als 2024. Davon richteten sich 2.052 Stellen (Anteil 56,8%) richteten sich an Fachkräfte, 839 Stellen an Helfer (23,2%), 442 Stellen an Spezialisten (12,2%) und 281 (7,8%) an Experten. Der durchschnittliche monatliche Stellenbestand lag bei 1.477 Stellen und damit um 172 Stellen oder 10,4 Prozent niedriger als 2024.
Die Beschäftigung im Kreis Kleve stieg wie im Nachbarkreis an. Ende Juni 2025 waren 108.962 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind 1.029 Personen oder 1,0 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Dabei sank die Vollzeitbeschäftigung um 460 Personen oder 0,6 Prozent auf 72.692. Die Teilzeitbeschäftigung stieg um 1.489 Personen oder 4,3 Prozent auf 36.270. Die Beschäftigung der deutschen Staatsangehörigen stieg um 117 Personen oder 0,1 Prozent auf 89.734 und die Beschäftigung von ausländischen Staatsangehörigen um 912 Personen oder 5,0 Prozent auf 19.228.