Im Februar ist die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Wiesbaden leicht zurückgegangen, bleibt jedoch über dem Niveau des Vorjahres. Von einer spürbaren Belebung kann daher nicht gesprochen werden.
„Wir sehen eine typische saisonale Entwicklung, aber keine zusätzliche Dynamik“, sagt Monika Kessler, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Wiesbaden. „Der Arbeitsmarkt bewegt sich, zusätzliche wirtschaftliche Impulse bleiben jedoch aus.“
Das Marktumfeld bleibt damit insgesamt enger.
Der Bestand an gemeldeten Stellen liegt unter dem Vorjahreswert. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bewegt sich nach dem zuletzt verfügbaren Stand weiterhin über dem Niveau des Vorjahres, doch die Nachfrage der Betriebe zeigt sich zurückhaltend.
Gerade in einem zurückhaltenden Umfeld gewinnt Eigeninitiative an Bedeutung. Das gilt auch für viele junge Menschen, die derzeit ihre Pläne für Ausbildung oder Studium konkretisieren. „Die ‚ausbildungs- und studientage‘ am 13. und 14. März in Wiesbaden bieten eine gute Gelegenheit, direkt mit Unternehmen und Hochschulen ins Gespräch zu kommen“, so Kessler. Persönliche Kontakte spielten dabei eine besondere Rolle. „Nicht jede Chance ist bereits ausgeschrieben. Wer ins Gespräch kommt, kann Interesse wecken und im besten Fall auch dann überzeugen, wenn noch keine konkrete Stelle veröffentlicht ist“, sagt Kessler.
Ergänzend verweist sie auf die digitalen Elternabende der Bundesagentur für Arbeit vom 2. bis 15. März. Das Online-Format ermöglicht Jugendlichen und ihren Eltern, unterschiedliche Branchen, Unternehmen und Ausbildungswege kennenzulernen und Fragen direkt zu klären.
Die Agentur für Arbeit unterstützt Jugendliche mit individueller Berufsberatung und Stellenvorschlägen. Auch Betriebe begleitet sie bei der Besetzung offener Stellen und bei Qualifizierungsfragen.
Am Ende komme es jedoch auf die eigene Aktivität an, so Kessler: „Chancen entstehen nicht von selbst. Man muss sie suchen und aktiv nutzen.“
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Die aktuellen Zahlen im Überblick
Agentur für Arbeit Wiesbaden
Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Wiesbaden (Stadt Wiesbaden, Rheingau-Taunus-Kreis) im Februar 2026 gesunken. 19.060 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 155 Personen weniger (-0,8 Prozent) als im Januar, aber 418 Personen bzw. 2,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,2 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 7,1 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 5.990 Personen (27 Personen mehr als im Vormonat und 415 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 13.070 Arbeitslose registriert (182 Personen weniger als im Vormonat, aber 3 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 68,6 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 2.893 Personen arbeitslos. Davon kamen 1.075 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 3.049 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 975 eine Erwerbstätigkeit auf.
Ein Blick auf den Stellenmarkt ergänzt das Bild der aktuellen Arbeitsmarktlage: 495 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (98 mehr als im Vormonat, aber 38 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung, Verarbeitendes Gewerbe. Aktuell befanden sich damit 2.249 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Der Bestand an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg zum Stichtag am 31.08.2025 im Agenturbezirk Wiesbaden gegenüber dem Vormonat um 1.512 Personen. 198.391 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte waren zu diesem Zeitpunkt im Agenturbezirk Wiesbaden tätig. Dies entspricht einem Zuwachs von 2.574 Beschäftigungsverhältnissen im Vergleich zum Vorjahr (+1,3 Prozent).
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Die Regionen im Überblick
Stadt Wiesbaden
Die Arbeitslosigkeit ist in der Stadt Wiesbaden im Februar 2026 gesunken. 13.634 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 171 Personen weniger (-1 Prozent) als im Januar, aber 328 Personen bzw. 3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 8,3 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 8,3 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 3.940 Personen (13 Personen weniger als im Vormonat, aber 276 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 9.694 Arbeitslose registriert (158 Personen weniger als im Vormonat, aber 52 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden rund 71 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 2.090 Personen arbeitslos. Davon kamen 757 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 2.261 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 708 eine Erwerbstätigkeit auf.
Ein Blick auf den Stellenmarkt ergänzt das Bild der aktuellen Arbeitsmarktlage: 327 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (104 mehr als im Vormonat und 3 mehr als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 1.404 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
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Rheingau-Taunus-Kreis
Die Arbeitslosigkeit ist im Rheingau-Taunus-Kreis im Februar 2026 gestiegen. 5.426 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 16 Personen mehr (0,3 Prozent) als im Januar und 90 Personen bzw. 2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,3 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 5,2 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 2.050 Personen (40 Personen mehr als im Vormonat und 139 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 3.376 Arbeitslose registriert (24 Personen weniger als im Vormonat und 49 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden rund 62 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 803 Personen arbeitslos. Davon kamen 318 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 788 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 267 eine Erwerbstätigkeit auf.
Ein Blick auf den Stellenmarkt ergänzt das Bild der aktuellen Arbeitsmarktlage: 168 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (6 weniger als im Vormonat und 41 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 845 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.