Arbeitsmarkt bleibt im April verhalten

Arbeitslosenquote im Agenturbezirk verharrt bei 7,1 Prozent
Arbeitslosigkeit sinkt nur leicht
Stellenzugänge und Stellenbestand rückläufig

30.04.2026 | Presseinfo Nr. 15

Im April ist die Zahl der arbeitslosen Menschen im Agenturbezirk Wiesbaden zurückgegangen. Diese Entwicklung bewegt sich im Rahmen der üblichen saisonalen Entlastung. Gleichzeitig bleibt die Arbeitslosigkeit über dem Niveau des Vorjahres, und die Arbeitslosenquote verharrt bei 7,1 Prozent. Das grundlegende Bild am Arbeitsmarkt verändert sich damit nicht.

Beim Stellenmarkt ergibt sich im April kein positives Signal. Die Zahl der neu gemeldeten Arbeitsstellen liegt unter dem Vormonat und zugleich leicht unter dem Vorjahreswert. Auch der Bestand an gemeldeten Stellen bleibt unter dem Vorjahreswert. Damit fehlt dem Arbeitsmarkt weiterhin der Rückenwind, der im Frühjahr üblich wäre. Das passt zu einer insgesamt verhaltenen Lage: Das Geschäftsklima ist weiterhin eingetrübt.

„Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben schwierig. Viele Unternehmen halten sich angesichts hoher Unsicherheiten, geopolitischer Konflikte, steigender Energiepreise und verhaltener Geschäftserwartungen zurück“, sagt Dr. Martin Stallmann, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Wiesbaden. „Das wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt aus und begrenzt die Dynamik.“

Übergänge in Beschäftigung müssten gezielt unterstützt werden, vor allem dort, wo der Weg zurück in Arbeit länger geworden sei. Gleichzeitig bleibe es wichtig, Betriebe bei passgenauen Besetzungen zu begleiten und offene Stellen möglichst zügig mit geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zusammenzubringen, so Stallmann weiter.
 

Agentur für Arbeit Wiesbaden

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Wiesbaden (Stadt Wiesbaden, Rheingau-Taunus-Kreis) im April 2026 gesunken. 18.722 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 187 Personen weniger (-1,0 Prozent) als im März, aber 465 Personen bzw. 2,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,1 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 7 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 5.781 Personen (160 Personen weniger als im Vormonat, aber 611 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 12.941 Arbeitslose registriert (27 Personen weniger als im Vormonat und 146 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden rund 69 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 2.987 Personen arbeitslos. Davon kamen 1.196 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 3.185 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 1.081 eine Erwerbstätigkeit auf.

Ein Blick auf den Stellenmarkt ergänzt das Bild der aktuellen Arbeitsmarktlage: 490 Stellen wurden im April neu gemeldet (161 weniger als im Vormonat und 11 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung, Verarbeitendes Gewerbe. Aktuell befanden sich damit 2.278 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 

Der Bestand an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg zum Stichtag am 31.10.2025 im Agenturbezirk Wiesbaden gegenüber dem Vormonat um 356 Personen. 199.612 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte waren zu diesem Zeitpunkt im Agenturbezirk Wiesbaden tätig. Dies entspricht einem Zuwachs von 1.959 Beschäftigungsverhältnissen im Vergleich zum Vorjahr (+1,0 Prozent).

 

Die Regionen im Überblick

Stadt Wiesbaden

Die Arbeitslosigkeit ist in der Stadt Wiesbaden im April 2026 gesunken. 13.410 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 68 Personen weniger (-0,5 Prozent) als im März, aber 323 Personen bzw. 2,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 8,2 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 8,1 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 3.834 Personen (42 Personen weniger als im Vormonat, aber 336 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 9.576 Arbeitslose registriert (26 Personen weniger als im Vormonat und 13 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden rund 71 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 2.181 Personen arbeitslos. Davon kamen 868 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 2.250 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 689 eine Erwerbstätigkeit auf.

Ein Blick auf den Stellenmarkt ergänzt das Bild der aktuellen Arbeitsmarktlage: 317 Stellen wurden im April neu gemeldet (116 weniger als im Vormonat und 10 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 1.405 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 

 

*********************************************************************************************************

 

Rheingau-Taunus-Kreis

Die Arbeitslosigkeit ist im Rheingau-Taunus-Kreis im April 2026 gesunken. 5.312 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 119 Personen weniger (-2,2 Prozent) als im März, aber 142 Personen bzw. 2,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,2 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 5,1 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.947 Personen (118 Personen weniger als im Vormonat, aber 275 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 3.365 Arbeitslose registriert (1 Person weniger als im Vormonat und 133 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden rund 63 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 806 Personen arbeitslos. Davon kamen 328 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 935 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 392 eine Erwerbstätigkeit auf.

Ein Blick auf den Stellenmarkt ergänzt das Bild der aktuellen Arbeitsmarktlage: 173 Stellen wurden im April neu gemeldet (45 weniger als im Vormonat und 1 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 873 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 

Pressemitteilung Nr. 016 /2026 – 30.04.2026

 

Zwischenbilanz auf dem Ausbildungsmarkt

  • 2.009 Bewerberinnen und Bewerber gemeldet 
  • 1.167 suchen aktuell noch nach Ausbildung oder einem dualen Studium 
  • rund ein Viertel weniger gemeldete Ausbildungsstellen 

Bis April ist die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber am Ausbildungsmarkt im Agenturbezirk Wiesbaden angestiegen. Viele Jugendliche befassen sich aktuell sehr konkret mit ihrer beruflichen Zukunft und suchen nach einem passenden Einstieg. Gleichzeitig bleibt das Angebot an gemeldeten Ausbildungs- und dualen Studienplätzen deutlich hinter dem Vorjahresniveau zurück.

Von den bislang gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern suchen aktuell noch 1.167 nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Damit bleibt der Ausbildungsmarkt in einer entscheidenden Phase. Das Interesse an Ausbildung ist gewachsen, gleichzeitig stehen deutlich weniger gemeldete Stellen zur Verfügung. 

Auffällig ist weiterhin, dass sich die Berufswünsche vieler Jugendlicher auf eine begrenzte Zahl bekannter Ausbildungsberufe konzentrieren. Besonders häufig genannt werden Büromanagement, Kfz-Mechatronik, Verkauf, medizinische/r und zahnmedizinische/r Fachangestellte/r sowie Berufe aus der Informatik. Auf der Angebotsseite zeigen sich Schwerpunkte im Einzelhandel, im kaufmännischen Bereich, in der öffentlichen Verwaltung und in einzelnen gewerblich-technischen Berufen. Gerade daraus ergibt sich weiterhin die Aufgabe, Angebot und Nachfrage möglichst gut zusammenzubringen.

„Wir sehen im Agenturbezirk Wiesbaden ein spürbar gestiegenes Interesse an Ausbildung“, sagt Dr. Martin Stallmann, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Wiesbaden. „Gleichzeitig liegt das gemeldete Ausbildungsstellenangebot deutlich unter dem Vorjahresniveau. Für viele junge Menschen heißt das: Sie müssen ihre Möglichkeiten frühzeitig ausloten und offen für Alternativen sein.“

Stallmann betont, dass gerade in dieser Phase der direkte Austausch hilfreich sei. „Wer sich informiert, beraten lässt und mit Betrieben ins Gespräch kommt, verbessert seine Chancen auf einen passenden Ausbildungsplatz.“ Mit der Veranstaltung „Meet your Future“ am 27. Mai 2026 wird auf dem Parkdeck der Agentur für Arbeit dafür eine zusätzliche Gelegenheit geschaffen. Dort könnten Jugendliche und Arbeitgeber unmittelbar miteinander ins Gespräch kommen, Erwartungen abgleichen und konkrete Perspektiven besprechen.

Die Agentur für Arbeit unterstützt Jugendliche mit individueller Berufsberatung, Vermittlung und Förderinstrumenten wie der Einstiegsqualifizierung oder der assistierten Ausbildung. Auch Betriebe werden bei der Besetzung ihrer Ausbildungsplätze begleitet.

*********************************************************************************************************

Die Zahlen zum Ausbildungsmarkt im Überblick

Agenturbezirk Wiesbaden

Im Bereich der Agentur für Arbeit Wiesbaden (Stadt Wiesbaden, Rheingau-Taunus-Kreis) waren bis April insgesamt 2.009 Interessierte als Bewerber und Bewerberinnen für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium bei der Berufsberatung gemeldet.

Von den 2.009 Bewerbern und Bewerberinnen waren zahlenmäßig 159 Personen (8,6 Prozent) mehr als im April 2025 gemeldet. Aktuell suchen 1.167 Bewerberinnen und Bewerber aktiv nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Alle anderen Jugendlichen haben sich bereits für ein Angebot entschieden oder eine andere Alternative für sich gefunden.

Die Top 10 der Berufswünsche der Jugendlichen sind: Kaufmann/-frau - Büromanagement, Kraftfahrzeugmechatroniker/in - PKW-Technik, Verkäufer/in, Medizinische/r Fachangestellte/r, Elektroniker/in - Energie-/Gebäudetechnik, Anlagenmechaniker/in - Sanitär-/Heizungs- und Klimatechnologe, Fachinformatiker/in - Systemintegration, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Fachinformatiker/in-Anwendungsentwicklung und Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r.

Die regionalen Unternehmen haben bisher 1.404 Ausbildungs- und duale Studienplätze gemeldet (526 Stellen bzw. rund 27 Prozent weniger als vor einem Jahr). Rein rechnerisch kommen damit auf 100 Stellen 144 Bewerber bzw. Bewerberinnen. Aktuell sind 779 Ausbildungs- und duale Studienplätze frei, vor allem in den Berufen Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Fachwirt/in - Handel, Industriekaufmann/-frau und Bankkaufmann/-frau.

Die Top 10 der gemeldeten Ausbildungsstellen (inkl. der dualen Studienplätze) waren: Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Kaufmann/-frau - Versicherungen/Finanzanlagen, Industriekaufmann/-frau, Verwaltungsfachangestellte/r - Kommunalverwaltung, Kaufmann/-frau - Büromanagement, Fachinformatiker/in - Systemintegration, Fachwirt/in - Handel, Industriemechaniker/in und Bankkaufmann/-frau. 

*********************************************************************************************************

Stadt Wiesbaden - Lage auf dem Ausbildungsmarkt im April

In der Stadt Wiesbaden waren bis April insgesamt 1.250 Interessierte als Bewerber und Bewerberinnen für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium bei der Berufsberatung gemeldet.

Von den 1.250 Bewerbern und Bewerberinnen waren zahlenmäßig 84 Personen (7 Prozent) mehr als im April 2025 gemeldet. Aktuell suchen 701 Bewerber und Bewerberinnen aktiv nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Alle anderen Bewerber bzw. Bewerberinnen haben sich bereits für ein Angebot entschieden oder eine andere Alternative für sich gefunden.

Diese Jugendlichen suchen schwerpunktmäßig noch eine Ausbildung bzw. ein duales Studium als: Kaufmann/-frau - Büromanagement, Kraftfahrzeugmechatroniker/in - PKW-Technik, Anlagenmechaniker/in - Sanitär-/Heizungs- und Klimatechnik, Elektroniker/in- Energie-/Gebäudetechnik, Verkäufer/in, Medizinische/r Fachangestellte/r, Fachinformatiker/in -Anwendungsentwicklung, Immobilienkaufmann/-frau, Fachinformatiker/in - Systemintegration und Elektroniker/in für Betriebstechnik.

Die regionalen Unternehmen haben bisher 958 Ausbildungs- und duale Studienplätze gemeldet (440 Stellen bzw. 31 Prozent weniger als vor einem Jahr). Rein rechnerisch kommen damit auf 100 Stellen 132 Bewerber bzw. Bewerberinnen. Aktuell sind 535 Ausbildungs- und duale Studienplätze frei, vor allem in den Berufen Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Bankkaufmann/-frau, Kaufmann/-frau - Versicherungen/Finanzanlagen und Fachkraft - Lagerlogistik.

 

*********************************************************************************************************

Rheingau-Taunus-Kreis - Lage auf dem Ausbildungsmarkt im April

Im Rheingau-Taunus-Kreis waren bis April insgesamt 759 Interessierte als Bewerber und Bewerberinnen für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium bei der Berufsberatung gemeldet.

Von den 759 Bewerbern und Bewerberinnen waren zahlenmäßig 75 Personen (11 Prozent) mehr als im April 2025 gemeldet. Aktuell suchen 466 Bewerber und Bewerberinnen aktiv nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Alle anderen Bewerber bzw. Bewerberinnen haben sich bereits für ein Angebot entschieden oder eine andere Alternative für sich gefunden.

Diese Jugendlichen suchen schwerpunktmäßig noch eine Ausbildung bzw. ein duales Studium als: Kaufmann/-frau - Büromanagement, Kraftfahrzeugmechatroniker/in - PKW-Technik, Medizinische/r Fachangestellte/r, Fachinformatiker/in - Systemintegration, Verkäufer/in, Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r, Friseur/in, Automobilkaufmann/-frau, Kaufmann/-frau im Einzelhandel und Hotelfachmann/-frau.

Die regionalen Unternehmen haben bisher 446 Ausbildungs- und duale Studienplätze gemeldet (86 Stellen bzw. 16 Prozent weniger als vor einem Jahr). Rein rechnerisch kommen damit auf 100 Stellen 170 Bewerber bzw. Bewerberinnen. Aktuell sind 244 Ausbildungs- und duale Studienplätze frei, vor allem in den Berufen Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Fachwirt/in – Handel, Verwaltungsfachangestellte/r - Kommunalverwaltung und Koch/Köchin.