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Inkasso-Service: Wie Sie richtig reagieren

Hier erhalten Sie die wichtigsten Informationen rund um das Inkasso-Verfahren und den Aufhebungs- und Erstattungsbescheid.

Aufhebungs- und Erstattungsbescheid verstehen

Mit dem Schreiben teilt Ihnen Ihre Agentur für Arbeit, Ihr Jobcenter oder Ihre Familienkasse mit, dass Sie Leistungen zu Unrecht bezogen haben.

Das steht im Aufhebungs- und Erstattungsbescheid:

  • Warum Sie Geld zurückzahlen müssen
  • Wieviel Geld Sie zurückzahlen müssen
  • Bis wann Sie den Betrag erstattet haben müssen
  • Wie Sie den Inkasso-Service kontaktieren können
  • Welche Vertragsgegenstandsnummer Sie als Verwendungszweck der Überweisung angeben müssen.

Beratungsgespräch am Schreibtisch

Fragen mit der zuständigen Stelle klären

Wenn Sie Fragen haben, sollten Sie so bald wie möglich mit der richtigen Ansprechpartnerin beziehungsweise dem richtigen Ansprechpartner in Kontakt treten:

Wenden Sie sich an Ihre Agentur für Arbeit, Ihr Jobcenter oder Ihre Familienkasse, wenn Ihnen unklar ist, warum Sie Geld zurückzahlen müssen.

Wichtiger Hinweis: Informieren Sie den Inkasso-Service, wenn sich zum Beispiel Ihr Name, Familienstand, Arbeitsverhältnis, Einkommen oder Ihre Adresse geändert haben.

Forderungen bezahlen

Bitte überweisen Sie den geforderten Betrag rechtzeitig und in einer Summe auf das Konto des Inkasso-Service der BA oder der EOS Deutscher Inkasso-Dienst GmbH (EOS DID). Wer der Empfänger der Überweisung sein muss, steht im Aufhebungs- und Erstattungsbescheid, auf dem Schreiben des Inkasso-Service oder dem Schreiben der EOS DID.

Bankdaten des Inkasso-Service der BA:

IBAN: DE50 7600 0000 0076 0016 17
BIC: MARKDEF1760
Verwendungszweck: Vertragsgegenstandsnummer (13- oder 9-stellig, zum Beispiel 6xxxxxxxxxxxx oder A123B4567)

Bankdaten der EOS Deutscher Inkasso-Dienst GmbH:

IBAN: DE39 7600 0000 0076 0016 21
BIC: MARKDEF1760
Verwendungszweck: Forderungsnummer

Die BA hat die EOS Deutscher Inkasso-Dienst GmbH (EOS DID) beauftragt, den Inkasso-Service der BA zu unterstützen. Die EOS DID ist berechtigt, schriftlich und telefonisch Kontakt mit Ihnen aufzunehmen.

Zahlungsschwierigkeiten rechtzeitig mitteilen

Kontaktieren Sie den Inkasso-Service, wenn Sie den geforderten Betrag nicht rechtzeitig oder nicht vollständig zurückzahlen können. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, die Forderung zurückzuzahlen, sollten Sie sich so früh wie möglich beim Inkasso-Service melden. So vermeiden Sie Mahngebühren beziehungsweise Säumniszuschläge.

Erfüllen Sie bestimmte Voraussetzungen, können Sie die Forderung in Raten oder zu einem späteren Zeitpunkt bezahlen. Um diese Möglichkeiten prüfen zu können, benötigt der Inkasso-Service bestimmte Informationen von Ihnen.

Teilen Sie ihm diese mit, indem Sie einen Fragebogen ausfüllen und an den Inkasso-Service schicken. Den Fragebogen finden Sie im Bereich „Downloads“ am Ende dieser Seite. Dort sind auch die Kontaktdaten des Inkasso-Service aufgeführt.

Belegen Sie Ihre Angaben bitte durch entsprechende Dokumente (in Kopie).

Frau an ihrem Schreibtisch

Das weitere Inkasso-Verfahren verstehen

Wenn Sie die Forderung nicht rechtzeitig bezahlen beziehungsweise Zahlungsschwierigkeiten nicht umgehend mitteilen, erhalten Sie weitere Schreiben des Inkasso-Service:

Mahnung:

Mit einer Mahnung werden Sie erneut aufgefordert, den überzahlten Betrag zurückzuzahlen. Dadurch entstehen Ihnen weitere Kosten.

Vollstreckungsandrohung:

Eine Vollstreckungsandrohung informiert Sie darüber, dass das Hauptzollamt weiterhin ausstehende Forderungen zwangsvollstrecken wird. Das können Sie verhindern, indem Sie den geforderten Betrag innerhalb der genannten Frist überweisen oder mit dem Inkasso-Service rechtzeitig in Kontakt treten.
Bleiben Sie untätig, beauftragt der Inkasso-Service nach Ablauf der Frist das Hauptzollamt mit der weiteren Einziehung.

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Der Inkasso-Service der BA ist dafür zuständig, Forderungen einzuziehen. Dabei handelt er im Auftrag der Agentur für Arbeit, des Jobcenters oder der Familienkasse.

Ja. Das Lastschriftverfahren garantiert Ihnen die rechtzeitige Zahlung. Es endet automatisch, wenn die Forderung beglichen ist. Bitte verwenden Sie das Formular zum SEPA-Lastschriftverfahren.

Hinweis: Für jede Vertragsgegenstandsnummer müssen Sie ein eigenes Lastschriftverfahren, eine eigene Überweisung oder einen eigenen Dauerauftrag verwenden.

Ob eine Aufrechnung mit Ihren laufenden Leistungen möglich ist, prüft Ihre zuständige Dienststelle (Agentur für Arbeit, Jobcenter oder Familienkasse). Fragen Sie bitte dort danach.

Bitte senden Sie in diesem Fall den Überweisungsbeleg als Nachweis Ihrer Zahlung an die Zentralkasse der Bundesagentur für Arbeit. Wir schreiben Ihre Zahlung umgehend Ihrem Forderungskonto gut, falls diese bei uns eingegangen ist.

BA-Service-Haus
Zentralkasse Klärung
90327 Nürnberg

Fax: 0911 179-902332

Service-Haus.Zentralkasse-Klaerung@arbeitsagentur.de

Wenn Sie die geforderte Summe nicht fristgerecht bezahlen, erhalten Sie eine Mahnung. Dafür werden Mahngebühren erhoben.

Die Mahngebühren betragen 0,5 Prozent der Forderungssumme. Es sind jedoch mindestens 5 Euro und höchstens 150 Euro.

Müssen Sie steuerliches Kindergeld zurückzahlen, kommen Säumniszuschläge statt Mahngebühren dazu. Auf die Säumniszuschläge weist Sie die Familienkasse im Aufhebungs- und Erstattungsbescheid hin.

Leistungen werden für jedes Mitglied einer Bedarfsgemeinschaft, wie etwa einem Haushalt mit Kindern, individuell bewilligt. Wird eine Leistung aufgehoben, fordert der Inkasso-Service das überzahlte Geld von den Personen zurück, für die die Leistung gezahlt wurde.

Der Rückforderungsbescheid kann sich daher an ein minderjähriges Kind richten, zuständig sind jedoch die gesetzlichen Vertreter.

Auch wenn Sie Einspruch bei der Familienkasse eingelegt haben: Der Inkasso-Service ist verpflichtet, die Forderung rechtzeitig und vollständig einzuziehen. Entsprechend läuft das Verfahren trotz Ihres Einspruchs weiter und wird nicht aufgeschoben.

Hintergrund: Ein Einspruch hat bei Kindergeld nach dem Einkommenssteuergesetz keine aufschiebende Wirkung im Gegensatz zum Widerspruchsverfahren im Sozialrecht, also zum Beispiel beim Arbeitslosengeld.

Sie sind verpflichtet, den geforderten Betrag sofort und in einer Summe zu bezahlen. Das gilt auch dann, wenn er mit der laufenden Kindergeldzahlung aufgerechnet wird.

Haben Sie nicht entsprechend gezahlt, erhalten Sie eine Mahnung. Bitte bezahlen Sie dann spätestens bis zur Zahlungsfrist, die in der Mahnung steht. Ansonsten leitet der Inkasso-Service unverzüglich die Zwangsvollstreckung durch das Hauptzollamt ein.

So traurig dieser Umstand ist, informieren Sie bitte den Inkasso-Service umgehend über den Tod der Schuldnerin oder des Schuldners. Schicken Sie uns dazu eine Kopie der Sterbeurkunde. Die Adresse finden Sie am Ende der Seite.