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Krankheit, Pflege und Betreuung erkrankter Kinder

Wenn Sie arbeitslos sind und krank werden, sollten Sie einige Dinge beachten. Das gilt auch, wenn Sie Angehörige pflegen oder sich um ein erkranktes Kind kümmern müssen.

Wenn Sie arbeitslos sind und krank werden, teilen Sie uns dies bitte umgehend mit. Reichen Sie bei Ihrer Agentur für Arbeit eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ein. Darauf steht, wie lange Sie vermutlich krank sein werden. Informieren Sie uns bitte, falls Sie darüber hinaus weiterhin krank sein sollten und reichen Sie gegebenenfalls eine neue Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ein.

Sie erhalten nur dann weiterhin Arbeitslosengeld, wenn Sie bereits Arbeitslosengeld bezogen haben, als Sie krank wurden. Liegt der Beginn Ihrer Krankheit in der Zeit bevor Sie Arbeitslosengeld bezogen haben oder in einer Sperrzeit, ist keine Zahlung möglich. Wenden Sie sich in so einem Fall an Ihre Ansprechpartnerin oder Ihren Ansprechpartner bei der Agentur für Arbeit.

Wichtig: Sie haben von Ihrer Ansprechpartnerin oder Ihrem Ansprechpartner einen Termin erhalten, zu dem Sie sich bei der Agentur für Arbeit melden sollen (Meldeaufforderung). Sind Sie an diesem Tag krank, können Sie den Termin nicht wahrnehmen. Ist in der Meldeaufforderung vermerkt, dass Sie sich spätestens am ersten Tag Ihrer Genesung melden müssen, sollten Sie dieser Aufforderung unbedingt nachkommen.

Wenn Sie krank sind, können Sie maximal 6 Wochen weiterhin Arbeitslosengeld beziehen. Sind Sie länger als 6 Wochen krank, haben Sie vorerst keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld mehr.

Wenn Sie gesetzlich krankenversichert sind, bekommen Sie in der Regel ab der 7. Woche Krankengeld von Ihrer Krankenkasse.

Informieren Sie dafür Ihre Krankenkasse und reichen Sie den Vordruck Veränderungsmitteilung bei Ihrer Agentur für Arbeit ein. Die Höhe des Krankengeldes wird durch die Krankenkasse berechnet.

Wenn Sie wieder arbeitsfähig sind, müssen Sie sich erneut persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos melden. Nur dann kann Ihnen wieder Arbeitslosengeld gezahlt werden.

Bitte lassen Sie sich von einem Arzt schriftlich bestätigen, dass Sie Ihr krankes Kind betreuen müssen. Dieses sogenannte „ärztliche Zeugnis“ reichen Sie bitte als Beleg bei Ihrer Agentur für Arbeit ein.

 Betreuen Sie Ihr krankes Kind, erhalten Sie in der Regel weiterhin Arbeitslosengeld. Wie lange Sie die Leistung bei länger andauernder Krankheit beziehen können, ist nicht festgelegt, sondern abhängig von Ihrer persönlichen Situation. Ihre Ansprechpartnerin oder Ihr Ansprechpartner gibt Ihnen im konkreten Fall gerne weiter Auskunft.

Weitere Informationen gibt Ihnen Ihre Ansprechpartnerin oder Ihr Ansprechpartner.

Bitte teilen Sie Ihrer Agentur für Arbeit unbedingt mit, wenn Ihre Krankheit durch andere direkt verursacht wurde (zum Beispiel durch einen Verkehrsunfall). Kosten, die sich aus Ihrer Krankheit ergeben, werden dann bei der Versicherung des Verursachers angegeben.

Dafür brauchen wir von Ihnen Belege, wie zum Beispiel den Unfallbericht, und den Namen des Unfallverursachers.

Während Sie einen Angehörigen pflegen, können Sie Arbeitslosengeld beziehen.
Sie müssen aber jederzeit eine Arbeit aufnehmen oder an einer Maßnahme teilnehmen können. Stellen Sie sicher, dass Ihre Angehörige oder Ihr Angehöriger in diesen Fällen weiterhin gepflegt wird.

Wie lange Sie während der Pflege Arbeitslosengeld beziehen können, klärt Ihre Ansprechpartnerin oder Ihr Ansprechpartner bei der Agentur für Arbeit mit Ihnen.

Wenn Sie einen Angehörigen pflegen und dafür aus Ihrem Beruf aussteigen, übernimmt die Pflegeversicherung Ihre Beiträge zur Arbeitslosenversicherung.

Voraussetzung dafür ist:

  • Sie beziehen in dieser Zeit kein Arbeitslosengeld.
  • Bei Ihrem Angehörigen liegt mindestens Pflegestufe 2 vor.


Auf diese Weise vermeiden Sie, dass Ihre Beitragszahlungen zur Arbeitslosenversicherung unterbrochen werden. Das bedeutet: Ihr Anspruch auf Arbeitslosgeld ist nicht gemindert, obwohl Sie Ihre Beschäftigung unterbrechen oder aufgeben.

Wenn Sie dazu weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die Pflegeversicherung Ihres Angehörigen.