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Kurzarbeitergeld

Wenn Ihr Arbeitgeber vorrübergehend Ihre regelmäßige Arbeitszeit verringern muss, steht Ihnen unter Umständen Kurzarbeitergeld zu. Informieren Sie sich hier über die genauen Regelungen.

Kurzarbeitergeld ist eine Leistung aus der Arbeitslosenversicherung. Unter folgenden Voraussetzungen haben Sie darauf Anspruch: Ihr Arbeitgeber muss die regelmäßige Arbeitszeit kürzen und hat dies der zuständigen Agentur für Arbeit angezeigt. In den meisten Fällen geschieht dies aus konjunkturellen Gründen, das heißt, weil die wirtschaftliche Lage Ihres Betriebes schlecht ist.

Das Kurzarbeitergeld soll Ihren Verdienstausfall zumindest teilweise wieder ausgleichen. Außerdem kann Ihr Arbeitsplatz erhalten bleiben, obwohl die aktuelle Situation Ihres Betriebes Entlassungen notwendig machen würde.

Weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld erhalten Sie im Merkblatt Kurzarbeitergeld.

Die Gründe dafür, dass Ihr Arbeitgeber Ihre Arbeitszeit verkürzt, können unterschiedlich sein. Entsprechend gibt es unterschiedliche Formen von Kurzarbeitergeld:
 

Konjunkturelles Kurzarbeitergeld:

Kann vom Arbeitgeber beantragt werden, wenn die wirtschaftliche Lage schlecht ist. Außerdem kann ein Ereignis, das nicht beeinflussbar ist (zum Beispiel eine Flut), dafür sorgen, dass Ihre Arbeitszeit vorübergehend verkürzt werden muss.

Weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld erhalten Sie im Merkblatt Kurzarbeitergeld.

Saison-Kurzarbeitergeld:

Kann vom Arbeitgeber beantragt werden, wenn in Betrieben der Bauwirtschaft wegen schlechter Witterung oder Auftragsmangel nicht gearbeitet werden kann.

Weitere Informationen erhalten Sie im Merkblatt Saison-Kurzarbeitergeld.

Transfer-Kurzarbeitergeld:

Transfer-Kurzarbeitergeld kann gezahlt werden, um bei betrieblichen Umstrukturierungen Entlassungen zu vermeiden.

Weitere Informationen erhalten Sie im Merkblatt Transferleistungen.

Kurzarbeitergeld wird vom Arbeitgeber beantragt. Der Antrag muss innerhalb von 3 Monaten bei der Agentur für Arbeit eingereicht werden, in deren Bezirk die zuständige Lohnabrechnungsstelle liegt.

Die Höhe des Kurzarbeitergeldes richtet sich danach, wie hoch der finanzielle Verlust nach der Zahlung von Steuern für Sie ist. Grundsätzlich werden rund 60 Prozent des ausgefallenen Nettoentgelts bezahlt. Lebt mindestens ein Kind mit im Haushalt, beträgt das Kurzarbeitergeld rund 67 Prozent des ausgefallenen Nettoentgelts. Die genauen Beträge können Sie mit diesen Tabellen ermitteln:

Wichtig: Wenn Sie Kurzarbeitergeld beziehen, kann die Agentur für Arbeit Ihnen in dieser Zeit andere zumutbare Beschäftigungsangebote unterbreiten. Der Verdienst aus einem solchen Arbeitsverhältnis verringert die Höhe des Kurzarbeitergeldes entsprechend.

Sie können höchstens 12 Monate lang Kurzarbeitergeld beziehen. Die Bezugsdauer kann aber auch unterbrochen werden. Ist bei Ihrem Arbeitgeber zum Beispiel kurzfristig ein größerer Auftrag zu bearbeiten, kann er Sie vorübergehend wieder voll beschäftigen. Erhalten Sie anschließend wieder Kurzarbeitergeld, hat sich die Bezugsdauer um diesen Zeitraum verlängert.

Ist die Kurzarbeit länger als 3 Monate unterbrochen, hat sich die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes erneuert. Muss Ihr Arbeitgeber Ihre regelmäßige Arbeitszeit anschließend wieder kürzen, haben Sie erneut Anspruch auf maximal 12 Monate Kurzarbeitergeld.