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Schritt 2: Wege zum neuen Beruf

Quereinstieg, Umschulung, Externenprüfung – es gibt viele Möglichkeiten, in einem neuen Beruf durchzustarten.

In manche Berufe können Sie nur wechseln, wenn Sie vorher mit einer bestimmten Ausbildung oder einem bestimmten Studium die Qualifikation erworben haben, die dafür notwendig ist. Viele anerkannte Berufsabschlüsse, die für den Zugang zu diesen Berufen gefordert werden, können Sie nicht nur im Rahmen einer Erstausbildung, sondern auch mit einer Weiterbildung erwerben.

In anderen Berufen wird dagegen keine bestimmte Ausbildung vorausgesetzt und ein Quereinstieg lässt sich unabhängig von der vorhandenen beruflichen Qualifikation realisieren. Ein Vorteil für den beruflichen Umstieg ist es dann, wenn Sie Tätigkeiten, die die neue Stelle umfasst, schon in Ihrem aktuellen Beruf ausgeübt haben.

Gut zu wissen: In bestimmten Branchen gibt es einen Mangel an Fachkräften – zum Beispiel in Pflege oder Erziehung. Darum wurden besondere Bildungswege geschaffen, die den Quereinstieg in die entsprechenden Berufe erleichtern. Lassen Sie sich dazu beraten.

Ihnen fehlt für den Beruf, in dem Sie schon einige Zeit tätig sind, ein Abschluss? Dann können Sie mit der sogenannten Externenprüfung einen neuen Berufsabschluss erwerben. Dabei handelt es sich um eine Prüfung vor einer Kammer, auf die Sie sich mit entsprechenden Lehrgängen vorbereiten können. Vorbereitungslehrgänge finden Sie mit der Kurssuche.

Um zur Prüfung zugelassen zu werden, müssen Sie nachweisen, dass Sie berufliche Handlungsfähigkeit erworben haben. Das können Sie folgendermaßen:

  • Sie belegen, dass Sie mindestens das Eineinhalbfache der vorgeschriebenen Ausbildungszeit in dem Beruf, in dem Sie die Prüfung ablegen wollen, tätig gewesen sind. Wichtig: Sie haben währenddessen Tätigkeiten verrichtet, die üblicherweise eine Fachkraft ausübt.
  • Sie machen durch entsprechende Zeugnisse oder auf andere Weise glaubhaft, dass Sie die berufliche Handlungsfähigkeit erworben haben, die eine Zulassung zur Prüfung rechtfertigt.

Gut zu wissen: In manchen Fällen lässt sich die Zeit der Berufstätigkeit, die Sie nachweisen müssen, verkürzen. Sie können sich zum Beispiel eine Ausbildungszeit in einem anderen einschlägigen Beruf oder eine höhere schulische Allgemeinbildung (zum Beispiel die Fachoberschulreife) anrechnen lassen. Informationen erhalten Sie dazu auch Online von den jeweiligen Kammern wie der Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer.

Zur Kurssuche

Eine weitere Möglichkeit zum Berufswechsel durch einen neuen Abschluss bietet Ihnen die sogenannte Umschulung. Unter bestimmten Voraussetzungen fördert die Bundesagentur für Arbeit Ihre Umschulung.

Umschulungen können in einem Betrieb durchgeführt werden. Solche betrieblichen Umschulungen führen zum Abschluss in anerkannten Ausbildungsberufen (zum Beispiel Fachinformatiker/in - Anwendungsentwicklung oder Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement). Auch der Abschluss nach gesetzlichen Regelungen für die Berufsausbildung von Menschen mit Behinderungen ist möglich. Ausbildungsplätze für betriebliche Umschulungen finden Sie in unserer Jobsuche.

Gut zu wissen: Eine Umschulung in einem Betrieb (falls dieser das anbietet) können Sie auch in Teilzeit machen – zum Beispiel, wenn Sie Kinder haben oder Angehörige pflegen.

In vielen Bereichen der Wirtschaft haben Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger gute Chancen. Arbeitgeber können zum Beispiel innerbetriebliche Weiterbildungsprogramme durchführen, mit denen Sie auf Ihr neues Einsatzgebiet vorbereitet werden. In der Jobsuche finden sich solche Stellen oft mit dem Suchbegriff Quereinsteiger.

Zur Jobsuche

Eine Umschulung ist nicht nur in einem Betrieb möglich. Auch berufliche Schulen oder privatwirtschaftliche Bildungseinrichtungen können in entsprechenden Bildungsgängen auf den Berufswechsel vorbereiten. Letztere eignen sich aufgrund der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf besonders für (Allein-)Erziehende und Menschen mit Pflegepersonen. Unter bestimmten Voraussetzungen können diese Umschulungen von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter gefördert werden.

In diesen Bildungsgängen können Sie sich auf einen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf vorbereiten. Sie können sich aber auch auf die Prüfung in Berufen vorbereiten, die üblicherweise nur in beruflichen Schulen erlernt werden.

Tipp: In vielen Regionen werden langfristig Erzieherinnen und Erzieher sowie Fachkräfte in der Altenpflege gesucht. Interessierte Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger finden weitere Informationen unter Chance Quereinstieg sowie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Altenpflegeausbildung.

Für die Umschulung von Menschen mit Behinderungen gibt es Bildungseinrichtungen wie die Berufsförderungswerke. Diese Einrichtungen verfügen über entsprechend ausgestattete Werkstätten und Arbeitsplätze und bieten spezielle Maßnahmen an, die auf die Umschulung vorbereiten. Rehabilitandinnen und Rehabilitanden werden während ihrer Weiterbildung sozialpädagogisch und fachlich betreut.

Umschulungen, die bei einem Bildungsträger durchgeführt werden, finden Sie in der Kurssuche.

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Zu den anderen Schritten: