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Worauf Sie bei der Auswahl eines Angebotes achten sollten

Wenn das Ziel Ihrer Aufstiegsweiterbildung fest steht und Sie den passenden Bildungsweg ausgewählt haben, geht es an die Umsetzung. Da eine aufstiegsorientierte Weiterbildung meist mehrere Monate oder gar Jahre in Anspruch nimmt, müssen die Rahmenbedingungen stimmen.

Für die Suche nach einem aufstiegsorientierten Weiterbildungsangebot nutzen Sie die Kurssuche. Sie haben dort verschiedene Suchmöglichkeiten:

  • In der Schnellsuche Beruflich weiterbilden kombinieren Sie Ihren Suchbegriff und/oder den Ort zum Beispiel mit dem Aufstiegsweg "Meister oder Meisterin", "Techniker oder Technikerin", "Betriebswirt oder Betriebswirtin", "Fachwirt oder Fachwirtin", "Fachkaufleute" oder "Sonstige Aufstiegsfortbildungen".
  • Für die Suche nach Studiengängen können Sie wählen zwischen der Schnellsuche nach Grundständigen Studiengängen beziehungsweise nach Weiterführenden Studiengängen.

Aufstiegsorientierte Angebote zur Weiterbildung finden Sie auch über das InfoWeb Weiterbildung. Dort gibt es außerdem ein Verzeichnis mit weiteren Weiterbildungsdatenbanken, die Sie für die Suche nutzen können.

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Ob Sie eine rechtlich geregelte Aufstiegsweiterbildung besuchen oder sich für einen (weiterbildenden) Masterstudiengang entscheiden: Rechnen Sie damit, dass es je nach Bildungsziel von einigen Monaten bis zu zirka 5 Jahren dauern kann, bis Sie Ihren Abschluss in den Händen halten.

Vielfach ist durch rechtliche Regelungen vorgeschrieben, wie lange aufstiegsorientierte Bildungsgänge dauern. Sie können durch die Bildungsträger nicht beliebig verkürzt werden. Das Aufstiegs-BAföG als wichtigstes Förderinstrument der beruflichen Aufstiegsweiterbildung setzt eine Mindestdauer von 400 Unterrichtsstunden entsprechender Vorbereitungslehrgänge voraus.

In Ihrer persönlichen Zeitplanung spielt es eine zentrale Rolle, ob Sie Ihre Aufstiegsweiterbildung berufsbegleitend absolvieren, oder ob Sie sich für ein Angebot entscheiden, das in Vollzeitform durchgeführt wird.

  • Berufsbegleitende Varianten haben den Vorteil, dass durch die Teilzeit-Berufstätigkeit ein Teil des Lebensunterhaltes gesichert ist. Sie ermöglicht außerdem Familie, Pflege, Weiterbildung und Beruf zu vereinbaren.
  • In Vollzeit kommen Sie schneller ans Ziel.
  • Ein Vorteil von Fern- und Online-Lehrgängen ist, dass Sie sich Lernzeiten relativ frei einteilen können. und Sie die Vereinbarkeit von Familie, Pflege, Weiterbildung und Beruf frei gestalten können. Achten Sie jedoch darauf, den Lernaufwand richtig einzuschätzen.

In KURSNET können Sie die Ergebnislisten nach der Dauer und der Unterrichtsform filtern.

Tipp: Viele Firmen unterstützen aufstiegsorientierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur finanziell, sondern zum Beispiel durch eine Freistellung.

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Die Kosten für Ihre Aufstiegsweiterbildung hängen von vielen Faktoren ab. Die Spannbreite möglicher Aufwendungen reicht von der kostenlosen Ausbildung an einer staatlichen Technikerfachschule bis mehreren tausend Euro, die für einen weiterbildenden Studiengang entstehen können.

Informieren Sie sich über alle entstehenden Kosten, bevor Sie einen Vertrag unterzeichnen. Kalkulieren Sie auch Kosten ein, die entstehen, wenn Sie Prüfungen wiederholen müssen. Vielleicht haben Sie  auch Anfahrts-, Übernachtungs-, Pflege- oder Kinderbetreuungskosten, oder Sie benötigen eine bestimmte Computerausstattung, um eine E-Learning-Einheit durchführen zu können. Die Checkliste Qualität beruflicher Weiterbildung des Bundesinstituts für Berufsbildung hilft dabei, die entstehenden Kosten zusammenzutragen.

Ob Sie in Vollzeit oder berufsbegleitend lernen – auch Ihr Lebensunterhalt muss sichergestellt sein. Vielleicht müssen Sie Ihre Arbeitsstelle aufgeben oder Ihre Arbeitszeit reduzieren. Dann haben Sie in dieser Zeit ein entsprechend niedrigeres Einkommen.

Gut zu wissen: Die Art der sozialen Absicherung während Ihrer Aufstiegsweiterbildung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Lassen Sie sich dazu beraten, zum Beispiel von der Weiterbildungsberatung der Industrie- und Handelskammern oder der Handwerkskammern.

Mit Ihrer Entscheidung für eine aufstiegsorientierte Weiterbildung investieren Sie in Ihre berufliche Zukunft. Um möglichst vielen Erwerbstätigen eine solche Investition zu ermöglichen, unterstützen der Bund, die Länder, Kommunen oder Stiftungen die Aufstiegsweiterbildung mit verschiedenen Förderprogrammen.

Finanzielle Unterstützung im Bereich der beruflichen Aufstiegsweiterbildung bieten vor allem

  • das Aufstiegs-BAföG
  • das Aufstiegsstipendium
  • das Weiterbildungsstipendium

Informationen zu diesen und weiteren Förderprogrammen der beruflichen Weiterbildung lesen Sie auf der Seite Fördermöglichkeiten in der beruflichen Weiterbildung.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Studienförderung über das BAföG genutzt werden. Zum Beispiel für ein Studium ohne Abitur oder auch für ein Masterstudium, wenn es vor dem 35. Geburtstag aufgenommen wird.

Viele Unternehmen wissen die individuelle Weiterbildung Ihrer Beschäftigten zu schätzen und beteiligen sich an der Finanzierung. Das kann zum Beispiel in Form einer Kostenübernahme oder -beteiligung erfolgen, aber auch durch Gewährung von Sonderurlaub oder anderen Gratifikationen. Fragen Sie bei Ihrem Arbeitgeber nach, inwieweit er sie unterstützt. Beim Finanzamt können Sie übrigens berufliche Kosten für Weiterbildungen bei der Steuererklärung angeben.

Tipp: Häufig werden dabei Rückzahlungsklauseln vereinbart - zum Beispiel für den Fall, dass Sie kurz nach Abschluss Ihrer Weiterbildung den Arbeitgeber wechseln. Lassen Sie sich gegebenenfalls zu diesen und weiteren Finanzierungsfragen fachkundig und neutral beraten.

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Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um sich über die Qualität der Bildungsanbieter und ihrer Bildungsangebote zu informieren.

Falls Sie sich für eine geregelte berufliche Aufstiegsweiterbildung entscheiden, sind bestimmte Qualitätsmerkmale, wie etwa die Inhalte von Prüfungen, durch rechtliche Vorgaben festgelegt und damit transparent. Für die Qualitätssicherung bei Fernlehrgängen spielt das Fernunterrichtsgesetz eine wichtige Rolle. Diese Lehrgänge benötigen eine staatliche Zulassung, bei der unter anderem auch Vertrags- und Kündigungsbestimmungen überprüft werden.

Wenn Sie eine akademische Weiterbildung besuchen, achten Sie auf die sogenannte "Akkreditierung" des Studienganges. Bei diesem Verfahren überprüfen spezielle Agenturen, ob Studiengänge den erforderlichen Qualitätskriterien entsprechen. Falls Sie sich für den gehobenen und höheren Dienst bewerben möchten, müssen Sie einen akkreditierten Studiengang erfolgreich abgeschlossen haben.

Ein wichtiges Kriterium dabei: Weiterbildende Masterstudiengänge sollen die beruflichen Erfahrungen der Studierenden berücksichtigen und an diese anknüpfen. Bei der Konzeption eines weiterbildenden Masterstudiengangs muss die Hochschule den Zusammenhang von beruflicher Qualifikation und Studienangebot darlegen.

Auch Rankings wie das internationale U-Multirank oder spezielle MBA-Rankings können bei der Auswahl des passenden Studienangebotes hilfreich sein.

Tipp: Das Bundesinstitut für Berufsbildung veröffentlicht eine Checkliste Qualität beruflicher Weiterbildung. Diese können Sie nutzen, um sich anschließend weitere Informationen bei neutralen Beratungsstellen oder bei Bildungsanbietern einzuholen.

Zur Checkliste "Qualität beruflicher Weiterbildung"

Während Ihrer Aufstiegsweiterbildung könnten Probleme auftreten – sei es, dass Sie krank werden oder aus anderen Gründen abbrechen beziehungsweise wechseln möchten. Um für solche Fälle – soweit dies möglich ist – vorzusorgen, sollten Sie sich mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Veranstalters auseinandersetzen und sich insbesondere mit den Kündigungs- und Rücktrittsrechten sowie den Zahlungsmodalitäten befassen. 

Bevor Sie sich jedoch für einen Abbruch oder Kündigung entscheiden, sollten Sie vorab mit Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern beim Bildungsträger oder bei der Hochschule sprechen. Spezielle Anlaufstellen mit Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern zeigen Wege auf, falls beispielsweise eine Schwangerschaft während des Weiterbildungsstudiums erfolgt.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat eine Checkliste Qualität beruflicher Weiterbildung zusammengestellt. Dort finden Sie auch Tipps zu den Angaben, die der Weiterbildungsvertrag enthalten sollte, den Sie mit dem Bildungsanbieter abschließen.

Gut zu wissen: Für Weiterbildungen, die mit dem Aufstiegs-BAföG gefördert werden, gibt es Regelungen für Fehlzeiten. Liegen diese über 30 Prozent der Unterrichtsstunden, müssen Förderbeträge möglicherweise zurückgezahlt werden.

Da Sie bei beruflichen wie auch bei akademischen Aufstiegsweiterbildungen in der Regel Prüfungen ablegen müssen, besteht immer auch die Gefahr, dass diese nicht bestanden werden. Die Prüfungsordnungen der jeweiligen Bildungsgänge enthalten Angaben dazu, wie oft Prüfungen gegebenenfalls wiederholt werden und aus persönlichen Gründen zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen können. Sie finden diese im BERUFENET beim jeweiligen Beruf unter "Rechtliche Regelungen".

Tipp: Die Prüfungsämter der Hochschulen beziehungsweise die Weiterbildungsberatung der Kammern können Ihnen Auskunft zu Prüfungswiederholungen in bestimmten Bildungsgängen geben. Nutzen Sie möglichst frühzeitig Beratungsangebote, wenn es während der Weiterbildung zu Problemen kommt.