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Definieren Sie das Ziel Ihres beruflichen Aufstiegs

Machen Sie sich zuerst Gedanken über das Ziel Ihrer beruflichen Weiterentwicklung. Davon hängt schließlich ab, welcher Weg zum beruflichen Aufstieg für Sie der beste ist.

Bei Fragen zum beruflichen Aufstieg können Sie folgende Beratungsangebote nutzen:

Infotelefon „Weiterbildungsberatung“

Dieses telefonische Beratungsangebot des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt Sie dabei, eine passende Weiterbildung zu finden. Über Videotelefonie wird der Service des Infotelefons auch in deutscher Gebärdensprache angeboten. Sie erreichen das Infotelefon unter der Nummer 0800 2017909.

Spezielle Ansprechpartner:
  • die Hochschulteams, die es an größeren Hochschulstandorten gibt: Sie beraten Studierende, Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen sowie arbeitslose Akademikerinnen und Akademiker
  • die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA)
  • die Managementvermittlung: Sie unterstützt Sie bei der Suche und Vermittlung in Führungspositionen
  • die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV): Sie berät Sie zu Möglichkeiten einer (aufstiegsorientierten) Weiterbildung im Ausland
Weitere Beratungsangebote
Agenturen für Arbeit und Jobcenter

Fragen zum möglichen beruflichen Aufstieg können Sie auch mit der Arbeitsvermittlung klären. Diese gibt es in jeder Agentur für Arbeit und im Jobcenter. In den Berufsinformationszentren (BiZ) können Sie sich ohne vorherige Anmeldung und Termin selbst informieren. Hier gibt es Internet-Arbeitsplätze, Onlinemedien, Informationsmappen zu Berufsfeldern und vieles mehr.

Kontakt aufnehmen

Machen Sie sich gründlich Gedanken über das Ziel Ihrer beruflichen Weiterentwicklung. Davon hängt letztlich ab, welcher Weg zum beruflichen Aufstieg für Sie am besten passt.

Ziele einer aufstiegsorientierten Weiterbildung könnten zum Beispiel sein:

  • Sie möchten sich für eine bestimmte Position in der eigenen Firma fachlich qualifizieren
  • Sie streben mehr Verantwortung an und könnten sich vorstellen, künftig auch Führungsaufgaben zu übernehmen
  • Sie wollen sich durch eine höhere Qualifikation vor einer möglicherweise drohenden Arbeitslosigkeit schützen
  • Sie wollen sich in Ihrem erlernten Beruf selbstständig machen und benötigen dafür einen vorgeschriebenen Abschluss
  • Sie wollen sich vielleicht ein "zweites Standbein" schaffen, um einen Berufswechsel vorzubereiten oder um berufliche Wünsche zu realisieren, die im aktuellen Job zu kurz kommen.

Beruflicher Aufstieg bringt sehr oft eine Führungsverantwortung mit sich. Neben den fachlichen Kompetenzen müssen Sie als Führungskraft – abhängig von der jeweiligen Position – viele weitere Kompetenzen mitbringen. Erwartet werden häufig zum Beispiel ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, Leistungsbereitschaft und Belastbarkeit. Aber auch Durchsetzungsvermögen, Kommunikationsfähigkeit, Empathie, das Akzeptieren von Unterschieden, die Stärkung der Eigenverantwortung sowie weitere Anforderungen könnten in Ihrer künftigen Stellenbeschreibung stehen.

Der berufliche Aufstieg ist nicht zwangsläufig mit der Übernahme von Führungsverantwortung verbunden. Wer keine Laufbahn mit Vorgesetztenfunktion einschlagen möchte, hat in vielen Unternehmen die Möglichkeit zu einer sogenannten Fach- oder Projektkarriere.  In entsprechenden Positionen mit höherer Verantwortung wird neben Ihrem fachlichen Know-how zum Beispiel Lernbereitschaft, Entscheidungsfähigkeit, Leistungs- und Einsatzbereitschaft erwartet oder die Fähigkeit zum Planen und Organisieren.

Tipp: Mit dem BERUFECHECK können Sie feststellen, wie gut Sie bereits auf die Anforderungen in einem möglichen Aufstiegsberuf vorbereitet sind. Sie schätzen dort Ihr Arbeits- und Sozialverhalten sowie Ihre Fähigkeiten und Interessen ein. Auf Basis dieser Angaben wird berechnet, wie Ihre Kompetenzen zum angestrebten Aufstiegsberuf passen.

Zum BERUFECHECK

Die Erwerbslosenquoten der vergangenen Jahre zeigen deutlich: Mit einer Hochschulausbildung oder einer beruflichen Aufstiegsweiterbildung (zum Beispiel als Meister/in, Techniker/in, Fachwirt/in) sind Sie besser vor Arbeitslosigkeit geschützt als geringer Qualifizierte. In vielen Berufen, die mit einer Aufstiegsweiterbildung ausgeübt werden, gibt es derzeit einen Fachkräftemangel.

Doch nicht nur die Situation auf dem Arbeitsmarkt sollte für Ihre Weiterbildung entscheidend sein. Beobachten Sie außerdem, wohin sich Ihre Branche entwickelt. Welche technischen Neuerungen gibt es? Wie verändert sich der Markt und was bedeutet das für Ihren Beruf? Informieren Sie sich und passen Sie Ihre Weiterbildung den sich wandelnden Anforderungen an.

Trends und gute Perspektiven sind jedoch nicht alles. Die Weiterbildung muss zu Ihrem Leben passen. Mit höherer Qualifikation ist in der Regel eine höhere Mobilität erforderlich, um einen passenden Arbeitsplatz zu finden. Auch lässt nicht jede Tätigkeit flexible Arbeitszeiten zu, um die eigenen Wünsche nach mehr Freizeit, Erziehung von Kindern oder der Pflege von Angehörigen zu realisieren.

Trends in Ihrer Branche finden

Die Digitalisierung sorgt für einen Strukturwandel in der Arbeitswelt. Bestimmte Tätigkeiten, die heute mit Unterstützung eines Computers ausgeführt werden, könnten künftig ganz automatisiert werden. Das wird in vielen Berufen dazu führen, dass sich Tätigkeiten verändern – manche werden wegfallen oder nur noch mit einer besseren Qualifikation zu bewältigen sein. Mit der Digitalisierung eröffnen sich auch neue Chancen – es entstehen neue Berufe und Tätigkeiten, in vielen Branchen experimentieren Startups mit neuen Geschäftsideen, aus denen vielleicht neue Berufsbilder entstehen.

Gut zu wissen: Mit dem Job Futuromat können Sie herausfinden, wie sich die Digitalisierung auf die Tätigkeiten in Ihrem Beruf auswirken kann. Für die wichtigsten Tätigkeiten erhalten Sie eine Rückmeldung, wie weit diese von Maschinen übernommen werden könnten.

Berufliche Weiterbildung und lebenslanges Lernen werden einen großen Einfluss darauf haben, wie Ihre beruflichen Chancen in einer veränderten Arbeitswelt sind. Der Wandel wird künftig ein stetiger Begleiter bleiben.

Zum Job Futuromat

Für viele ist auch die finanzielle Verbesserung ein Grund, eine aufstiegsorientierte Weiterbildung zu besuchen. Da entsprechende Bildungsangebote erhebliche Kosten verursachen können, ist das mögliche höhere Einkommen mit dem neu erworbenen Abschluss bei der Entscheidungsfindung wichtig

Eine Befragung von Absolventinnen und Absolventen beruflicher Aufstiegsweiterbildungen durch den Deutschen Industrie- und Handelskammertag hat ergeben, dass viele von ihnen von finanziellen Vorteilen profitiert haben.

Wie der finanzielle Vorteil einer beruflichen Aufstiegsweiterbildung im Vergleich zu akademischen Bildungsgängen aussieht, hat 2016 eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft ermittelt. Das Ergebnis: Absolventinnen und Absolventen beruflicher Fortbildungen verdienten kaum weniger als Bachelorabsolventinnen und -absolventen, jedoch gebe es größere Gehaltsunterschiede zu Masterabsolventinnen und Masterabsolventen.

Tipp: Mit dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit können Sie die mittleren Arbeitsentgelte  in den einzelnen Berufsgruppen herausfinden. Geben Sie beispielsweise den Beruf ein, den Sie mit Ihrer aufstiegsorientierten Weiterbildung anstreben. Sie erhalten dann entsprechende Informationen für die Berufsgruppe, der Ihr Wunschberuf zugeordnet ist.

Zum Entgeltatlas

Viele Weiterbildungsangebote setzen auf ein Zusammenspiel von Online-Lerneinheiten und Lernen im Seminarraum. Zu vielen Themen gibt es eigene Lern-Apps. Wer berufstätig ist oder Familien- und Pflegepflichten erfüllen muss, kann eine längere Weiterbildung oft nur dann absolvieren, wenn Teile des Bildungsangebotes flexibel zu Hause erledigt werden können. Bevor Sie sich für ein konkretes Lernangebot entscheiden, sollten Sie herausfinden, welche Lernformen dabei eingesetzt werden und wie Ihnen diese entgegenkommen.

Mögliche Fragen, die Sie sich stellen sollten, sind zum Beispiel:

  • Lerne ich lieber alleine oder in der Gruppe?
  • Erarbeite ich mir den Lernstoff gern im Selbststudium oder lieber persönlich mit einer Dozentin beziehungsweise einem Dozenten?
  • Fällt mir das Lernen leichter, wenn ich den Lernstoff lese, höre oder aufschreibe?
  • Habe ich abends und am Wochenende Zeit, um mich noch mit dem Lernstoff zu beschäftigen?
  • Habe ich jemand, der sich um meine Kinder und pflegebedürftigen Angehörigen kümmert?
  • Habe ich die technische Ausstattung und einen Platz in der Wohnung, an dem ich ungestört lernen kann?
  • Wer kann meine pflegebedürftigen Angehörigen und/oder Kinder in dieser Zeit betreuen?
  • Wie wichtig ist mir der regelmäßige persönliche Kontakt zu anderen Lernenden?
  • Wie sollte der Kontakt zu anderen Lernenden oder Lehrenden gestaltet sein (zum Beispiel persönlich oder digital)?

Tipp: Der Lernaufwand, den Sie bei einer Weiterbildung im Fern- und Online-Unterricht haben, muss realistisch sein. Erkundigen Sie sich bei den jeweiligen Bildungsanbietern nach dem tatsächlichen Lernaufwand. Anbieter finden Sie in unserer Datenbank für Aus- und Weiterbildung.