Zusätzliche Betriebsnummer

In bestimmten Fällen benötigen Sie eine zusätzliche Betriebsnummer. Informieren Sie sich, wann das der Fall ist.

Nein. Die Betriebsnummer hat eine Primärschlüsselfunktion. Das bedeutet: Sie ist das eindeutige Identifikationsmerkmal für den Beschäftigungsbetrieb. Die Vergabe der Betriebsnummer erfolgt stets bezogen auf den Beschäftigungsbetrieb, nicht auf einzelne Personen, Personengruppen oder deren Abrechnung. Weitere Betriebsnummern zur Unterscheidung von Personengruppen sind nicht notwendig.

Gegebenenfalls kann durch eine gesonderte Absendernummer nach §18n Viertes Buch Sozialgesetzbuch (SGB IV) der gewünschte Differenzierungseffekt erzielt werden.

Umgangssprachlich werden mit den Begriffen „Praktikantin" und „Praktikant" unterschiedliche Personengruppen bezeichnet:

Schülerinnen und Schüler sowie Studierende gelten als Praktikantinnen und Praktikanten. Sind sie im Beschäftigungsbetrieb tätig, muss der Betrieb die sozialversicherungsrechtlichen Aspekte mit einer Krankenkasse klären. Liegt ein Meldetatbestand vor, muss er seine Betriebsnummer verwenden.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einer Fördermaßnahme der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters sind keine Praktikantinnen und Praktikanten. Für sie muss keine Meldung zur Sozialversicherung abgegeben werden.

Nein. Eine Geschäftsführerin oder ein Geschäftsführer kann mit derselben Betriebsnummer abgerechnet werden, mit der auch die Beschäftigten abgerechnet und gemeldet werden. Zur Trennung unterschiedlicher Personengruppen in der Gehaltsabrechnung wird keine (weitere) Betriebsnummer erteilt.

Gegebenenfalls können Sie durch eine gesonderte Absendernummer nach §18n Viertes Buch Sozialgesetzbuch (SGB IV) den gewünschten Differenzierungseffekt erzielen.

Die vorhandene Betriebsnummer von der Minijobzentrale kann zur Meldung aller Arbeitskräfte des privaten Haushaltes verwendet werden. Das gilt auch dann, wenn der Verdienst der bisherigen Haushaltshilfe mittlerweile mehr als 450 Euro beträgt.

Auch der Betriebsnummern-Service kann Betriebsnummern für private Haushalte vergeben, wenn der Verdienst bei mehr als 450 Euro liegt. Diese Nummer kann sowohl für die Meldung von Haushaltshilfen über 450 Euro als auch für Haushaltshilfen unter 450 Euro im Rahmen des Haushaltsscheckverfahrens verwendet werden.

Für die Einstellung eines Mitarbeiters für gewerbliche Zwecke (also nicht für eine Tätigkeit im Privathaushalt) vergibt der Betriebsnummern-Service hingegen eine weitere Betriebsnummer.

Nein. Die frühere Unterscheidung der Rechtskreise mithilfe zweier Betriebsnummern ist entfallen.

Sie müssen stattdessen in der Meldung der einzelnen Beschäftigten angeben, welchem Rechtskreis sie angehören.