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Mit Schulabschluss zur Ausbildung

Pascal ist rundum zufrieden: Gerade hat er den Realschulabschluss nachgeholt. Damit war sein Ausbildungsplatz bei einem Baustoffhandel gesichert. Als angehender Kaufmann im Groß- und Außenhandel kann der kommunikative 20-Jährige seine Talente gut einsetzen.

An Pascals Arbeitsplatz an der Baustofftheke ist viel los. Ständig klingelt das Telefon. Der Kunde am Apparat möchte eine größere Menge Zement bestellen. Pascal nimmt die Anfrage freundlich entgegen. Kurz darauf macht er sich daran, Lieferscheine zu prüfen. „Für unsere neu eingetroffenen Marmorfliesen“, erklärt er.

Pascal schätzt die Vielseitigkeit des Berufs. „Die Mischung aus Büroarbeit und Kundenkontakt ist genau das, was ich wollte“, erzählt er begeistert. Seine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel macht er in einem Baustoffhandel.

Das Abschlusszeugnis in der Hand zu halten, war großartig!

Er ist im ersten Ausbildungsjahr und lernt gerade viel über Baumaterialien.

„Jetzt packe ich es an“

Oft lohnt es sich, noch einmal die Schulbank zu drücken

Ohne den mittleren Bildungsabschluss hätte Pascal seinen Ausbildungsplatz nicht bekommen. Nach der Regelschulzeit an einer freien höheren Schule hatte er zunächst keinen staatlich anerkannten Abschluss. „Dann habe ich mir aber gesagt: Jetzt packe ich es an, ich brauche die staatliche Anerkennung!“ Deshalb hat er sich bei einem privaten Unterrichtsinstitut in München angemeldet. Um die Schulgebühren bezahlen zu können, hat Pascal nebenbei als Kellner gearbeitet. Zusätzlich haben ihn seine Eltern finanziell unterstützt. „In dieser Zeit bin ich erwachsener geworden. Ich habe gelernt, mehr auf eigenen Beinen in der Welt zu stehen“, sagt er über sich. Nach einem Jahr hatte er den Realschulabschluss in der Tasche – und war erleichtert: „Das Abschlusszeugnis in der Hand zu halten, war großartig!“

Auf sein Berufsziel ist Pascal über ein Praktikum in der Baubranche gekommen. Im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit hat er sich über kaufmännische Berufe informiert. Über planet-beruf.de und mit den Filmen von BERUFE.TV hat er eine Vorstellung davon bekommen, welche Tätigkeiten zu ihm passen.

Eine gute Entscheidung

Im Rückblick sieht Pascal die Vor- und Nachteile seines Werdegangs so: „Natürlich, je früher man mit der Ausbildung anfängt, desto eher verdient man etwas und ist eigenständig. Andererseits hatte ich durch meinen Umweg Zeit, mich selber zu finden und reifer zu werden.“ Was er anderen Jugendlichen mit auf den Weg gibt? „Lasst euch nicht entmutigen, nur weil andere den Abschluss schon früher gemacht haben.“

Später möchte sich Pascal bei seiner Firma auf den Außenhandel, vielleicht auch auf den Außendienst spezialisieren. Eine Weiterbildung im betriebswirtschaftlichen Bereich kann er sich ebenfalls vorstellen. Sein Fazit: „Mit meinem Ausbildungsvertrag fühle ich mich abgesichert für die Zukunft. Das ist ein tolles Gefühl.“