Den Exosuit entwickeln

Mirco Martens (28) entwickelt Roboter, die Menschen bei ihren Bewegungen unterstützen könnten. Mit dem Robotik-Thema ist er im Zuge seiner Masterarbeit in Berührung gekommen.

Der Forscher arbeitet im Biorobotik-Labor der Technischen Universität Berlin (TU). Zusammen mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entwickelt er einen sogenannten Exosuit.

Dieser Roboteranzug mit weichen Strukturen soll die Bewegungen von Menschen unterstützen. Er soll Belastungen wie etwa beim Heben reduzieren. Aussehen soll der Exosuit idealerweise wie eine schlichte Arbeitsjacke.

Ein Master, um in die Forschung zu gehen

Mirco Martens kam über sein Bachelorstudium der Physikalischen Ingenieurwissenschaften zur Robotik. Schon früh war ein Masterstudium für ihn eine Option. Er versprach sich davon allgemein bessere Berufschancen. Zudem konnte er sich vorstellen, an der Uni zu bleiben. „Ich kannte den Hochschulbetrieb. Im Studium habe ich lange als studentische Hilfskraft gearbeitet“, erklärt er.

Also folgte auf den Bachelor-Abschluss ein Masterstudium. Hier hat sich Mirco Martens auf Mechatronik spezialisiert. „Für meine Masterarbeit bin ich im Biorobotik-Labor gelandet“, erzählt er. Und er hatte Glück. Sein Chef konnte ihm anschließend eine Projektstelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter anbieten.

Parallel dazu begann er mit seiner Doktorarbeit über Exoskelette. „So habe ich mir das vorgestellt“, freut er sich. „Mit meinem Wissen aus dem Studium arbeite ich nun an einem Zukunftsthema.“

Theoretische Simulationen am Computer

Derzeit steckt Mirco Martens noch in der theoretischen Phase des anwendungsorientierten Forschungsprojekts. Er recherchiert Informationen in Büchern, wissenschaftlichen Veröffentlichungen sowie im Internet. Zudem beschäftigt er sich mit verschiedenen Softwarestrategien.

Mirco Martens kam über ein Studium der Physikalischen Ingenieurwissenschaften an der TU Berlin zur Robotik.

„So habe ich mir das vorgestellt:
Mit meinem Wissen aus dem Studium arbeite ich nun an einem Zukunftsthema.“

„Die meiste Arbeitszeit verbringe ich damit, die Funktionalität meiner Ideen zu testen. Das geschieht im Computer mittels Simulationen und mathematischen Modellen“, schildert er.

Praktische Arbeit im Team

Seine Software speist Mirco Martens in den noch „leblosen“ Roboter ein. Anschließend bewertet er die am PC entwickelten Algorithmen in der Praxis. „Theoretische Modelle sind immer nur Annäherungen an die Realität. Deswegen können auch Fehler auftreten“, weiß er.

Es folgen Tests und Nachbesserungen, bis das Ergebnis zufriedenstellend ist.

Hinzu kommen Phasen, in denen Mirco Martens an der praktischen Umsetzung arbeitet. Das geschieht im Team. Dazu gehören andere Fachleute aus der Wissenschaft, technische Mitarbeitende und Studierende.

Familienfreundlicher Arbeitgeber

Und wie geht es später weiter? „Ich kann mir gut vorstellen, an der Hochschule zu bleiben. Aber auch die Forschungsabteilung in einem Unternehmen wäre interessant“, fasst er zusammen.

Ein Punkt spricht aktuell besonders für die Uni. „Meine Arbeitszeit ist hier sehr flexibel. Ich kann auch mal von zuhause arbeiten. Das ist für mich als junger Vater wichtig.“

Das bringt weiter bei der Entscheidung für ein Studium: