Freiwilligendienst im Ausland

Maja verbrachte mit 18 ein ganzes Jahr am anderen Ende der Welt – in Argentinien. Nach ihrem Abitur leistete sie dort einen Freiwilligendienst. Dabei hat sie eine andere Kultur kennengelernt und neue Seiten an sich entdeckt.

Direkt nach dem Abitur zu studieren, war nichts für Maja. „Ich wollte nach der Schule etwas ganz Besonderes machen“, erklärt sie. Eine Bekannte war für einen Freiwilligendienst in Argentinien gewesen und hatte von dem Land und ihrer Arbeit mit Kindern dort geschwärmt. „Sie hat mich richtig dafür begeistert!“, erzählt Maja. Danach recherchierte sie im Internet über Freiwilligendienste im Ausland.

Maja
Beim Freiwilligendienst im Ausland hat Maja viel über sich gelernt.

Gut vorbereitet zum Bewerbungsgespräch

Auf Empfehlung ihrer Bekannten schrieb Maja an „Mission EineWelt“. Das kirchliche Zentrum hat Partnerkirchen auf der ganzen Welt und engagiert sich in der Entwicklungsförderung. Maja bewarb sich dort für den Internationalen Evangelischen Freiwilligendienst (IEF), mit Wunschziel Argentinien. Im Zuge der Bewerbung gab es eine Auswahlveranstaltung. Dort prüfte das Organisationsteam, welche Einstellung die Bewerberinnen und Bewerber hatten, wie sie mit Menschen umgingen und zu welcher Einsatzstelle sie am besten passten. Maja überzeugte, weil sie sich zuvor schon über die Aufgaben im Freiwilligendienst informiert hatte und bei den Gruppenarbeiten gut mitmachte. So bot ihr „Mission EineWelt“ an, als Kinderbetreuerin in der argentinischen Stadt Gualeguaychú nahe an der Grenze zu Uruguay zu arbeiten. „Da musste ich nicht lange überlegen“, erzählt Maja. Sie sagte zu.

Maja mit ihrer Mutter
Majas Mutter hat ihr dabei geholfen, die Reise vorzubereiten und zu finanzieren.

Sorgfältige Planung für die Reise

Um sich vorzubereiten, sprach sie mit Leuten, die in Gualeguaychú schon einen Freiwilligendienst gemacht hatten. „Die konnte ich alles fragen, was ich wissen wollte“, berichtet sie. So bekam sie zum Beispiel Tipps, was sie mitnehmen sollte. „Wenn man für ein ganzes Jahr packt, ist das gar nicht so einfach“, berichtet Maja. „Mission EineWelt“ half ihr dabei, einen kleinen Unterstützerkreis aus Familie, Freunden und Bekannten aufzubauen. Der steuerte Geld bei, genauso wie „Mission EineWelt“ selbst. So konnte Maja Flug und Unterkunft bezahlen.

Maja beim Kofferpacken
Als Maja ihre Reise vorbereitete, galt es an vieles zu denken.

Sprache und Aufgaben gemeistert

Maja nahm in Argentinien an einem zweiwöchigen Spanischkurs teil. Außerdem sprach sie viel mit den Menschen vor Ort. Anfangs war das schwierig, doch schon bald konnte sie sich gut verständigen. Das war auch wichtig für ihren Einsatz. Maja unterstützte in Argentinien Erzieherinnen im Kindergarten bei ihrer Arbeit. Sie spielte und sang mit den Kindern und half dabei, die Kleineren zu wickeln. „Das hat mir total viel Spaß gemacht!“, erzählt sie strahlend.

Mit den Erzieherinnen zusammenzuarbeiten gefiel ihr ebenfalls gut. Sie unterstützten Maja, etwa wenn sie unsicher war, wie sie mit schwierigeren Kindern umgehen sollte. „Der Teamgeist war super!“, sagt sie. Auch in begleitenden Seminaren des IEF konnte sie die Herausforderungen ansprechen. Mit einer anderen Freiwilligen aus ihrer Einsatzstelle, verstand sie sich besonders gut. „Mit ihr konnte ich über alles reden“, erzählt Maja. Die beiden teilten sich während ihres Aufenthalts eine kleine, vom IEF vermittelte Wohnung und haben auch heute noch Kontakt.

Maja mit Argentinienflagge
Die Sonne prangt nicht nur auf Argentiniens Landesflagge. Sie begleitete auch Maja und die Kinder beim Spielen.

Sich selbst und das Ausland kennengelernt

„Im Freiwilligendienst bin ich selbstständiger und offener anderen gegenüber geworden. Außerdem weiß ich jetzt, dass ich gerne einen Beruf lernen möchte, bei dem ich mit Menschen arbeite.“

Maja hat im Freiwilligendienst viele neue Erfahrungen gemacht: „Ich habe tolle Menschen getroffen, eine neue Sprache gelernt und erlebt, wie die Menschen dort leben“. Da sie in Argentinien auf sich selbst gestellt war, hat sie neue Seiten an sich entdeckt und sich selbst besser kennengelernt. Sie ist offener und selbstständiger geworden. Die Arbeit im Kindergarten hat ihr viel Freude gemacht. Sie weiß jetzt, dass sie auf jeden Fall einen Beruf erlernen will, bei dem sie mit Menschen arbeitet.