Ausbildungsprämie und Ausbildungsprämie plus

Die Corona-Krise stellt viele Ausbildungsbetriebe vor große finanzielle Herausforderungen. Das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ unterstützt sie mit der Ausbildungsprämie (plus): Sie fördert Unternehmen, die ihr Ausbildungsniveau 2020 halten oder sogar erhöhen.

Die Ausbildungsprämie fördert kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die in erheblichem Umfang von der Corona-Krise betroffen sind und dennoch gleich viele Ausbildungsverträge für das Ausbildungsjahr 2020 abschließen, wie im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019. Die Prämie besteht aus einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro je Ausbildungsvertrag.

Alternativ gibt es die Ausbildungsprämie plus für zusätzliche Ausbildungsverträge. In diesem Fall beträgt der Zuschuss einmalig 3.000 Euro pro zusätzlichem Ausbildungsvertrag.

Beide Zuschüsse werden nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt.

Wichtig: Es werden Ausbildungsverhältnisse gefördert, die im Zeitraum von 01.08.2020 bis 15.02.2021 beginnen.

Voraussetzungen

Um die Ausbildungsprämie oder die Ausbildungsprämie plus zu erhalten, muss der Betrieb erheblich von der Corona-Krise betroffen sein. Dafür gelten diese Kriterien:

  • Die Beschäftigten haben in der ersten Jahreshälfte 2020 mindestens einen Monat in Kurzarbeit gearbeitet oder
  • der Umsatz des Ausbildungsbetriebs ist im April und Mai 2020 im Vergleich zu April und Mai 2019 durchschnittlich um mindestens 60 Prozent eingebrochen. Wurde das Unternehmen nach April 2019 gegründet, gelten November und Dezember 2019 als Vergleichszeitraum.

Wichtig: Neben den genannten Bedingungen gelten die allgemeinen Voraussetzungen des Bundesprogramms. Diese erfahren Sie auf der Seite: Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“. Sie finden dort auch die Antworten auf häufig gestellte Fragen zur ersten Förderrichtlinie.

Ausbildungsprämie (plus) beantragen und online einreichen

Verwenden Sie folgende Formulare, wenn Sie die Ausbildungsprämie und / oder die Ausbildungsprämie plus beantragen:

Weitere Informationen zu den Unterlagen finden Sie in den Hinweisblättern. Diese finden Sie am Ende der Seite zum Download.

Prüfen Sie, bevor Sie den Upload-Service nutzen, ob alle benötigten Dokumente vollständig ausgefüllt und unterschrieben sind. Die Dokumente sowie die Anlagen müssen als Dateien verfügbar sein. Bitte nutzen Sie keine elektronische Signatur, da diese nicht konvertiert werden kann.

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Erklärung zur Probezeit online einreichen oder nachreichen

Um die Förderung zu erhalten, muss Ihr Unternehmen eine Erklärung zur Probezeit abgeben. Diese reichen Sie nach dem erfolgreichen Abschluss der Probezeit ein.

Wenn keine Probezeit vereinbart wurde, können Sie die Erklärung direkt im Anschluss an Ihren Antrag einreichen.

Nutzen Sie in beiden Fällen folgendes Formular:

Prüfen Sie, bevor Sie den Upload-Service nutzen, ob alle benötigten Dokumente vollständig ausgefüllt und unterschrieben sind. Die Dokumente sowie die Anlagen müssen als Dateien verfügbar sein. Bitte nutzen Sie keine elektronische Signatur, da diese nicht konvertiert werden kann.

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Fragen und Antworten zur Ausbildungsprämie (plus)

Ja. In diesen Fällen wird von einem Vorjahresniveau gleich Null ausgegangen. Somit können alle Auszubildenden mit einer Ausbildungsprämie plus in Höhe von 3.000 Euro gefördert werden, soweit die grundsätzlichen Fördervoraussetzungen erfüllt sind (siehe auch: Berechnungsbeispiel 8).

Bei der Berechnung des Ausbildungsniveaus der Ausbildungsjahre 2017/18, 2018/19 und 2019/20, jeweils im Zeitraum vom 01.08. bis 31.07., werden alle neu beginnenden Ausbildungsverhältnisse (erstes Ausbildungsjahr) berücksichtigt, bei denen die Probezeit erfolgreich abgeschlossen wurde.

Dazu zählen auch neu beginnende Ausbildungsverhältnisse im Rahmen der sogenannten Nachvermittlung, die zu einem späteren Zeitpunkt als dem regulären Ausbildungsbeginn starteten. In die Zählung nicht einbezogen werden eingetragene Ausbildungsverhältnisse, die vor dem Ausbildungsbeginn gelöst beziehungsweise nicht angetreten wurden.

Wie die Ausbildungsprämien beziehungsweise die Ausbildungsprämie plus ermittelt werden, können Sie anhand der Beispiele für die Berechnung der Ausbildungsprämie (plus) nachvollziehen.

Ja. Ziel der Ausbildungsprämie (plus) ist es, die Ausbildungsbetriebe zu motivieren, ihr Ausbildungsniveau zu halten beziehungsweise zu erhöhen.

Ja. Ziel der Ausbildungsprämie (plus) ist es, die Ausbildungsbetriebe zu motivieren, ihr Ausbildungsniveau zu halten beziehungsweise zu erhöhen. Angesetzt wird also auf Betriebsseite, nicht auf Seite des jungen Menschen, der zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen eine zweite Ausbildung machen muss.

Nein. Es können nur neu abgeschlossene Ausbildungsverhältnisse gefördert werden. Das bedeutet Ausbildungsverhältnisse die im ersten Ausbildungsjahr starten. 

Ausnahmen

  • Ausbildungsverhältnisse, die im ersten Ausbildungsjahr rein schulischer Natur sind und bei denen zum zweiten Ausbildungsjahr ein Ausbildungsvertrag mit dem Betrieb abgeschlossen wird. In diesen Fällen zählen die zum zweiten Ausbildungsjahr geschlossenen Verträge: Diese Ausbildung kann unter Berücksichtigung aller weiteren Fördervoraussetzungen gefördert werden.
  • Ausbildungsverhältnisse, die zwischen dem 01.08.2020 und 15.02.2021 begonnen haben, wenn die Auszubildende oder der Auszubildende im selben Zeitraum den Ausbildungsbetrieb wechselt.

Nein, eine Ausbildungsprämie beziehungsweise Ausbildungsprämie plus ist nur für Berufsausbildungen mit einem Ausbildungsbeginn ab dem 01.08.2020 möglich.

Ja. Auch bei einer Ausbildung in Teilzeit wird die volle Prämie gezahlt.

Für die Zuordnung zum neuen Ausbildungsjahr ist allein der Ausbildungsbeginn maßgeblich. In die Förderung grundsätzlich einbezogen sind Ausbildungen, die frühestens am 1. August 2020 beginnen. Auf den Zeitpunkt des Abschlusses des Ausbildungsvertrags kommt es dabei nicht an.

Es können auch Ausbildungen gefördert werden, für die der Ausbildungsvertrag bereits vor Inkrafttreten der Förderrichtlinie, also vor dem 1. August 2020, abgeschlossen worden ist.

Die Bestätigung erfolgt über die Erklärung des Ausbildungsbetriebes über Probezeiten.

Ja, die Ausbildungsverhältnisse werden bei der Ermittlung des Durchschnitts der 3 vorhergehenden Jahre berücksichtigt. Eine Förderung dieser Ausbildungsverhältnisse ist jedoch ausgeschlossen. 

Ja, für (nachträglich) neu eingestellte Auszubildende muss ein zweiter Antrag (Folgeantrag) gestellt werden.

In diesem Folgeantrag ist die Auflistung der Auszubildenden des ersten Antrages jedoch nicht erforderlich.

Ja, solche Ausbildungsverhältnisse werden bei der Ausbildungsprämie (plus) gleichgesetzt und berücksichtigt. Voraussetzung: Es wurde damals ein Ausbildungsvertrag inklusive Ausbildungsvergütung abgeschlossen.

Wichtig: Wenn der Betrieb in den letzten Jahren ausschließlich als Praktikumsbetrieb fungierte, also keine eigenen Ausbildungsverträge abgeschlossen hat, wird er als erstmalig ausbildender Betrieb gewertet.