Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit

Wenn Ihr Betrieb als Folge der Corona-Pandemie in Kurzarbeit ist, die Ausbildung aber trotz hohen Arbeitsausfalls fortgesetzt wird, können Sie für Ihre Auszubildenden und Ausbilderinnen/ Ausbilder einen Zuschuss erhalten, um Kurzarbeit zu vermeiden. Dieser wird aus dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ finanziert.

Mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ sollen die Anstrengungen von Ausbildungsbetrieben während der Corona-Pandemie honoriert werden.

Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit

Der Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bis 499 Beschäftigte. Zählt Ihr Betrieb dazu, gilt Folgendes:

Ist Ihr Betrieb in Kurzarbeit und Sie ermöglichen einem jungen Menschen trotzdem die Fortführung der Berufsausbildung, können Sie einen Zuschuss von 75 Prozent der Ausbildungsvergütung erhalten.

Die Förderung wird für jeden Monat gezahlt, in dem Ihr Betrieb einen Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent angezeigt hat. 

Ebenfalls kann ein Teil der Lohnkosten der Ausbilderinnen und Ausbilder bezuschusst werden: Die Förderung umfasst die Hälfte der Brutto-Vergütung, gedeckelt auf 4.000 Euro, zuzüglich 20 Prozent Sozialversicherungspauschale.

Gehört Ihr Betrieb einem Franchise-Unternehmen an, wird er in der Regel nicht dem Gesamtunternehmensverbund zugerechnet, sondern einzeln bewertet.

Voraussetzungen

Ihr Unternehmen hat Anspruch auf den Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Die Ausbildung wird trotz Kurzarbeit im eigenen Betrieb oder im Rahmen einer Auftrags- oder Verbundausbildung fortgesetzt.
  • Ihre Auszubildenden sind von der Kurzarbeit in Ihrem Betrieb ausgenommen. Auch deren Ausbilderinnen und Ausbilder sind nicht in Kurzarbeit.
  • Der Arbeitsausfall der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Kurzarbeitergeldbezug in Ihrem Betrieb liegt bei mindestens 50 Prozent. Wie Sie den Arbeitsausfall berechnen können, erfahren Sie in den Ausfüllhinweise zum Antrag. Diese finden Sie unter Downloads am Ende dieser Seite.

Neben den genannten Bedingungen gelten die allgemeinen Voraussetzungen des Bundesprogramms. Diese erfahren Sie auf der Seite: Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“. Sie finden dort auch die Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Bundesprogramm.

Einschränkung 

Ausbildungen werden nicht bezuschusst, wenn die Auszubildenden Ehegatten oder Verwandte ersten Grades der Betriebsinhaberin oder des -inhabers sind.

Sofern Sie bereits einen Lockdown-II-Sonderzuschuss für Kleinstunternehmen erhalten haben, ist eine zusätzliche Förderung mit dem Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit ausgeschlossen. 

Frist für den Antrag

Den Antrag auf einen Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit müssen Sie monatlich stellen. Dabei gilt: Sie stellen ihn rückwirkend. Beachten Sie außerdem: Sie müssen den Antrag innerhalb von 3 Monaten nach dem Monat stellen, für den der Antrag gilt.

Für die Monate August 2020 bis Februar 2021 können Sie den Antrag bis zum 26. Juni 2021 stellen.

Ist in der Vergangenheit ein Antrag nur deshalb abgelehnt worden, weil Sie die Fortsetzung der Berufsausbildung nicht oder nicht rechtzeitig angezeigt gilt: Sie können für dasselbe Ausbildungsverhältnis einen neuen Antrag in der oben genannten Frist (26. Juni 2021) stellen.

Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit online einreichen

Prüfen Sie, bevor Sie den Upload-Service nutzen, ob alle benötigten Dokumente vollständig ausgefüllt und unterschrieben sind. Die Ausfüllhinweise zum Antrag finden Sie unter Downloads am Ende dieser Seite. Die Dokumente sowie die Anlagen müssen als Dateien verfügbar sein. Bitte nutzen Sie keine elektronische Signatur, da diese nicht konvertiert werden kann.

Antrag auf Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit bis Februar 2021

Antrag auf Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit für März 2021

Antrag auf Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit ab April 2021

Bescheinigung der zuständigen Stelle

De-minimis-Erklärung des Antragstellers (für Anträge bis März 2021)

Kleinbeihilfen-Erklärung des Antragstellers (für Anträge ab April 2021)

Maximale Dateigröße: 9 MB
Format: JPG, JPEG, PNG, BMP, PDF, DOC, DOCX, ODT

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Fragen und Antworten zum Zuschuss zur Ausbildungsvergütung

Ja, ein Zuschuss ist möglich, wenn die Ausbildung nach einer Kurzarbeit fortgesetzt wird und die weiteren Fördervoraussetzungen erfüllt sind.

Wichtig: Für Monate in dem die Auszubildenden oder die Ausbilderinnen und Ausbilder bereits Kurzarbeitergeld erhalten haben beziehungsweise dieses beantragt wurde, ist kein Zuschuss möglich. Die Anzahl der Tage, für die Kurzarbeitergeld beantragt wurde, spielt dabei keine Rolle.

Ja. Auch bei einer Ausbildung in Teilzeit wird die volle Prämie gezahlt.

Der Antrag wird von dem Betrieb gestellt, der den Ausbildungsvertrag abgeschlossen hat. Er kann gegebenenfalls durch eine zentrale Stelle des Konzerns oder des Unternehmens vertreten werden.

Für die Berechnung der Förderung werden jedoch nur die Ausbildungsverhältnisse des jeweiligen Betriebes berücksichtigt. Das bedeutet: Vom selben Konzern können Anträge für mehrere zugehörige Betriebe gestellt werden – vorausgesetzt, der Konzern beziehungsweise das Gesamtunternehmen beschäftigt bis zu 499 Personen (bis Februar 2021: 249 Personen).