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Stellendetails zu: Projektmitarbeiter*in in Präventions- und Beratungsstelle gegen religiös begründeten Extremismus

Projektmitarbeiter*in in Präventions- und Beratungsstelle gegen religiös begründeten Extremismus

Kopfbereich

Angebotsart: Arbeit
Arbeitgeber: Türkische Gemeinde in S-H e. V.

Besondere Merkmale

  • Quereinstieg möglich

Arbeitsort

Kiel

Anstellungsart

Vollzeit

Befristung

befristet bis 31.12.2026

Beginn

ab sofort

Berufsbezeichnung

  • Sozialarbeiter/in / Sozialpädagoge/-pädagogin
  • Pädagoge/Pädagogin
  • Regionalwissenschaftler/in - Islam-Studien
  • Psychosoziale*r Berater*in / Psychosoziale Beratung
  • Psycholog*in / Psychologie
  • Berater*in von Opfern und Betroffenen von Gewalt
  • Systemische*r Berater*in / Systemische Beratung

Stellenbeschreibung

Berater*in / Projektmitarbeiter*in für PROvention, die Präventions- und Beratungsstelle gegen religiös begründeten Extremismus in S.-H.

Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e. V. sucht im Rahmen der Präventions- und Beratungsstelle gegen religiös begründeten Extremismus in Schleswig-Holstein, PROvention, eine*n Berater*in / Projektmitarbeiter*in (30-40 Stunden pro Woche). Die Stellen sind ab 01.05.2026 zu besetzen. Ein Arbeitsbeginn zu einem etwas späteren Zeitpunkt ist nach Absprache möglich.

Der aktuelle Förderzeitraum läuft bis 31.12.2026. Das Projekt besteht bereits seit 2015 und eine Weiterführung wird auch über das Jahr 2026 hinaus angestrebt.

Einblick in die Arbeit

Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Beratung von Menschen, in deren Umfeld sich eine Person vermeintlich oder tatsächlich in einem Radikalisierungsprozess befindet. Dies können Angehörige wie Eltern oder Geschwister sein oder auch Fachkräfte wie Lehrer*innen, Erzieher*innen oder Sozialarbeiter*innen. Radikalisierung bedeutet im Arbeitskontext von PROvention, dass sich zumeist junge Menschen in einer Hinwendung zum Salafismus befinden. Diese Personen, welche direkt von Radikalisierung betroffen sind, unterstützt das Team von PROvention bei ihren individuellen Ausstiegs- und Distanzierungsprozessen. Diese Arbeit findet im ganzen Bundesland statt, wird meist zu zweit durchgeführt und basiert vorwiegend auf dem Ansatz der Systemischen Beratung. Die Berater*innen von PROvention werden unterstützt durch regelmäßige kollegiale Fallberatung im Team sowie durch Einzelsupervision.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Arbeit liegt in der Sensibilisierung von Fachkräften und Jugendlichen in Schleswig-Holstein. Im abwechslungsreichen Arbeitsalltag werden zumeist im Tandem Fortbildungen für Lehrkräfte und Schulsozialarbeit, pädagogisches Personal, Freiwilligendienstleistende sowie Bedienstete von Justiz und Polizei durchgeführt. Die behandelten Themen sind u.a. Salafismus und Radikalisierung, Antimuslimischer Rassismus sowie Medien- und Interkulturelle Kompetenz. Neben den Fortbildungen bieten die gemeinsam im Team organisierten Fachtagungen und Schulentwicklungstage die Möglichkeit, sich intensiv mit tagesaktuellen und gesellschaftlich relevanten Themen wie Extremismusprävention und Demokratieförderung zu beschäftigen.

Des Weiteren ist die vielfältige Netzwerkarbeit im ganzen Bundesland ein fester Bestandteil der Arbeit. Hierzu zählt die Vernetzung mit Jugendämtern, kommunalen Verwaltungen, Stadtteilbüros, Polizei, Geflüchtetenhilfe und Migrationsberatungsstellen, um sich mit Fachkräften und anderen relevanten Sozialraumakteur*innen auszutauschen.

Das Team besteht aktuell aus 13 Personen. Die persönlichen Arbeitsschwerpunkte können je nach Ausbildung, Arbeitserfahrung und Interessensgebieten variieren, da sich das Team stark in den jeweiligen Kompetenzen ergänzt.

Aufgaben:

  • telefonische und persönliche Beratung von Angehörigen, Freund*innen und Bekannten von Personen mit erhöhtem Radikalisierungsrisiko, sowie Beratung von Sozialraumakteur*innen
  • Durchführung von Onlineberatung (nach entsprechender Einarbeitung)
  • professionelle Unterstützung von Opfern und Betroffenen religiös begründeter Anfeindungen, Bedrohungen und Gewalt; Unterstützung in psychosozialen Krisen
  • bei Bedarf Begleitung bei Behördengängen und Gerichtsterminen
  • Moderation und ggf. Konzeptionierung von Fortbildungen und Workshops für Multiplikator*innen und Jugendliche
  • im Team gemeinsame Planung und Durchführung von Fachtagungen und Schulentwicklungstagen, z. B. zu religiös begründetem Extremismus und Antimuslimischem Rassismus
  • Unterstützung in der Netzwerkarbeit mit Behörden, Ämtern und anderen zivilgesellschaftlichen Trägern (Teilnahme an Runden Tischen oder Stadtteilkonferenzen)
  • ggf. Mitarbeit an Publikationen, z. B. Flyer oder Social-Media-Beiträge
  • Dokumentation und Berichtswesen
  • Weiterentwicklung des Gesamtprojektes

Voraussetzungen:

  • abgeschlossenes Hochschulstudium (BA oder höher) im Bereich Soziale Arbeit, (Sozial-)Pädagogik, Psychologie, Islamwissenschaft, Theologie oder anderen relevanten Fachbereichen
  • ausgeprägte soziale und interkulturelle Kompetenzen
  • hohes Maß an Selbstständigkeit und Organisationsfähigkeit
  • sehr gute kommunikative Fähigkeiten auf Deutsch (C2)
  • Kenntnisse in Arabisch, Persisch, Türkisch, Russisch oder Kurdisch als Ergänzung von Vorteil
  • Bereitschaft, gelegentlich am Abend (für Beratungstermine, Fortbildungen oder Netzwerktreffen in ganz S.-H.) und in Ausnahmefällen am Wochenende zu arbeiten; Regelarbeitszeit ist werktags 8 bis 17 Uhr
  • Führerschein für Termine im ganzen Bundesland; Fahrzeug wird zur Verfügung gestellt

Wir bieten:

  • Vergütung angelehnt an den Tarifvertrag der Länder (West) TV-L 11
  • viel Arbeit im Tandem, sowohl in Beratung als auch bei Veranstaltungen (Reflexion und Rückkopplung  zur Qualitätssicherung möglich)
  • wertschätzendes Umfeld und Team
  • regelmäßige Fortbildungen für Mitarbeiter*innen, beispielsweise zu Systemischer Beratung, Traumapädagogik, Deeskalationstraining, Mediation, Antirassismusarbeit oder Antisemitismus
  • regelmäßige Teamsupervision und Einzelsupervision
  • ein motiviertes und interkulturelles Team mit verschiedenen fachlichen Hintergründen (u.a. Soziale Arbeit, Pädagogik, Islamwissenschaft, Theologie, Kommunikationswissenschaft, Psychologie sowie Migration und Diversität)
  • offene und intensive Kommunikationskultur sowie gegenseitige Unterstützung im Team
  • einen anspruchsvollen und interessanten Arbeitsplatz bei einem erfahrenen, vielseitigen, überparteilichen und überkonfessionellen Träger

Bitte senden Sie uns Ihre Bewerbung in einem zusammenhängenden PDF-Dokument (Anschreiben inkl. Motivationsschreiben, Lebenslauf sowie relevante Zeugnisse in einer Datei) per E-Mail zum nächstmöglichen Zeitpunkt an folgende E-Mail-Adresse: bewerbungen@tgsh.de

z.H. Herrn Dr. Cebel Küçükkaraca.

Wir fördern und leben die berufliche Gleichstellung, daher freuen wir uns besonders auf Bewerbungen von Frauen, Menschen mit Schwerbehinderung sowie Menschen mit Migrations-/Fluchterfahrung.

Arbeitsorte

Unternehmensdarstellung: Türkische Gemeinde in S-H e. V.

Türkische Gemeinde in S-H e. V.

HauptsitzKiel
Gründung1995

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