Stellendetails zu: Wiss. Mitarbeiter*in (m/w/d) »Virtuelle Informationsinfrastrukturen: Rechenzentren und die Planetari
Wiss. Mitarbeiter*in (m/w/d) »Virtuelle Informationsinfrastrukturen: Rechenzentren und die Planetari
Kopfbereich
Besondere Merkmale
Arbeitsort
BochumAnstellungsart
Teilzeit (Vormittag, Nachmittag, Abend)Befristung
befristet bis 30.06.2030Beginn
ab sofortBerufsbezeichnung
- Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in
- Sozial- und Kulturanthropologe/-anthropologin
- Soziologe/Soziologin
Stellenbeschreibung
Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet in Teilzeit (29,8725 Std./Woche = 75 %) zwei
Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen (m/w/d) (75%) (TV-L E13) im Teilprojekt A02 »Virtuelle Informationsinfrastrukturen: Rechenzentren und die Planetarität der Wissensproduktion«
Der Sonderforschungsbereich 1567 »Virtuelle Lebenswelten« ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund, bestehend aus 20 Teilprojekten und mehr als 60 Wissenschaft- ler*innen (m/w/d) aus Bildungs- und Erziehungswissenschaft, Geschichtswissenschaft, Human-Computer-Interaction, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft, Mediävistik, Medien- wissenschaft und Sozialwissenschaft. Im Zentrum steht die Erforschung der Virtualität als treibende Kraft gesellschaftlicher und kultureller Transformationsprozesse, die längst Teil des Alltags geworden ist und sich in vielfältigen lebensweltlichen Bezügen normalisiert hat. Der Sonderforschungsbereich 1567 ist an der Ruhr-Universität Bochum angesiedelt und wird von Wissenschaftler*innen (m/w/d) der UA Ruhr getragen. Weitere Informationen unter: https://www.virtuelle-lebenswelten.de/. Die Stelle ist vorbehaltlich der Finanzierung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zu besetzen.
Es ist bekannt, dass Rechenzentren sehr viel Energie verbrauchen und von Metallen aus toxischem Bergbau abhängig sind. Weniger diskutiert wird die Frage, ob das Wissen, das durch Rechenzentren produziert wird, diese planetaren Eingriffe rechtfertigt. Das auf den Science & Technology Studies basierende Forschungsprojekt geht auf die Zeit des ersten Rechenzentrumsausbaus zurück und rekonstruiert, wie die Verbindung von Wissen und Planetarität in den 1950er bis 1990er Jahren des ersten Rechenzentrumsausbaus reflektiert und praktiziert wurde – oder was sie verhinderte. Die beiden Doktorand*innen (m/w/d) sollen jeweils eine historische Praxeographie entweder des Stasi-Rechenzentrums in Berlin-Wuhlheide oder der frühen Rechenanlagen der Ruhr-Universität Bochum durchführen. Mithilfe von Archivmaterial und Zeitzeugeninterviews werden die „Worldings” des Rechenzentrumausbaus und ihre Ausstattung mit Wissen und planetaren Elementen rekonstruiert. Durch spekulative Verfahren werden Bezüge zu aktuellen und künftigen Worldings hergestellt.
Umfang: Teilzeit
Dauer: befristet, 30.06.2030
Beginn: zum nächstmöglichen Zeitpunkt
Bewerben bis: 11.05.2026
Ihre Aufgaben:
- Durchführung eines Dissertationsprojekts im Rahmen des Forschungsprojekts „Virtuelle Informationsinfrastrukturen: Rechenzentren und die Planetarität der Wissensproduktion“: Archivforschung, Zeitzeug*inneninterviews, Analyse, Rekonstruktion sowie Ausarbeitung einer Dissertationschrift.
- Engagierter und offener Austausch sowie Vergleich der laufenden Forschungen im Team.
- Mitarbeit an Workshops und Veranstaltungen des Teilprojekts sowie des Sonderforschungsbereichs (SFB) und aktive Teilnahme am Early Career Forum.
- Präsentation und Diskussion der eigenen Forschung im interdisziplinären Kontext des SFB sowie an Workshops und Konferenzen.
- Mitwirkung an den Kooperationsaktivitäten mit dem RUSTlab.
Ihr Profil:
- Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder äquivalent) in den Science & Technology Studies, der Sozialanthropologie, Soziologie, den Geschichtswissenschaften oder verwandten Disziplinen.
- Ausgeprägte Teamfähigkeit, Bereitschaft zum Austausch über die eigene laufende Forschung und Anpassung an neue Ideen sowie Interesse an der Mitgestaltung einer guten Zusammenarbeit im Team.
- Kenntnisse oder Interesse an STS-Perspektiven - vor allem im Bereich der Praxeographie sowie feministischen und decolonialen STS-Ansätzen - sowie ausgeprägte analytische Fähigkeiten.
- Interesse an digitalen Infrastrukturen, Rechenzentren, Planetarität, Computergeschichte, Umweltfragen und Umweltsoziologie.
- Interesse an oder Erfahrung mit interdisziplinärer Zusammenarbeit.
- Erfahrung mit qualitativen Forschungsmethoden, insbesondere Praxeographie. Erwünscht sind auch Erfahrungen mit Archivarbeit und historischen Textquellen, gerne zu den genannten Themenfeldern.
https://jobs.ruhr-uni-bochum.de/jobposting/212d94e9bd7eef53c74b59a8bd03438b14ce047e0?ref=AfA
Arbeitsorte
Unternehmensdarstellung: Ruhr-Universität Bochum
Ruhr-Universität Bochum
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