Stellendetails zu: Wissenschaftlichen Mitarbeiterin (m/w/d) (65%) (TV-L E13) im Teilprojekt A03 »Virtuelle Environments
Wissenschaftlichen Mitarbeiterin (m/w/d) (65%) (TV-L E13) im Teilprojekt A03 »Virtuelle Environments
Kopfbereich
Besondere Merkmale
Arbeitsort
BochumAnstellungsart
Teilzeit (Vormittag, Nachmittag, Abend)Befristung
befristet bis 30.06.2030Beginn
ab sofortBerufsbezeichnung
- Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in
Stellenbeschreibung
Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet in Teilzeit (25,8895 Std./Woche = 65 %) eine*n
Wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (m/w/d) (65%) (TV-L E13) im Teilprojekt A03 »Virtuelle Environments: Künstliches Leben«
Der Sonderforschungsbereich 1567 »Virtuelle Lebenswelten« ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund, bestehend aus 20 Teilprojekten und mehr als 60 Wissenschaft- ler*innen aus Bildungs- und Erziehungswissenschaft, Geschichtswissenschaft, Human-Computer-Interaction, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft, Mediävistik, Medien- wissenschaft und Sozialwissenschaft. Im Zentrum steht die Erforschung der Virtualität als treibende Kraft gesellschaftlicher und kultureller Transformationsprozesse, die längst Teil des Alltags geworden ist und sich in vielfältigen lebensweltlichen Bezügen normalisiert hat. Der Sonderforschungsbereich 1567 ist an der Ruhr-Universität Bochum angesiedelt und wird von Wissenschaftler*innen der UA Ruhr getragen. Weitere Informationen unter: https://www.virtuelle-lebenswelten.de/. Die Stelle ist vorbehaltlich der Finanzierung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zu besetzen.
Das Teilprojekt A03 (TP-Leitung Florian Sprenger) untersucht historische Versuche, künstliches Leben durch virtuelle Environments hervorzubringen und leistet damit einen Beitrag zur Kritik generativer KI. Im Fokus stehen Diskurse um »Artificial Life« und programmierte künstliche Lebewesen, mit denen Ende der 1980er Jahre auf Basis zellulärer Automaten und neuronaler Netze evolutive Prozesse in silico erzeugt werden sollten. Die Leitthese lautet, dass »Artificial Life« einen Hohlraum bildet, in dem konnektionistische Ansätze den KI-Winter überlebten. Das Unterprojekt A03.4 »Aspekte einer Geschichte des Konnektionismus« erschließt die Mediengeschichte distribuierter Rechenverfahren. Im Rahmen einer Monografie wird diese Geschichte medienarchäologisch aufgearbeitet, im Virtual Humanities Lab kollaborativ perspektiviert und in die kritische KI-Forschung integriert. Gesucht wird eine Person, die historisches Denken mit Interesse an den Grundlagen heutiger KI verbindet.
Umfang: Teilzeit
Dauer: befristet, 30.06.2030 (Ende des Projekts)
Beginn: zum nächstmöglichen Zeitpunkt
Bewerben bis: 18.05.2026
Ihre Aufgaben:
- Durchführung eines medienhistorischen Forschungsprojekts (A03.4) und Arbeit an einer Dissertation zur Geschichte konnektionistischer Ansätze in den 1980er Jahren, mit dem Fokus auf distribuierten Rechenverfahren und generative KI.
- Integration der medienhistorischen Ergebnisse in die Critical AI Studies, insbesondere durch Auseinandersetzung mit der Frage, wie biologische Konzepte des Lernens in programmierbare Verfahren übertragen werden.
- Aktive Mitarbeit in den kollaborativen Laborphasen des Virtual Humanities Lab, einschließlich spekulativer Rekonstruktion historischer Software und Hardware (u.a. Perceptron-Implementierung auf Arduino-Microcontrollern).
- Mitorganisation und inhaltliche Ausgestaltung des Workshops »Lernen« sowie Beteiligung an weiteren Veranstaltungsformaten des Teilprojekts und des SFB, insbesondere im Rahmen des Early Career Forums.
- Gemeinsame Publikationen und Kollaborationen mit internationalen Wissenschaftler*innen
- Archiv- und Interviewreise ans Santa Fe Institute (2 Wochen, 2028) zur Quellenerschließung und Zeitzeug*innen-Befragung.
- Teilnahme an den vom SFB angebotenen Weiterbildungsmöglichkeiten, insbesondere mit Blick auf Gleichstellung und Diversität.
Ihr Profil:
- Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder gleichwertig) in Medienwissenschaft, Wissenschaftsgeschichte oder einem verwandten geistes- bzw. kulturwissenschaftlichen Fach.
- Interesse an der Geschichte Künstlicher Intelligenz, des Konnektionismus oder der Informatik, idealerweise belegt durch Abschlussarbeit.
- Vertrautheit mit medienhistorischen Methoden in Anwendung auf digitaltechnische Gegenstände. Es sind keine Vorkenntnisse mit Microcontrollern oder Programmierkenntnisse erforderlich, aber die Bereitschaft zur Auseinandersetzung.
- Offenheit für kollaborative, experimentell-spekulative Laborarbeit im Virtual Humanities Lab, auch ohne vertieftes technisches Vorwissen.
- Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift; Bereitschaft zu Archiv- und Interviewreisen.
- Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten ebenso wie zur Arbeit im Team, Flexibilität und hohe Einsatzbereitschaft.
https://jobs.ruhr-uni-bochum.de/jobposting/362b461c424cbfad652b97156b89d59fcfd1b7e90?ref=AfA
Arbeitsorte
Unternehmensdarstellung: Ruhr-Universität Bochum
Ruhr-Universität Bochum
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