Stellendetails zu: Postdoctoral Researcher (E13 TVöD Bund, 100%) in Computational Social Science with a Focus on Visual
Postdoctoral Researcher (E13 TVöD Bund, 100%) in Computational Social Science with a Focus on Visual
Postdoctoral Researcher (E13 TVöD Bund, 100%) in Computational Social Science with a Focus on Visual
Kopfbereich
Besondere Merkmale
- Beginn ab 01.09.2026
Arbeitsort
BerlinAnstellungsart
VollzeitBefristung
befristet bis 30.06.2029Berufsbezeichnung
- Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in
Stellenbeschreibung
Das 2017 gegründete Weizenbaum-Institut erforscht die Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung auf unsere Gesellschaft. Mit seinen Handlungsempfehlungen trägt es dazu bei, dass der digitale Wandel nachhaltig, selbstbestimmt und verantwortungsvoll gestaltet wird. Das Weizenbaum-Institut wird von einem Netzwerk aus sieben Partnern unterstützt, darunter die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin, die Universität der Künste Berlin, die Universität Potsdam, das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) und das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Das Institut wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und dem Land Berlin finanziert. Es hat seinen Sitz in Berlin.
Für unser vom BMFTR gefördertes Projekt „Detecting Gender-Based Disinformation with Artificial Intelligence (GENDIS)“ am Weizenbaum-Institut e.V. suchen wir eine/n
Postdoktoranden (E13 TVöD Bund, 100 %) im Bereich Computational Social Science mit Schwerpunkt auf visueller Datenanalyse
mit einer Wochenarbeitszeit von 39 Stunden. Das Projekt beginnt so bald wie möglich, und die Stelle ist zunächst bis zum 30. Juni 2029 befristet.
Projektbeschreibung:
Möchten Sie verstehen, wie sich geschlechtsspezifische Desinformation über Online-Plattformen verbreitet? Möchten Sie innovative computergestützte Methoden zur Analyse multimodaler Online-Kommunikation unter Verwendung großer Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs) entwickeln? Werden Sie Teil unseres interdisziplinären Forschungsteams und tragen Sie zu einem innovativen Forschungsprojekt bei, das die Dynamik geschlechtsspezifischer Desinformation auf digitalen Plattformen untersucht. Die/der erfolgreiche Bewerber*in wird an einem gemeinsamen Forschungsprojekt des Weizenbaum-Instituts und der Technischen Universität München (TUM) mitwirken, das die Entstehung, Verbreitung und gesellschaftlichen Auswirkungen von geschlechts- und sexualitätsbezogener Desinformation (GENDIS) in digitalen Kommunikationsumgebungen untersucht. GENDIS, einschließlich frauenfeindlicher sowie gegen die LGBTQI+-Gemeinschaft gerichteter falscher und irreführender Behauptungen, ist zu einem zunehmend prominenten Bestandteil antidemokratischer, illiberaler Propaganda und transnationaler Einflusskampagnen geworden. Durch digitale Plattformen verstärkt, richten sich diese Narrative unverhältnismäßig stark gegen schutzbedürftige Gruppen, tragen zur sozialen Polarisierung bei und untergraben die demokratische Teilhabe sowie das Vertrauen in öffentliche Institutionen.
GENDIS zielt darauf ab, einen umfassenden konzeptionellen Rahmen sowie eine empirische, multimodale und plattformübergreifende Analyse zu entwickeln, die in einem Tool zur Identifizierung und Analyse geschlechtsspezifischer Desinformation mündet, wobei sowohl textuelle als auch visuelle Formen der Online-Kommunikation besonders berücksichtigt werden. Das Projekt ist in den Bereichen Politische Kommunikation, „ e Politik und Gender“ sowie Computational Social Science (CSS) angesiedelt und verbindet sozialwissenschaftliche Theorie mit Methoden der Computational Social Science, einschließlich modernster LLMs, um plattformübergreifende Desinformationskampagnen zu analysieren, deren Akteure, Narrative und Verbreitungsdynamiken zu untersuchen und multimodale Methoden zur groß angelegten Erkennung geschlechtsspezifischer Desinformation zu entwickeln. In enger Zusammenarbeit mit der TU München und einem Netzwerk aus unseren Praxispartnern – dem Institut für Strategischen Dialog (ISD), der Süddeutschen Zeitung (SZ) und So Done – wird das Projekt zudem ein Open-Source-Tool auf KI-Basis entwickeln, um Faktenprüfer, zivilgesellschaftliche Organisationen, Journalisten und politische Entscheidungsträger bei der Identifizierung und Bekämpfung geschlechtsspezifischer Desinformation zu unterstützen.
Der Postdoktorand bzw. die Postdoktorandin wird zur empirischen Analyse von Text- und audiovisuellen Daten aus verschiedenen Online-Plattformen beitragen und die Entwicklung hochwertiger Datensätze für die Bewertung und das Training von LLM-basierten Analysewerkzeugen unterstützen. In enger Zusammenarbeit mit interdisziplinären Projektpartnern wird der erfolgreiche Bewerber bzw. die erfolgreiche Bewerberin fortgeschrittene computergestützte Methoden einsetzen, um plattformspezifische und plattformübergreifende Dynamiken geschlechtsspezifischer Desinformation zu untersuchen.
Stellenbeschreibung:
- Entwicklung von Methoden zur empirischen Analyse geschlechtsspezifischer Desinformation auf verschiedenen Online-Plattformen, gegebenenfalls unter Einsatz von LLMs.
- Erfassung, Aufbereitung und Synthese von Online-Daten, bestehend aus textbasierten und audiovisuellen Inhalten.
- Mitwirkung an der Entwicklung von Stichwortverzeichnissen und computergestützten Ressourcen für die Korpusanalyse.
- Mitwirkung an der Durchführung computergestützter und qualitativer Inhaltsanalysen geschlechtsspezifischer Desinformationskampagnen.
- Anwendung von einbettungsbasierter Themenmodellierung und anderen modernsten NLP-Methoden.
- Durchführung von Analysen sozialer Netzwerke hinsichtlich Interaktionsnetzwerken und nutzergetriebener Verstärkungsprozesse.
- Entwicklung und Validierung von Kodierungsschemata für die multimodale und visuelle Datenanalyse.
- Unterstützung bei der Erstellung wissenschaftlicher Publikationen, Projektberichte, Präsentationen und Verbreitungsmaßnahmen.
- Enge Zusammenarbeit mit Projektpartnern und Mitwirkung an der Weiterentwicklung der computergestützten Forschungsinfrastruktur und der Datensätze des Projekts.
Ihr Profil:
- Eine abgeschlossene oder kurz vor dem Abschluss stehende Promotion in computergestützter Sozialwissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft oder einem verwandten Fachgebiet.
- Vertrautheit mit sozialwissenschaftlichen Theorien und ein starkes Interesse daran, sozialwissenschaftliche Forschungsfragen mit einer Kombination aus computergestützten und sozialwissenschaftlichen Methoden zu beantworten
- Nachgewiesene Fachkenntnisse in Methoden der computergestützten Sozialwissenschaft, einschließlich Erfahrung in der computergestützten und qualitativen Analyse visueller und multimodaler Daten (z. B. NLP, Topic Modeling, Embeddings, maschinelles Lernen).
- Nachgewiesene Erfahrung in statistischer Analyse und quantitativen Forschungsmethoden mit Programmierkenntnissen in Python und/oder R.
- Hervorragende Publikationsbilanz oder nachweisbares Potenzial sowie ausgezeichnete wissenschaftliche Schreibfähigkeiten in Englisch.
- Fähigkeit, sowohl selbstständig als auch in enger Zusammenarbeit mit Kollegen zu arbeiten und sich effektiv in ein interdisziplinäres Forschungsteam einzubringen.
- Erfahrung im Umgang mit LLM-APIs ist wünschenswert.
- Erfahrung mit der Analyse sozialer Netzwerke und digitalen Spurdaten ist von Vorteil.
- Erfahrung im Scraping und in der Analyse von Daten aus Online-Plattformen ist von Vorteil.
Ihre Chance:
- Spannende Aufgaben: Arbeiten Sie in einem engagierten, innovativen und wissenschaftlichen Umfeld
- Optimale Rahmenbedingungen: Vergütung je nach Qualifikation bis zur Besoldungsgruppe 13 (TVöD Bund, Stufe je nach Qualifikation, Bruttogehaltsschätzung hier einsehen: https://oeffentlicher-dienst.info/tvoed/bund/), einschließlich Jahresbonus, betrieblicher Altersvorsorge und Zuschuss zum Deutschlandticket
- Finanzielle Unterstützung für Software zur Datenerhebung, -verarbeitung und -analyse sowie für die Teilnahme an internationalen Konferenzen;
- Work-Life-Balance: Wir bieten flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, an bestimmten Tagen pro Woche im Homeoffice zu arbeiten (in Absprache mit dem Teamleiter), 30 Urlaubstage pro Jahr (bei einer 5-Tage-Woche) sowie bezahlte Freistellung an Heiligabend und Silvester.
- Zentrale Lage: Arbeiten im Zentrum von Berlin
- Berufliche Weiterentwicklung durch eine Vielzahl von internen Veranstaltungen, Fortbildungsmöglichkeiten und institutionsübergreifenden Netzwerken;
- Ein junges, begeistertes, interkulturelles und interdisziplinäres Team, das sich über neue Kolleg*innen freut.
1.
Bei gleicher Qualifikation werden schwerbehinderte Bewerber*innen bevorzugt. Wir legen Wert auf Vielfalt und begrüßen alle Bewerbungen, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer oder sozialer Herkunft, Religion, Behinderung, Alter oder sexueller Orientierung. Das Weizenbaum-Institut ermutigt ausdrücklich Frauen* und Menschen mit Migrationshintergrund, sich zu bewerben.
Die Bewerbung muss Folgendes enthalten:
- ein Anschreiben, in dem Sie Ihre Forschungsinteressen, Fähigkeiten und Ihre Eignung für das Forschungsprojekt beschreiben;
- Lebenslauf;
- Vollständiges Studienzeugnis einschließlich Noten und einer Erläuterung des Benotungssystems;
- Die Namen und Kontaktdaten von mindestens zwei akademischen Referenzpersonen (bitte fügen Sie die Referenzschreiben selbst nicht bei);
- Einen Link zu bzw. eine Kopie einer schriftlichen Arbeit (z. B. einer wissenschaftlichen Veröffentlichung)
1.
2. Falls Sie nicht alle Kriterien erfüllen, aber dennoch der Meinung sind, dass Sie gut zum Projekt passen könnten, ermutigen wir Sie, sich zu bewerben.
Bei Fragen zur Stelle wenden Sie sich bitte an die Projektleiterin Dr. Elizaveta Kuznetsova (elizaveta.kuznetsova@weizenbaum-institut.de ). Anfragen vor der Bewerbung sind ausdrücklich erwünscht.
Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung bis zum 10. August 2026 über unser Bewerberportal ein. Bei technischen Fragen zum Bewerbungsprozess können Sie sich jederzeit an unsere Personalabteilung, Umut Erdogan oder Maite Vöhl (personal@weizenbaum-institut.de), wenden.
Arbeitsorte
Unternehmensdarstellung: Weizenbaum-Institut e. V.
Weizenbaum-Institut e. V.
- Wissenschaft
- Forschung
- Öffentlicher Dienst
In diesem Dokument befinden sich aus Sicherheitsgründen keine Kontaktdaten des Arbeitgebers. Wenn Sie diese sehen möchten, lösen Sie bitte die Sicherheitsfrage und laden Sie das PDF erneut.