Stellenangebot: W3-Professur "Algorithmisches Imaginieren" bei Bauhaus-Universität Weimar

Das Wichtigste im Überblick

Besondere Merkmale

  • Beginn ab 01.10.2027

Arbeitsort

verschiedene Arbeitsorte

Angebotsart

Arbeit

Anstellungsart

Vollzeit

Befristung

unbefristet

Berufsbezeichnung

  • Professor/in - Hochschulen

Stellenbeschreibung

Die Bauhaus-Universität Weimar ist eine international etablierte Universität, die auf eine 160-jährige Geschichte zurückblickt und sich in der Tradition des Bauhauses versteht. Sie vereint Wissenschaft, Technik, Kunst und Gestaltung. Diese Einstellung bestimmt wesentlich das Selbstverständnis der Fa­kultäten Medien, Architektur und Urbanistik, Bau- und Umweltingenieurwissenschaften sowie Kunst und Gestaltung. Die Fakultäten sind über ihre fachspezifischen Aufgaben hinaus der interdisziplinären Zusammenarbeit sowie der Durchdringung von Praxis, Kunst und Wissenschaft besonders verpflichtet.

An der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar ist im Rahmen des gemeinsam mit der Fried­rich-Schiller-Universität Jena und weiteren institutionellen Partnern eingerichteten Exzellenzclusters »Imaginamics: Practices and Dynamics of Social Imagining« zum 1. Oktober 2027 im Fachbereich Medienwissenschaft die

W3-Professur

»Algorithmisches Imaginieren«

zu besetzen.

Der Exzellenzcluster »Imaginamics« ist ein drittmittelgeförderter und fakultäts- sowie universitätsüber­greifender Forschungszusammenhang, der sich aus interdisziplinärer Perspektive mit dem Phänomen des sozialen Imaginierens befasst. Anders als bisherige, zumeist inhaltlich orientierte Ansätze zum ge­sellschaftlichen Imaginären richtet der Cluster den Blick auf den Prozess des sozialen Imaginierens und die mit ihm verbundenen Praktiken und Dynamiken (weitere Informationen unter https://www.uni-jena.de/imaginamics).

Die übergeordnete Aufgabe der Professur besteht in der Untersuchung, kritischen Reflexion und kon­zeptionellen Mitgestaltung der Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichen Arten von Algorithmen und Prozessen des sozialen Imaginierens. Beispiele dafür sind die Veränderung literarischer und künst­lerischer Praktiken durch generative Künstliche Intelligenz und virtuelle Museen, die Entstehung und Entwicklung von kulturellen Diskursen durch (Serious) Gaming oder Social VR sowie die Sozial-, Kultur- und Wissensgeschichte algorithmischer Denk- und Handlungsweisen.

Innerhalb des Clusters wird die Professur maßgeblich zur Konzeption, Planung und Organisation des »Digital Hub« sowie zur Zusammenarbeit zwischen Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen und In­formatiker*innen beitragen. Gesucht wird eine forschungsstarke Persönlichkeit, die sich diesen Aufgaben auf substantielle und innovative Weise stellt. Erfahrungen in der Einwerbung von Drittmitteln, in der akademischen Lehre sowie in der Betreuung von Promotionsprojekten setzen wir voraus.

Die allgemeinen Berufungsvoraussetzungen sind in § 84 des Thüringer Hochschulgesetzes geregelt. Besondere fachwissenschaftliche Voraussetzungen sind u. a. ein abgeschlossenes Hochschulstudium, eine herausragende Promotion sowie eine weitere Qualifikation (z. B. Habilitation oder evaluierte Juniorprofessur) in Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft oder verwandten Fächern. Ebenso möglich sind entsprechende Qualifikationen in Informatik, Informationswissenschaft oder anderen einschlägigen Disziplinen mit Bezug zu digitalen und algorithmischen Systemen.

Erwartet wird eine profilierte Ausrichtung in Bereichen wie Artificial Intelligence Studies, Critical Code Studies oder Data Studies, ausgewiesene Expertise in Medientheorie, Literatur- und Kunsttheorie sowie Technik- und/oder Mediengeschichte und die Entwicklung eines eigenständigen Forschungsprofils mit enger Anbindung an die Themen des Exzellenzclusters. Vorausgesetzt wird ein fundiertes Verständnis der konzeptionellen, technischen und operativen Funktionsweisen algorithmischer Systeme. 

Es wird eine ausgewiesene Kompetenz für die Lehre in den deutsch- und englischsprachigen Studien­gängen »Medienkultur« (Bachelor), »Medienwissenschaft« (Master) und »MediaEcologies« (Master) er­wartet. Ebenso soll die Fähigkeit erkennbar sein, theoretische, historische und kulturwissenschaftliche Perspektiven produktiv in die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Medieninformatik einzubringen und in Studiengängen wie »Human-Computer Interaction« (Master) anschlussfähig zu vermitteln.

Wir erwarten die Bereitschaft, sich eventuell fehlende Kenntnisse der deutschen Sprache, die zur Lehre auf Deutsch und zur aktiven Mitarbeit in deutschsprachigen Gremien befähigen, innerhalb von drei Jahren anzueignen. Darüber hinaus setzen wir die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den anderen Professuren des Fachbereichs Medienwissenschaft sowie den anderen Fachbereichen und Fakultäten der Bauhaus-Universität Weimar und zur Übernahme von Verantwortung in der akademischen Selbst­verwaltung voraus.

Näheres über die bestehenden Lehrangebote und Forschungsschwerpunkte der Medienwissenschaft an der Bauhaus-Universität Weimar ist unter www.uni-weimar.de/de/medien/struktur/fachbereich-medienwissenschaft zu erfahren.

Der Bauhaus-Universität Weimar sind Vielfalt und Chancengleichheit wichtige Anliegen. Wir setzen uns für ein familienfreundliches und diskriminierungsarmes Arbeitsumfeld ein und verfolgen eine gleichstellungsfördernde, vielfaltsorientierte Personalpolitik. Daher freuen wir uns besonders über Be­werbungen von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Erfahrungen und Biografien. Ein stra­tegisches Ziel der Bauhaus-Universität Weimar ist die Erhöhung des Frauenanteils im wissenschaftlich-künstlerischen/akademischen Bereich. Wir bitten daher qualifizierte Kandidatinnen ausdrücklich um ihre Bewerbung. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Die Universität erwartet von den Bewerbern*innen, ihren Wohnsitz nach Weimar oder in die Nähe zu verlegen. Bei der Wohnsitzverlagerung unterstützt die Universität Sie gern.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung in deutscher oder englischer Sprache mit den üblichen Unterlagen wie Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnis- und Urkundenkopien, Publikationsliste, Aufstellung von Lehr­veranstaltungen und Lehrevaluationen, Übersicht zu Vortrags- und Drittmittelaktivitäten sowie Forschungs­agenda bitte per Post oder in digitaler Form als ein Gesamt-PDF und unter Angabe der Kennziffer M/WP-08/26 bis zum 15. Oktober 2026 an

Bauhaus-Universität Weimar
Fakultät Medien Geschäftsführerin
Frau Susanne Rößler 
Bauhausstr. 11
99423 Weimar

E-Mail: dekanat@medien.uni-weimar.de

Bei Fragen fungiert als persönliche Ansprechpartnerin die Geschäftsführerin der Fakultät Medien, Frau Susanne Rößler, Telefon 03643-583708.

Wir freuen uns sehr auf Ihre Bewerbung.

Hinweise zum Datenschutz
Bitte beachten Sie, dass bei einer unverschlüsselten Kommunikation per E-Mail die grundsätzliche Möglichkeit besteht, dass die an der Übertragung beteiligten Stellen die Inhalte der Nachricht zur Kenntnis nehmen können. Da der verschlüsselte Empfang Ihrer E-Mail seitens der Bauhaus-Universität Weimar nicht gewährleistet werden kann, weisen wir darauf hin, dass Sie die Bewerbung auch auf postalischem Weg an die oben genannte Adresse schicken können. Bei der Übermittlung Ihrer Bewerbungsunterlagen in elektronischer Form gilt Ihre Zustimmung als erteilt, die E-Mail und deren Anhänge auf schädliche Codes, Viren und Spams zu überprüfen, die erforderlichen Daten vorübergehend zu speichern sowie den weiteren Schriftverkehr (unverschlüsselt) per E-Mail zu führen. Die weiteren Hinweise zum Datenschutz gemäß Art. 13 EU-Datenschutzgrundverordnung (EUDSGVO) finden Sie unter: »Hinweise zum Datenschutz für Bewerberinnen und Bewerber« auf unserer Internetseite unter https://www.uni-weimar.de/de/universitaet/aktuell/stellenausschreibungen/datenschutz

Arbeitsorte

Unternehmensdarstellung: Bauhaus-Universität Weimar

Informationen zur Bewerbung