Der Haushalt der BA schließt 2026 wahrscheinlich erneut mit einem Defizit ab. Nachdem die allgemeine Rücklage bereits im Jahr 2025 vollständig aufgebraucht wurde, ist der Haushalt 2026 nur durch Liquiditätshilfen des Bundes in Höhe von 3,97 Milliarden Euro ausgleichbar. Der Schuldenstand der BA steigt in der Folge bis zum Jahresende 2026 auf voraussichtlich 5,41 Milliarden Euro.
Trotz und gerade wegen der wirtschaftlichen Herausforderungen setzt die BA für das Haushaltsjahr 2026 einen klaren Schwerpunkt auf aktive Arbeitsförderung: Fachkräftesicherung durch Qualifizierung und Prävention.
Für die aktive Arbeitsförderung sind rund 13,0 Milliarden Euro eingeplant. Dies stellt einen Anstieg von rund 1,0 Milliarden Euro gegenüber dem Haushalt 2025 dar.
Allein für die Förderung der beruflichen Weiterbildung sind rund 4,1 Milliarden Euro vorgesehen.
Arbeitslosengeld: Für das Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit sind Ausgaben von rund 25,6 Milliarden Euro vorgesehen. Dieser Betrag berücksichtigt eine durchschnittliche Anzahl an Leistungsbeziehenden von 929.000 Menschen im Jahr 2026.
| Jahr | Rücklage der BA jeweils zum Jahresende |
|---|---|
| 2019 (Ist-Stand) | 25,8 Milliarden Euro |
| 2020 (Ist-Stand) | 6,0 Milliarden Euro |
| 2021 (Ist-Stand) | 0 |
| 2022 (Ist-Stand) | 0 |
| 2023 (Ist-Stand) | 3,0 Milliarden Euro |
| 2024 (Ist-Stand) | 3,2 Milliarden Euro |
| 2025 (Soll) | 1,8 Milliarden Euro |
| 2025 (Ist-Stand) | 0 |
| 2026 (Soll) | 0 |
