Informationen zur Ausbildung

Zukunft, Erfolg, Verantwortung – das alles bedeutet Ausbildung. Informieren Sie sich hier über die Qualifizierung von Nachwuchskräften.

Bieten Sie Ausbildungsstellen an, dann sichern Sie sich langfristig qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Angesichts des Fachkräftemangels, der schon jetzt in verschiedenen Branchen herrscht, investieren Sie damit in den Fortbestand Ihres Unternehmens. Zudem erhalten Sie auf diese Weise Fachkräfte, die alle Arbeitsprozesse Ihres Betriebes genau kennen. Sie haben somit weniger Aufwand als bei der Anwerbung und Einarbeitung von betriebsfremden Arbeitskräften.

Sicherlich ist Ausbildung mit einem gewissen Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden. Und Sie haben als Ausbildungsbetrieb auch bestimmte Pflichten. Jedoch zahlt sich die Investition aus.

Als ausbildender Betrieb übernehmen Sie Verantwortung. Und Sie geben den oft jungen Bewerberinnen und Bewerbern eine Perspektive. Dadurch leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur Zukunft unserer Gesellschaft.

Weitere Informationen zur Ausbildung finden Sie in der Broschüre Zukunft sichern. Ausbildung ermöglichen.

Die größte Gruppe stellen die betrieblichen (dualen) Ausbildungen dar. Der praktische Teil der Ausbildung erfolgt im Betrieb, der theoretische an der Berufsschule. Meistens sind die Azubis an drei bis vier Tagen pro Woche im Betrieb und die übrige Zeit in der Berufsschule. Die Ausbildungsdauer beträgt zwei bis dreieinhalb Jahre, abhängig vom Beruf. Mehr über die Voraussetzungen und gesetzlichen Bestimmungen zur dualen Ausbildung erfahren Sie im Abschnitt über Ihre Pflichten als Ausbildungsbetrieb.

 

Neben der dualen Ausbildung gibt es in Deutschland weitere Ausbildungsformen. So gibt es unter anderem die Möglichkeit, eine schulische Berufsausbildung zu machen. Zu dieser Gruppe gehören beispielsweise:

  • Chemisch-technische Assistenten und Assistentinnen
  • Fremdsprachenkorrespondenten und -korrespondentinnen
  • Pharmazeutisch-technische Assistenten und Assistentinnen

Die Ausbildungsdauer beträgt in der Regel zwei bis drei Jahre, abhängig vom Beruf. Oft absolvieren die Schülerinnen und Schüler während dieser Zeit auch praktische Phasen in Betrieben. Durch ein solches Praktikumsangebot lernen die jungen Menschen die praktischen Teile des Berufs kennen – und Sie als Unternehmerin oder Unternehmer lernen möglicherweise Ihre Fachkräfte von morgen kennen.

 

Weitere Möglichkeiten der Berufsausbildung umfassen zum Beispiel duale Studiengänge und Ausbildungen für über 18-Jährige, die nicht dem Berufsbildungsgesetz unterliegen. Diese werden oft auch als Abiturientenausbildungen bezeichnet. Ein Beispiel dafür ist die Ausbildung zum Pilot beziehungsweise zur Pilotin. Bei den dualen Studiengängen handelt es sich um Studiengänge an Hochschulen oder Berufsakademien mit integrierter Berufsausbildung oder Praxisphasen. Der Praxisbezug ist also höher als bei klassischen Studiengängen. Kennzeichnend für duale Studiengänge sind außerdem immer die beiden Lernorte Hochschule beziehungsweise Akademie und Betrieb.

Je nach Betrieb sind unterschiedliche Ausbildungsarten möglich. Zu den rechtlichen Voraussetzungen erfahren Sie mehr im Abschnitt Ihre Pflichten als Ausbildungsbetrieb. Wenn Sie nicht genau wissen, welche Ausbildungsberufe Sie in Ihrem Betrieb generell anbieten können, lassen Sie sich beraten. Die zuständige Kammer hilft Ihnen gerne weiter.

Eine duale Ausbildung kann in unterschiedlichen Formen durchgeführt werden. Eine alternative Form der Durchführung bietet sich an, wenn es dafür betriebliche Gründe gibt oder der Azubi ansonsten die Ausbildung nicht absolvieren könnte.

 

  • Ausbildung im Kooperationsbetrieb: Dabei kooperieren Sie mit einem Ausbildungsträger wie beispielsweise Fachakademien oder Ausbildungszentren. Der Ausbildungsträger übernimmt zum Teil die Betreuung und Abwicklung und auch die theoretische Ausbildung. Außerdem übernimmt er zum Teil die Finanzierung. Die zuständige Kammer entscheidet darüber, ob Sie ein Kooperationsbetrieb werden können. Diese Form der Ausbildung eignet sich unter anderem auch für spezielle Personengruppen wie Jugendliche mit Lernschwierigkeiten.

 

  • Ausbildung im Verbund: Bei dieser Form arbeiten Sie mit einem sogenannten Stammbetrieb zusammen. Der Stammbetrieb schließt den Ausbildungsvertrag ab. Dabei kann es sich um ein Unternehmen oder etwa einen Ausbildungsverein handeln. Der Azubi arbeitet je nach genauem Modell phasenweise bei den Verbundpartnern. Die Kosten und der organisatorische Aufwand werden in der Regel auf mehrere Schultern verteilt.

 

  • Ausbildung in Teilzeit: Dabei wird die tägliche oder wöchentliche Ausbildungszeit verkürzt. Das kann zum Beispiel von Auszubildenden gewünscht sein, wenn Kinder zu versorgen sind. Für Sie als Betrieb kann das aber ebenfalls Vorteile mit sich bringen. Denn die Gesamtdauer der Ausbildung kann dadurch verlängert werden.

 

  • Überbetriebliche Ausbildung: Innerhalb der betrieblichen Ausbildung gibt es die Möglichkeit, die Azubis zusätzlich auf Lehrgänge zu schicken. Das ist sinnvoll, wenn bestimmte Inhalte im Betrieb nicht vermittelt werden können – zum Beispiel weil die nötigen Maschinen fehlen. Die mehrwöchigen Lehrgänge finden in Werkstätten der Kammern und Innungen statt. Die Kosten trägt der Ausbildungsbetrieb. Es gibt dafür allerdings Zuschüsse. In vielen Handwerksberufen ist die überbetriebliche Ausbildung fester Bestandteil.

Die richtigen Kandidatinnen und Kandidaten für eine Ausbildungsstelle zu finden, ist nicht immer einfach. Jeder Betrieb hat eine Vorstellung, wie sein „Traumbewerber“ oder seine „Traumbewerberin“ sein sollte. Viele junge Menschen entsprechen diesem Bild nicht ganz. Natürlich sind bestimmte Kenntnisse und  Verhaltensweisen unverzichtbar. Erfahrungsgemäß ist jedoch vor allem die Motivation mit ausschlaggebend.

Bei der Suche nach geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern und der Auswahl ist Ihr Arbeitgeber-Service gerne behilflich. Wie Sie in fünf Schritten zum Azubi kommen, erfahren Sie im Abschnitt Ihr Weg zum passenden Azubi.

Es gibt verschiedene Förderprogramme, mit denen die Ausbildung von Menschen mit Behinderungen unterstützt wird. Dadurch sollen sie gleichberechtigt am Arbeitsleben teilhaben können. Gleichzeitig wird der Ausbildungsbetrieb unterstützt. Es können etwa Kosten erstattet werden, die für die besondere Ausstattung des Ausbildungsplatzes anfallen. Welche Möglichkeiten es gibt, erfahren Sie im Abschnitt Förderung von Menschen mit Behinderungen.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Ausbildungsbetriebe gefördert werden. Das ist zum Beispiel möglich, wenn es um die Ausbildung von Menschen geht, die besonderer Hilfe bedürfen. Dazu gehören unter anderem Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungsarten. Weiterführende Informationen finden Sie im Abschnitt Finanzielle Hilfen und Unterstützung.

Generell sind die unterschiedlichen Kammern vor Ort Ansprechpartner für die Berufsausbildung. Diese Kammern gibt es:

Die Kammern prüfen die Eignung eines Unternehmens zur Berufsausbildung. Und sie nehmen die Prüfungen bei den anerkannten Ausbildungsberufen ab.