Sonderinformationen zum Kurzarbeitergeld für Betriebe, die vom Hochwasser betroffen sind

Ihr Betrieb ist vom aktuellen Hochwasser betroffen? Wir sind in dieser akuten Situation für Sie da. Dazu zählt etwa auch die Gewährung von Kurzarbeitergeld für Ihre sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, wenn Arbeits- und Entgeltausfälle unvermeidbar sind und die Fördervoraussetzungen vorliegen.

Wenn Ihr Betrieb unmittelbar von Hochwasser betroffen ist, zum Beispiel durch Überflutung, können Sie Kurzarbeit auf Basis eines unabwendbaren Ereignisses anzeigen. Bei einem unabwendbaren Ereignis gilt die Anzeige für den Kalendermonat des Eintritts des Ereignisses als erstattet, wenn sie unverzüglich, also ohne schuldhaftes Zögern eingereicht wird. Dies ist der Fall, wenn Sie ab dem Eintritt des Ereignisses alles Mögliche und Notwendige unternommen haben, um die Anzeige sofort zu erstatten. Kurzarbeitergeld kann in diesen Fällen vom Beginn des Arbeitsausfalls an gezahlt werden.

Ausführliche Informationen dazu, wie Sie Kurzarbeit anzeigen können sowie zur Höhe des Kurzarbeitergeldes und den Voraussetzungen erhalten Sie auf unserer Seite zum Kurzarbeitergeld

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Beispiel zu Sozialversicherungsbeiträgen, Arbeitszeitnachweisen und Urlaubsansprüchen in unserem FAQ Kurzarbeitergeld

So erreichen Sie uns

Bei Fragen können Sie sich an den Arbeitgeber-Service wenden. Diesen erreichen Sie Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr (gebührenfrei):

0800 4 5555 20

Antworten zu häufig gestellten Fragen zum Kurzarbeitergeld für Betriebe, die vom Hochwasser betroffen sind

Wenn Ihr Betrieb mittelbar vom Hochwasser betroffen ist, zum Beispiel durch die Überflutung eines Zulieferbetriebes, so können Sie Kurzarbeitergeld aus wirtschaftlichen Gründen anzeigen. Kurzarbeitergeld wird frühestens von dem Kalendermonat an geleistet, in dem die Anzeige über den Arbeitsausfall bei der Agentur für Arbeit eingegangen ist.

Ausführliche Informationen darüber, wie Sie Kurzarbeit anzeigen können, erhalten Sie auf unserer Seite zum Kurzarbeitergeld.

Die Ursachen für den Arbeitsausfall im Betrieb müssen in den wirtschaftlichen Verhältnissen oder aufgrund der unmittelbaren Betroffenheit des Betriebes von einem unabwendbaren Ereignis, hier das Hochwasser, begründet sein. Kurzarbeit können Sie für diese Beschäftigten daher leider nicht anzeigen In diesen Fällen kommen etwa dienstliche Vereinbarungen, wie zum Beispiel Urlaub, Freizeitausgleich oder Freistellung in Frage. Soweit bereits ein Arbeitsausfall in Ihrem Betrieb anerkannt ist, kann dieser nicht aufgrund der ausschließlich persönlichen Betroffenheit von Beschäftigten ausgeweitet werden.

Wenn Sie bereits aus anderen Gründen Kurzarbeit angezeigt haben und die Kurzarbeit nun bedingt durch das Hochwasser ausgeweitet werden muss, teilen Sie uns dies bitte schriftlich mit und begründen dies. Eine formale Anzeige auf Kurzarbeit ist in diesem Fall nicht erforderlich. Die bereits angezeigte Kurzarbeit kann aufgrund des unabwendbaren Ereignisses ausgeweitet werden, ohne dass es einer Änderung der bisherigen Anerkennungsentscheidung bedarf.

Wenn die Verlängerung der Kurzarbeit erforderlich ist, muss dies bei der Agentur für Arbeit angezeigt und die Verlängerungsanzeige von der Bundesagentur für Arbeit geprüft werden.

Ja. Die aktuelle Sonderregelung gilt noch bis zum 31. Dezember 2021, wenn die Kurzarbeit bis spätestens zum 30. September 2021 eingeführt wird. Es muss keinen Bezug zur Pandemie geben.

Mehr Informationen zu dieser Sonderregelung finden auf unserer Seite zum Kurzarbeitergeld im und im FAQ Kurzarbeitergeld.