Arbeitslosigkeit steigt saisontypisch - Arbeitgeber melden mehr Stellen

Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich weiter hoch - Stellenbestand weiter niedriger als im Vorjahr

07.01.2026 | Presseinfo Nr. 1

 

Daten im Überblick

Arbeitslosenzahl im November: +284 zu Vormonat (+3,5 Prozent) auf 8.287

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +412 (+5,2 Prozent)

Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,1 Prozent bei 3,1 Prozent

Arbeitslosenquote im Vorjahr: 3,0 Prozent


Der Arbeitsmarkt hat sich im Dezember erwartungsgemäß verlangsamt und das Jahr mit einer typischen Winterphase abgeschlossen. Wolfgang Langer, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg, beschrieb den Monat als klassischen Übergang.  „Der Dezember bringt üblicherweise eine jährliche Pause. Viele Betriebe beenden Verträge. Entscheidungen warten auf das neue Jahr“, sagte er.

Um den Arbeitsmarkt generell zu bewerten, sei der Blick auf den Verlauf des Jahres notwendig: „Die angespannte wirtschaftliche Lage schlägt sich auch auf dem regionalen Arbeitsmarkt nieder. Der Bestand an Arbeitslosen ist erneut spürbar angestiegen - 2025 noch deutlich stärker als im Verlauf des Vorjahres“ , so Langer. Betriebe agierten vorsichtiger, Neueinstellungen verzögerten sich häufiger oder blieben ganz aus. Diese Dynamik herrsche seit Monaten vor. Umso wichtiger ist es demnach, gegenzusteuern. „Qualifizierung, Beratung und passgenaue Vermittlung gewinnen weiter an Bedeutung. Oft passen bislang die Fachkräftebedarfe der Unternehmen nicht zu den verfügbaren Arbeitssuchenden,“  ergänzte Langer.

Auf dem Stellenmarkt ordnete Langer die Entwicklung als Zeichen von Zurückhaltung ein.  „Arbeitgeber*innen suchen weiterhin Personal und melden mit zahlreichen neuen Stellen konkrete Bedarfe,“ sagte er. Gleichzeitig sinke der Stellenbestand obwohl die Arbeitslosigkeit steige. Das zeige:  Offene Stellen werden seltener fortgeschrieben oder früher beendet.  „Betriebe wollen offenbar kurzfristig ihre Bedarfe decken, zeigen sich aber auch vorsichtig bei langfristigen Entscheidungen“, so Langer.

Mit dem Jahresanfang kommt in der Regel Bewegung in den Arbeitsmarkt zurück. Betriebe starten neue Projekte, Einstellungen nehmen wieder Fahrt auf. Unternehmen und Arbeitssuchende kann die Agentur für Arbeit zusätzlich unterstützen. Langer sagte dazu: „Entscheidend bleibt oft die Qualifikation. Wer flexibel auftritt und sich weiterbildet, kommt schneller zurück in Arbeit. Dabei hilft unsere Arbeitsvermittlung. Der Arbeitgeberservice steht außerdem Unternehmen dabei zur Seite, ihren Suchradius bestmöglich zu optimieren.“

Mehr neugemeldete Stellen als im Vormonat - Bestand weiter deutlich unter Vorjahr

Die Arbeitgeber*innen meldeten dem Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Job­centern 917 neue Stellen im Laufe des Monats. Das sind 58 bzw. 6,8 Prozent mehr als im Vormonat und 168 bzw. 22,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Bestand offener Stellen ist mit 4.802 um 50 niedriger als im Vormonat und um 335 niedriger als im Dezember 2024. 

Der größte Anteil an freien Stellen im Bestand kommt mit 854 aus dem verarbeitenden Gewerbe (-15,4 Prozent zu Vorjahr). Danach folgt die Arbeitnehmerüberlassung mit 575 Stellen offenen Arbeitsstellen (-35,4 Prozent). Im Gesundheits- und Sozialwesen sind 505 Stellen zu besetzen (-28,7 Prozent) und im Baugewerbe 503 (-4,4 Prozent). Der Groß- und Einzelhandel meldet 406 Arbeitsplätze (+2,3 Prozent) und das Gastgewerbe 199 (-16,4 Prozent).

Arbeitslosenzahl bei Agentur für Arbeit weiter deutlich über Vorjahresniveau

Von den insgesamt 8.287  arbeitslos gemeldeten Menschen werden 4.979 und damit 60,1 Prozent von der Agentur für Arbeit betreut, 200 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Personen, die bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet sind, um 633 beziehungsweise 14,6 Prozent gestiegen.

Bei den Jobcentern sind derzeit 3.308 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 84 Personen mehr als im Vormonat und 221 weniger als im Vorjahr.

 

Stadt und Landkreise

 

Der Arbeitsmarkt in der Stadt Ansbach

Die Arbeitslosenquote in der Stadt Ansbach liegt bei 5,2 Prozent (Vormonat: 4,9 Prozent und Vorjahr: 4,7 Prozent). Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen ist im Vergleich zum Vormonat um 62 gestiegen und liegt jetzt bei 1.250 Personen. Im Vorjahresvergleich nahm sie um 128 zu.

Die Arbeitgeber*innen meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter im Dezember 127 neue Stellen. Das sind 16 weniger als vor einem Monat und 29 weniger als vor einem Jahr. Insgesamt sind aus dem Stadtgebiet Ansbach 536 freie Stellen im Bestand (Vormonat: 559; Vorjahr: 714).

Bei der Agentur für Arbeit sind 621 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 42 mehr als im Vormonat. Beim Jobcenter sind 629 Personen arbeitslos gemeldet und damit 20 mehr als vor einem Monat. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit im Bereich der Agentur für Arbeit um 111 Personen und im Bereich des Jobcenters um 17.

 

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Ansbach

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Ansbach liegt bei 2,9 Prozent (Vormonat: 2,8 Prozent und Vorjahr: 2,7 Prozent). Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen nahm im Vergleich zum Vormonat um 128 zu und liegt jetzt bei 3.209. Im Vorjahresvergleich nahm sie um 188 zu.

Die Arbeitgeber*innen des Landkreises Ansbach meldeten dem Arbeitgeber-Service im Dezember 335 neue Stellen und damit 47 mehr als vor einem Monat und 55 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt sind 1.572 freie Stellen im Bestand (Vormonat: 1.546; Vorjahr: 1.951).

Bei der Agentur für Arbeit sind mit 2.038 Personen 73 mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Beim Jobcenter sind 1.171 Personen arbeitslos gemeldet und damit 55 mehr als vor einem Monat. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit im Bereich der Agentur für Arbeit um 264 zu und im Bereich des Jobcenters um 76 ab.

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Roth

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Roth liegt bei 2,3 Prozent (Vormonat: 2,3 Prozent, Vorjahr: 2,4 Prozent). Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen ist mit 1.740 im Vergleich zum Vormonat um 4 gesunken und im Vergleich zum Vorjahr um 59 gesunken.

Die Arbeitgeber*innen des Landkreises Roth meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter im November 248 neue Stellen, das sind 30 weniger als vor einem Monat und 48 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt sind 1.743 freie Stellen im Bestand (Vormonat: 1.771; Vorjahr: 1.370). 

Bei der Agentur für Arbeit sind 1.121 Personen arbeitslos gemeldet, das sind im Vormonatsvergleich 7 Personen mehr. Beim Jobcenter sind 619 Personen arbeitslos gemeldet, das sind im Vormonatsvergleich 11 weniger. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Arbeitslosigkeit im Bereich der Agentur für Arbeit um 20 Personen zugenommen und im Bereich des Jobcenters um 79 abgenommen.

 

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen liegt bei 3,8 Prozent (Vormonat: 3,6 Prozent, Vorjahr: 3,5 Prozent). Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen ist im Vergleich zum Vormonat um 986 gestiegen und liegt bei 2.088. Im Vorjahresvergleich nahm sie um 155 zu.

Die Arbeitgeber*innen des Landkreises Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter im Dezember 207 neue Stellen, das sind 57 mehr als vor einem Monat und 94 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt sind 951 freie Stellen im Bestand (Vormonat: 976; Vorjahr: 1.102).

Bei der Agentur für Arbeit sind 1.199 Personen arbeitslos gemeldet, das sind im Vormonatsvergleich 78 Personen mehr. Beim Jobcenter sind mit 889 Personen und damit 20 mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit im Bereich der Agentur für Arbeit um 238 Personen zu, im Bereich des Jobcenters nahm sie um 83 Personen ab.