Arbeitslosigkeit steigt saisontypisch - Arbeitgeber verhalten bei Neueinstellungen

Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich weiter hoch 

30.01.2026 | Presseinfo Nr. 6

 

Daten im Überblick

Arbeitslosenzahl im Januar: + 1.090 zu Vormonat (+13,2 Prozent) auf 9.377.

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +406 (+4,5 Prozent)

Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,5 Prozent bei 3,6 Prozent

Arbeitslosenquote im Vorjahr: 3,4 Prozent


„Der Jahresbeginn hat den Arbeitsmarkt spürbar gebremst“, sagt Claudia Wolfinger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg. „Der Januar brachte eine überwiegend saisontypische Eintrübung. Viele Beschäftigungen endeten zum Jahreswechsel, neue Jobs lassen erwartungsgemäß auf sich warten, bis Arbeitgeber*innen ihre Jahresplanung abgeschlossen haben.“ Der Anstieg der Arbeitslosigkeit sei deshalb erwartbar gewesen. „Diese Bewegung gehört zum Jahresanfang. Sie sagt nur bedingt etwas über die grundsätzliche Stabilität des Arbeitsmarktes aus“, ergänzt Wolfinger.

Für den Januar typisch sei der Zuwachs von Arbeitslosen vor allem aus vorheriger Beschäftigung gekommen und wirke sich deshalb auf den Bereich der Agentur für Arbeit aus. „Das spricht auf den einzelnen Monat bezogen zunächst für saisonale Effekte und nicht für eine verfestigte Arbeitslosigkeit." Die Entwicklung im Bereich der Jobcenter habe sich entsprechend deutlich ruhiger dargestellt. „Dort zeigten sich im Berichtsmonat keine Anzeichen für eine strukturelle Verschärfung.“  Dennoch, so Wolfinger, liege die Arbeitslosigkeit weiter wie in den vergangenen Monaten über dem Vorjahresniveau, was für eine weiterhin angespannte regionale Wirtschaft spreche.

Bei den neugemeldeten Stellen zeigte sich analog dazu im Januar laut Wolfinger weiter eine verhaltene Dynamik:  „Arbeitgeber*innen meldeten weniger neue Stellen als in den Vormonaten.“ Das sei zwar für den Januar nicht ungewöhnlich, gehe aber über einen reinen Kalendereffekt hinaus.  „Viele Betriebe agieren weiterhin vorsichtig und warten mit Neueinstellungen ab - das zeigt auch der leichte Rückgang neugemeldeter Stellen im Vergleich zum Vorjahr.“  

Weniger neugemeldete Stellen als im Vormonat und Vorjahr

Die Arbeitgeber*innen meldeten dem Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Job­centern 587 neue Stellen im Laufe des Monats. Das sind 330 bzw. 36,0 Prozent weniger als im Vormonat und 10 bzw. 1,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Bestand offener Stellen ist mit 4.161 um 641 niedriger als im Vormonat. 

Der größte Anteil an freien Stellen im Bestand kommt mit 873 aus dem verarbeitenden Gewerbe (-14,7 Prozent zu Vorjahr). Danach folgt das Gesundheits- und Sozialwesen mit 532 Stellen zu besetzen (-20,7 Prozent). In der Arbeitnehmerüberlassung sind 507 Stellen zu besetzen (-39,9 Prozent) und im Baugewerbe 496 (-2,2 Prozent). Der Groß- und Einzelhandel meldet 391 Arbeitsplätze (+1,0 Prozent) und das Gastgewerbe 185 (-26,6 Prozent).

Arbeitslosenzahl bei Agentur für Arbeit weiter deutlich über Vorjahresniveau

Von den insgesamt 9.377 arbeitslos gemeldeten Menschen werden 5.880 und damit 62,7 Prozent von der Agentur für Arbeit betreut, 901 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Personen, die bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet sind, um 638 beziehungsweise 12,2 Prozent gestiegen.

Bei den Jobcentern sind derzeit 3.497 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 189 Personen mehr als im Vormonat und 232 weniger als im Vorjahr.

 

Stadt und Landkreise

 

Der Arbeitsmarkt in der Stadt Ansbach

Die Arbeitslosenquote in der Stadt Ansbach liegt bei 6,0 Prozent (Vormonat: 5,2 Prozent und Vorjahr: 5,3 Prozent). Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen ist im Vergleich zum Vormonat um 195 gestiegen und liegt jetzt bei 1.445 Personen. Im Vorjahresvergleich nahm sie um 173 zu.

Die Arbeitgeber*innen meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter im Januar 89 neue Stellen. Das sind 38 weniger als vor einem Monat und 12 weniger als vor einem Jahr. Insgesamt sind aus dem Stadtgebiet Ansbach 523 freie Stellen im Bestand (Vormonat: 536; Vorjahr: 690).

Bei der Agentur für Arbeit sind 715 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 94 mehr als im Vormonat. Beim Jobcenter sind 730 Personen arbeitslos gemeldet und damit 101 mehr als vor einem Monat. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit im Bereich der Agentur für Arbeit um 121 Personen und im Bereich des Jobcenters um 52.

 

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Ansbach

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Ansbach liegt bei 3,3 Prozent (Vormonat: 2,9 Prozent und Vorjahr: 3,1 Prozent). Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen nahm im Vergleich zum Vormonat um 431 zu und liegt jetzt bei 3.640. Im Vorjahresvergleich nahm sie um 217 zu.

Die Arbeitgeber*innen des Landkreises Ansbach meldeten dem Arbeitgeber-Service im Januar 217 neue Stellen und damit 118 weniger als vor einem Monat und 22 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt sind 1.565 freie Stellen im Bestand (Vormonat: 1.572; Vorjahr: 1.883).

Bei der Agentur für Arbeit sind mit 2.443 Personen 405 mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Beim Jobcenter sind 1.197 Personen arbeitslos gemeldet und damit 26 mehr als vor einem Monat. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit im Bereich der Agentur für Arbeit um 272 zu und im Bereich des Jobcenters um 55 ab.

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Roth

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Roth liegt bei 2,6 Prozent (Vormonat: 2,3 Prozent, Vorjahr: 2,7 Prozent). Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen ist mit 1.941 im Vergleich zum Vormonat um 201 gestiegen und im Vergleich zum Vorjahr um 88 gesunken.

Die Arbeitgeber*innen des Landkreises Roth meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter im Januar 157 neue Stellen, das sind 91 weniger als vor einem Monat und 26 weniger als vor einem Jahr. Insgesamt sind 1.167 freie Stellen im Bestand (Vorjahr: 1.337). 

Bei der Agentur für Arbeit sind 1.310 Personen arbeitslos gemeldet, das sind im Vormonatsvergleich 189 Personen mehr. Beim Jobcenter sind 631 Personen arbeitslos gemeldet, das sind im Vormonatsvergleich 12 mehr. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Arbeitslosigkeit im Bereich der Agentur für Arbeit um 46 Personen zugenommen und im Bereich des Jobcenters um 134 abgenommen.

 

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen liegt bei 4,3 Prozent (Vormonat: 3,8 Prozent, Vorjahr: 4,1 Prozent). Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen ist im Vergleich zum Vormonat um 263 gestiegen und liegt bei 2.351. Im Vorjahresvergleich nahm sie um 104 zu.

Die Arbeitgeber*innen des Landkreises Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter im Januar 124 neue Stellen, das sind 83 weniger als vor einem Monat und 6 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt sind 906 freie Stellen im Bestand (Vormonat: 951; Vorjahr: 1.101).

Bei der Agentur für Arbeit sind 1.412 Personen arbeitslos gemeldet, das sind im Vormonatsvergleich 213 Personen mehr. Beim Jobcenter sind mit 939 Personen und damit 50 mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit im Bereich der Agentur für Arbeit um 199 Personen zu, im Bereich des Jobcenters nahm sie um 95 Personen ab.