Verhaltender Anstieg der Arbeitslosigkeit und mehr Stellenangebote

- Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit – Arbeitslosenquote beträgt nun 6,1 Prozent

- Etwas mehr Anmeldungen in Arbeitslosigkeit, weniger Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit 

- Nachfrage nach Arbeitskräften jedoch gestiegen

07.01.2026 | Presseinfo Nr. 1

Erste saisonale Ausprägungen beginnen am regionalen Arbeitsmarkt zu wirken. So mussten sich mehr Menschen arbeitslos melden, gleichzeitig konnten weniger eine Beschäftigung aufnehmen. Das ist zu Beginn des Winters durchaus üblich, die Veränderungen sind bisher nur gering. „Ungewöhnlich ist jedoch der hohe Personalbedarf, den die heimischen Unternehmen im letzten Monat des Jahres übermittelten“, informiert Edeltraud Nikodemus, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach über die aktuelle Situation. Dieser ist insbesondere im Rhein-Hunsrück-Kreis bemerkenswert. „Ein durchaus ermutigendes Signal im Hinblick auf das neue Jahr. Denn zunächst wird die Arbeitslosigkeit witterungsbedingt ansteigen. Dann ist es gut, wenn es Beschäftigungsmöglichkeiten gibt“, so Nikodemus. 

Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:
Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach im Dezember 2025 leicht gestiegen (+ 1,7 Prozent). 11 529 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 190 Personen mehr als im November und 872 Personen (+ 8,2 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug nach 6,0 Prozent im November nun 6,1 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 5,6 Prozent.

Bewegungen (An- und Abmeldungen):
Im Dezember meldeten sich insgesamt 2 112 Personen neu oder erneut arbeitslos, 1,1 Prozent mehr als im November. Dabei fielen insbesondere die Anmeldungen nach Erwerbstätigkeit etwas höher aus als im November (+ 4,6 Prozent) und als im Dezember des Vorjahres (+ 7,3 Prozent). 
Die Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit hingegen waren rückläufig (- 6,2 Prozent). Auch hier fand der stärkste Rückgang bei der Zahl der Beendigungen von Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung statt (- 22,6 Prozent). Auch im Vergleich zu Dezember 2024 konnten rund zehn Prozent weniger Menschen in Beschäftigung einmünden.

Stellen:
Überraschenderweise hatten Unternehmen im Dezember deutlich höheren Personalbedarf (+ 42,5 Prozent) als im Monat davor: 580 vakante Stellen wurden übermittelt. Dies waren ähnlich viele wie im Dezember des Vorjahres. Möglicherweise geschah dies im Hinblick auf das neue Jahr, was eine gute Nachricht wäre. 
2 717 Stellenangebote befanden sich insgesamt im Bestand, 0,3 Prozent mehr als im November und 13,3 Prozent weniger als im Dezember 2024. Wachsende Nachfrage nach Arbeitskräften signalisierten nahezu alle Branchen mit Ausnahme des Handels.

Arbeitslosenquoten nach Geschäftsstellen:

  • Agenturbezirk Bad Kreuznach insgesamt: 11 529 Arbeitslose (+ 190)                   

    - stieg von 6,0 Prozent auf 6,1 Prozent (Vorjahr 5,6 Prozent)                   

  • Bad Kreuznach: 4 411 Arbeitslose (+ 26)                                   

    - stieg von 6,8 Prozent auf 6,9 Prozent (Vorjahr 5,5 Prozent)

  • Idar-Oberstein: 3 028 Arbeitslose (+ 55)                         

    - stieg von 6,9 Prozent auf 7,0 Prozent (Vorjahr 6,3 Prozent)

  • Kirn: 1 650 Arbeitslose (+ 37)                                        

    - stieg von 7,1 Prozent auf 7,2 Prozent (Vorjahr 6,7 Prozent)

  • Simmern: 1 561 Arbeitslose (+ 30)                                 

                   - stieg von 4,1 Prozent auf 4,2 Prozent (Vorjahr 4,2 Prozent)

  • Boppard: 879 Arbeitslose (+ 42)                                    

    - stieg von 3,7 Prozent auf 3,9 Prozent (Vorjahr 3,9 Prozent)

     

Überblick über die Arbeitsmärkte auf Kreisebene:
Landkreis Bad Kreuznach:
Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Bad Kreuznach im Dezember gestiegen (+ 1,1 Prozent). 5 061 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 63 Personen mehr als im November und 607 Personen bzw. 11,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg von 6,9 Prozent auf 70 Prozent. Im Vorjahresmonat betrug sie 6,3 Prozent.

Bewegungen:
Im Dezember meldeten sich insgesamt 1 073 Personen neu oder erneut arbeitslos, 5,0 Prozent mehr als im November. Dabei fielen insbesondere die Anmeldungen nach Erwerbstätigkeit etwas höher aus als im November (+ 5,2 Prozent) und als im Dezember des Vorjahres (+ 20,8 Prozent). 
Die Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit blieben gegenüber November nahezu unverändert (+ 0,2 Prozent). Auch hier fand der stärkste Rückgang bei der Zahl der Beendigungen von Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung statt (- 13,8 Prozent). Im Vergleich zu Dezember 2024 konnten ähnlich viele Menschen in Beschäftigung einmünden.

Stellen:
Auch im Landkreis Bad Kreuznach hatten Unternehmen im Dezember höheren Personalbedarf (+ 13,7 Prozent) als im Monat davor: 257 vakante Stellen wurden übermittelt. Dies waren jedoch noch immer weniger als im Dezember des Vorjahres (- 6,9 Prozent).
1 189 Stellenangebote befanden sich insgesamt im Bestand, 0,6 Prozent weniger als im November und 14,0 Prozent weniger als im Dezember 2024. Wachsende Nachfrage nach Arbeitskräften signalisierten nahezu alle Branchen mit Ausnahme des Handels und des verarbeitenden Gewerbes.

Landkreis Birkenfeld:
Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Birkenfeld im Dezember gestiegen (+1,8 Prozent). 3 028 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 55 Personen mehr als im November und 281 Personen bzw. 10,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg von 6,9 Prozent auf 7,0 Prozent. Vor einem Jahr stieg sie ebenfalls von November auf Dezember, jedoch von 6,3 Prozent auf 6,4 Prozent.

Bewegungen:
Im Dezember meldeten sich insgesamt 495 Personen neu oder erneut arbeitslos, 1,4 Prozent weniger als im November. Allerdings fielen auch hier die Anmeldungen nach Erwerbstätigkeit höher aus als im November (+ 25,3 Prozent) und als im Dezember des Vorjahres (+ 6,8 Prozent). 
Die Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit gingen gegenüber November deutlich zurück (- 14,6 Prozent). Auch hier fand der stärkste Rückgang bei der Zahl der Beendigungen von Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung statt (- 31,0 Prozent). Deren Zahl ging auch um rund 20 Prozent gegenüber Dezember 2024 zurück.

Stellen:
Auch im Landkreis Birkenfeld hatten Unternehmen im Dezember höheren Personalbedarf (+ 27,3 Prozent) als im Monat davor: 112 vakante Stellen wurden übermittelt. Dies waren jedoch noch immer weniger als im Dezember des Vorjahres (- 24,8 Prozent).
463 Stellenangebote befanden sich insgesamt im Bestand, 5,1 Prozent weniger als im November und 17,5 Prozent weniger als im Dezember 2024. Wachsende Nachfrage nach Arbeitskräften signalisierten nahezu alle Branchen mit Ausnahme des Handels und des verarbeitenden Gewerbes.

 

Rhein-Hunsrück-Kreis:
Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:
In diesem Monat ist die Arbeitslosigkeit im Rhein-Hunsrück-Kreis am stärksten gestiegen (+ 3,0 Prozent), was saisonal durchaus üblich ist. 2 440 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 72 Personen mehr als im November und 16 Personen weniger (- 0,7 Prozent) als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg von 3,9 Prozent auf 4,0 Prozent. Im Vorjahr war sie von November auf Dezember von 4,0 Prozent auf 4,1 Prozent gestiegen. Einzig im Rhein-Hunsrück-Kreis ist die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich niedriger.

Bewegungen:
Im Dezember meldeten sich insgesamt 544 Personen neu oder erneut arbeitslos, 3,9 Prozent weniger als im November. Im Rhein-Hunsrück-Kreis fielen – anders als insgesamt - die Anmeldungen nach Erwerbstätigkeit niedriger aus als im November (- 9,3 Prozent) und als im Dezember des Vorjahres (- 10,0 Prozent). 
Die Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit gingen gegenüber November deutlich zurück (- 10,1 Prozent). Auch hier fand der stärkste Rückgang bei der Zahl der Beendigungen von Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung statt (- 31,7 Prozent). Deren Zahl ging auch um 22,7 Prozent gegenüber Dezember 2024 zurück.

Stellen:
Der Zugang an Stellenangeboten fiel im Dezember im Rhein-Hunsrück-Kreis extrem hoch aus (+ 126,9 Prozent): 211 vakante Stellen wurden übermittelt. Dies waren auch deutlich mehr als vor einem Jahr (+ 37,9 Prozent).
1 065 Stellenangebote befanden sich insgesamt im Bestand, 3,8 Prozent mehr als im November, jedoch  10,5 Prozent weniger als im Dezember 2024. Der gestiegene Personalbedarf kam überwiegend aus dem verarbeitenden Gewerbe.