Frühjahr bringt nur geringe Entlastung am Arbeitsmarkt

- Rückgang der Arbeitslosigkeit – Arbeitslosenquote beträgt nun 6,2 Prozent 
- Mehr Anmeldungen in Arbeitslosigkeit, weniger Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit 
- Nachfrage nach Arbeitskräften ist gestiegen

29.05.2026 | Presseinfo Nr. 19

Die Arbeitslosigkeit geht in diesem Frühjahr zwar Monat für Monat zurück, allerdings jeweils nur leicht. „Einen Durchbruch bringt die saisonale Entwicklung in diesem Jahr nicht“, so das Fazit von Agenturleiterin Edeltraud Nikodemus. „Die Ausprägungen des Rückgangs der Arbeitslosigkeit sind derart gering, dass die Arbeitslosenquoten nicht in allen Regionen sinken konnten. Im Rhein-Hunsrück-Kreis kam es diesen Monat sogar zu einem Anstieg“, informiert Nikodemus. 

Auch die Nachfrage nach Arbeitskräften wächst nicht mehr überall. Im Landkreis Bad Kreuznach wurden weniger neue Arbeitsstellen angeboten. Erfreulich: Im Landkreis Birkenfeld kamen im Mai viele neue Jobs hinzu. Das ist hilfreich für die Vermittlungsarbeit, da dort auch eine größere Unternehmensschließung stattgefunden hatte. 

Nikodemus informiert, dass alle Kundinnen und Kunden der Arbeitsagentur ihre Angelegenheiten 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, digital erledigen können. Wer mit den eServices der
Bundesagentur noch nicht vertraut ist, wird in den Dienststellen Bad Kreuznach, Idar-Oberstein und Simmern persönlich durch „Digi-Coaches“  unterstützt. Der Zugang zu den Angeboten ist unter www.arbeitsagentur.de/eservices zu finden.

Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:
Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach im Mai 2026 vergleichsweise gering gesunken. 11 868 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 43 Personen weniger (-0,4 Prozent) als im April, aber 665 Personen (+ 5,9 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im Mai 6,2 Prozent – nach 6,3 Prozent im April. Vor einem Jahr lag sie bei 5,9 Prozent.

Bewegungen (An- und Abmeldungen):
Im vergangenen Monat meldeten sich mehr Menschen arbeitslos, was für einen Mai untypisch ist. Dies waren insgesamt 2 191 Personen, 5,1 Prozent mehr als im April. Davon kamen 800 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit, 4,3 Prozent mehr als im Vormonat. Auch gegenüber dem Vorjahresmonat waren die Arbeitslosmeldungen insgesamt (+5,6 Prozent) und nach Erwerbstätigkeit ( + 13,0 Prozent) gestiegen. 
Die Zahl der Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit fiel mit 2 228 gleichzeitig niedriger aus (- 5,0 Prozent). Darunter gingen die Abmeldungen wegen  Aufnahme von Beschäftigung (685) besonders deutlich zurück (-17,0 Prozent).

Stellen:
Die Unternehmen hatten dennoch weiterhin wachsenden Bedarf an Mitarbeitenden: 661 Stellen wurden im Mai neu angeboten, 30 oder knapp fünf Prozent mehr als im April. Dies sind auch mehr  (+26,6 Prozent) als im Mai des Vorjahres. In diesem Monat planten insbesondere Zeitarbeitsunternehmen, aber auch Gastronomie und Gesundheitswesen mehr Einstellungen. Weniger Vakanzen zeigten Bau- und verarbeitendes Gewerbe. Im Bestand befanden sich 3 098 Stellen, somit mehr als im April (+1,5 Prozent) und als im Vorjahresmonat (-4,6 Prozent).

Arbeitslosenquoten nach Geschäftsstellen:

  • Agenturbezirk Bad Kreuznach insgesamt: 11 468 Arbeitslose (- 43)                     

    - fiel von 6,3 Prozent auf 6,2 Prozent (Vorjahr 5,9 Prozent)                      

  • Bad Kreuznach: 4 448 Arbeitslose (- 17)                        

    - fiel von 7,0 Prozent auf 6,9 Prozent (Vorjahr 6,6 Prozent)

  • Idar-Oberstein: 3 165 Arbeitslose (+ 8)                           

    - stagnierte auf 7,3 Prozent (Vorjahr 6,8 Prozent)

  • Kirn: 1 620 Arbeitslose (- 46)                                         

    - fiel von 7,3 Prozent auf 7,1 Prozent (Vorjahr 6,7 Prozent)

  • Simmern: 1 713 Arbeitslose (+ 24)                                 

      - stieg von 4,5 Prozent auf 4,6 Prozent (Vorjahr 4,3 Prozent)

  • Boppard: 922 Arbeitslose (- 12)                                     

    - stagnierte auf 4,1 Prozent (Vorjahr 3,8 Prozent)

     

Überblick über die Arbeitsmärkte auf Kreisebene:
Landkreis Bad Kreuznach:
Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Bad Kreuznach im Mai 2026 gesunken. 6 068 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 63 Personen weniger (-1,0 Prozent) als im April, aber 301 Personen (+5,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote konnte von 7,1 Prozent auf 6,9 Prozent sinken. Vor einem Jahr lag sie bei 6,6 Prozent.

Bewegungen:
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1 085 Personen arbeitslos, 3,7 Prozent mehr als im April. Davon kamen 364 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit – ähnlich viele wie im März. Gegenüber dem Vorjahresmonat sind die Zugänge aus Erwerbstätigkeit um 13,4 Prozent gestiegen.
Die Zahl der Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit fiel mit 1 089 gleichzeitig niedriger aus (- 6,0 Prozent). Darunter ging die Anzahl der Abmeldungen wegen  Aufnahme von Beschäftigung (324) deutlich zurück (-13,8 Prozent).

Stellen:
Die Unternehmen hatten im Landkreis Bad Kreuznach sinkenden Bedarf an Mitarbeitenden: 312 Stellen wurden im Mai neu angeboten, 33 oder 9,6 Prozent weniger als im April. Dies sind dennoch mehr (+16,0 Prozent) als im Mai des Vorjahres. In diesem Monat planten Handel, Gastronomie und Gesundheitswesen mehr Einstellungen. Weniger Vakanzen zeigten Bau- und insbesondere das verarbeitende Gewerbe. Im Bestand befanden sich 1 425 Stellen, somit etwas mehr als im April (+0,6 Prozent) und als im Vorjahresmonat (+15,5 Prozent).

Landkreis Birkenfeld:
Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Birkenfeld im April 2026 gesunken. 3 165 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 8 Personen mehr (+0,3 Prozent) als im April und 220 Personen bzw. 7,5 Prozent mehr ,als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stagnierte auf 7,3 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 6,8 Prozent.

Bewegungen: 
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 566 Personen arbeitslos, 13,9 Prozent mehr als im April. Davon kamen 229 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit – das waren 53 oder 30,1 Prozent mehr als im März. Gegenüber dem Vorjahresmonat sind die Zugänge aus Erwerbstätigkeit um 28,7 Prozent gestiegen. Die Vergleiche deuten auf eine Besonderheit hin: Eine Ursache für diese Steigerung kann eine größere Betriebsschließung sein.
Die Zahl der Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit fiel mit 555 ähnlich wie im März aus (+ 0,5 Prozent). Darunter ging die Anzahl der Abmeldungen wegen Aufnahme von Beschäftigung (176) zurück (-7,4 Prozent).

Stellen:
Die Unternehmen hatten im Landkreis Birkenfeld deutlich wachsenden Bedarf an Mitarbeitenden: 159 Stellen wurden im Mai neu angeboten, 50 oder 45,9 Prozent mehr als im April. Dies ist auch rund ein Drittel (+34,7 Prozent) mehr als im Mai des Vorjahres. In diesem Monat planten insbesondere verarbeitendes Gewerbe, aber auch Zeitarbeitsbranche und öffentlicher Dienst mehr Einstellungen. Damit bieten sich einige neue Möglichkeiten für Arbeitsuchende im Landkreis Birkenfeld. Im Bestand befanden sich 469 Stellen, somit etwas mehr als im April (+2,6 Prozent), aber weniger als im Vorjahresmonat (-15,8 Prozent).

Rhein-Hunsrück-Kreis:
Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Rhein-Hunsrück-Kreis im April 2026 leicht gestiegen. 2 635 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 12 Personen mehr (+0,5 Prozent) als im April und 144 Personen bzw. 5,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote verharrte auf 4,4 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 4,1 Prozent.

Bewegungen:
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 600 Personen arbeitslos, die Zahl variiert seit Monaten kaum. In diesem Monat mussten sich sogar weniger Menschen direkt nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos melden als im März (-10,0 Prozent). Dies in etwa so viele wie vor einem Jahr (-1,0 Prozent). 
Die Zahl der Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit fiel mit 584 geringer aus als im März (-7,9 Prozent). Darunter die Anzahl der Abmeldungen wegen Aufnahme von Beschäftigung (185) besonders deutlich zurück (-28,8 Prozent).

Stellen:
Die Unternehmen hatten im Landkreis Rhein-Hunsrück wachsenden Bedarf an Mitarbeitenden: 190 Stellen wurden im Mai neu angeboten, 13 oder 7,3 Prozent mehr als im April. Dies sind  auch rund 40 Prozent mehr als im Mai des Vorjahres. In diesem Monat planten insbesondere die Zeitarbeitsbranche, aber auch das Baugewerbe mehr Einstellungen. Im Bestand befanden sich 1 204 Stellen, somit etwas mehr als im April (+2,3 Prozent) und im Vorjahresmonat (+2,8 Prozent).