Die Folgen der wirtschaftlichen Eintrübung haben den Arbeitsmarkt in der Region erreicht. Mit dem Jahreswechsel endeten für viele Menschen langjährige Beschäftigungsverhältnisse. Sich nun auf die Suche nach einer neuen Stelle zu begeben, ist anstrengend. Es gibt in der Regel keine neue Beschäftigung direkt vor Ort, mit einem gleich hohen Gehalt und schon gar nicht mit gleichen Aufgaben, wie beim bisherigen Arbeitgeber. „Die Arbeitssuche wird zu Veränderungen führen. Auf dem Weg zu einer neuen Stelle wird die Agentur für Arbeit bei der Auffrischung von fachlichen Kenntnissen oder beim Erlangen neuer Berufsabschlüsse unterstützen.“, sichert Edeltraud Nikodemus, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach zu. Für sie ist die berufliche Bildung das wichtigste Instrument der Arbeitsmarktpolitik und mehr noch: die tragende Säule der wirtschaftlichen Transformation.
Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:
Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach im Januar 2026 um 7,1 Prozent gestiegen. 12 344 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 815 Personen mehr als im Dezember und 899 Personen (+ 7,9 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,5 Prozent und lag mit 0,4 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6 Prozent.
Bewegungen (An- und Abmeldungen):
Im Januar meldeten sich insgesamt 2 595 Personen arbeitslos, 22,9 Prozent mehr als im Dezember. Davon kamen 1 184 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit. Erneut stieg die Zahl der Anmeldungen nach Erwerbstätigkeit; gegenüber dem Vormonat um 40,5 Prozent, gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um 4,4 Prozent.
Die Zahl der Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit war mit 1 810 weiterhin rückläufig (- 5,8 Prozent). Der stärkste Rückgang bei der Zahl der Beendigungen von Arbeitslosigkeit fand durch Aufnahme einer Beschäftigung statt (486 bzw. - 5 Prozent).
Stellen:
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 417 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (163 weniger als im Vormonat und 90 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Gesundheits- und Sozialwesen, Baugewerbe, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 2 728 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Arbeitslosenquoten nach Geschäftsstellen:
Agenturbezirk Bad Kreuznach insgesamt: 12 344 Arbeitslose (+ 815)
- stieg von 6,1 Prozent auf 6,5 Prozent (Vorjahr 6,0 Prozent)
Bad Kreuznach: 4 615 Arbeitslose (+ 204)
- stieg von 6,9 Prozent auf 7,2 Prozent (Vorjahr 6,6 Prozent)
Idar-Oberstein: 3 264 Arbeitslose (+ 236)
-stieg von 7,0 Prozent auf 7,5 Prozent (Vorjahr 6,8 Prozent)
Kirn: 1 749 Arbeitslose (+ 99)
- stieg von 7,2 Prozent auf 7,7 Prozent (Vorjahr 7,1 Prozent)
Simmern: 1 696 Arbeitslose (+ 135)
- stieg von 4,2 Prozent auf 4,5 Prozent (Vorjahr 4,5 Prozent)
Boppard: 1 020 Arbeitslose (+ 141)
- stieg von 3,9 Prozent auf 4,5 Prozent (Vorjahr 4,4 Prozent)
Überblick über die Arbeitsmärkte auf Kreisebene:
Landkreis Bad Kreuznach:
Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Bad Kreuznach im Januar 2026 um 5 Prozent gestiegen. 6 364 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 303 Personen mehr als im Dezember und 537 Personen bzw. 9,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,3 Prozent und lag mit 0,3 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,7 Prozent.
Bewegungen:
Im Januar meldeten sich insgesamt 1 150 Personen arbeitslos, 7,2 Prozent mehr als im Dezember. Davon kamen 482 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit. Erneut stieg die Zahl der Anmeldungen nach Erwerbstätigkeit; gegenüber dem Vormonat um 18,7 Prozent, gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres ist sie um 1,4 Prozent gesunken.
861 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, das sind 14,4 Prozent weniger als im Dezember. Davon nahmen 225 (32 bzw. 12,5 Prozent weniger als im Vormonat) eine Erwerbstätigkeit auf.
Stellen:
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 243 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (14 weniger als im Vormonat, aber 47 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, Verarbeitendes Gewerbe, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Baugewerbe, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 1 217 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Landkreis Birkenfeld:
Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Birkenfeld im Januar 2026 um 7,8 Prozent gestiegen. 3 264 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 236 Personen mehr als im Dezember und 310 Personen bzw. 10,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,5 Prozent und lag mit 0,5 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,8 Prozent.
Bewegungen:
Im Januar meldeten sich insgesamt 670 Personen arbeitslos, 35,4 Prozent mehr als im Dezember. Davon kamen 334 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. Das sind 34,5 Prozent mehr als im Vormonat und 23,2 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres.
436 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit. Das ist ein Rückgang um 1,6 Prozent. Die Zahl derer, die in eine Erwerbstätigkeit einmündeten, liegt mit 110 auf dem Niveau des Vormonats sowie des Vergleichsmonats 2025 (jeweils 107).
Stellen:
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 80 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (32 weniger als im Vormonat und 15 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, Baugewerbe. Aktuell befanden sich damit 423 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Rhein-Hunsrück-Kreis:
Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:
Die Arbeitslosigkeit ist im Rhein-Hunsrück-Kreis im Januar 2026 um 11,3 Prozent gestiegen. 2 716 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 276 Personen mehr als im Dezember und 52 Personen bzw. 2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,5 Prozent und lag mit 0,5 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,4 Prozent.
Bewegungen:
Im Januar meldeten sich insgesamt 775 Personen arbeitslos, 42,5 Prozent mehr als im Dezember. Davon kamen 368 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. Das sind 57,3 Prozent mehr als im Vormonat und 1,6 Prozent weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres.
513 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit. Das sind 8,7 Prozent mehr als im Dezember und 5,8 Prozent mehr als vor einem Jahr.
151 Personen, 52,5 Prozent mehr als im Dezember, konnten in eine Erwerbstätigkeit einmünden. Im Vorjahr waren dies 1,6 Prozent weniger.
Stellen:
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 94 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (117 weniger als im Vormonat und 122 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Baugewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 1 088 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.