Der Arbeitsmarkt im März 2023

Arbeitsmarkt zeigt sich weiter stabil

Arbeitskräftenachfrage bleibt hoch

31.03.2023 | Presseinfo Nr. 22

Entwicklung des Arbeitslosenbestandes

 

 

„Der Arbeitsmarkt zeigt sich auch im März relativ robust,“ so Nicole Jordy, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach. „Die Entwicklungen sind in den drei Regionen unterschiedlich, bieten aber aktuell in keiner einen Grund zur Sorge. Erfreulich ist, dass die Zahl der Teilnehmer/innen an Beruflicher Weiterbildung mit knapp 2.000 Personen konstant hoch ist. Denn qualifizierte Arbeitsuchende helfen, die nach wie vor hohe Nachfrage nach Arbeitskräften zu decken. Potenziale finden sich auch unter den bereits Beschäftigten eines Unternehmens.

Unsere Expert/innen im Arbeitgeber-Service beantworten alle Fragen rund um Qualifizierung und Weiterbildung Beschäftigter – individuell auf die einzelnen Bedarfe zugeschnitten.“

 

Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt

Im März 2023 meldeten sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach 4.073 Personen arbeitslos - das sind 378 oder 8,5 Prozent weniger als im Vormonat. 1.485 davon meldeten sich nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes auf dem 1. Arbeitsmarkt. Dies ist bei den Zugängen aus Erwerbstätigkeit ein Minus von 63 Personen oder 4,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat, aber ein Plus von 237 Personen oder 19,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Abgemeldet aus der Arbeitslosigkeit haben sich im März 3.929 Personen. Dies sind 756 oder 16,1 Prozent weniger als im Vormonat. 1.195 davon konnten in eine Erwerbstätigkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt einmünden; das sind 90 Person oder 7,0 Prozent weniger als im Vormonat und 138 oder 10,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Arbeitslosenzahl insgesamt betrug 23.087 Personen. Dies sind 149 oder 0,6 Prozent mehr als im Vormonat und 1.303 oder 6,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote beträgt weiter 5,9 Prozent nach 5,6 Prozent im Vorjahr.

 

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach entfielen von den 23.087 Arbeitslosen Ende März 2023 insgesamt 8.065 auf die Arbeitslosenversicherung und damit 62 Personen oder 0,8 Prozent weniger als vor vier Wochen, aber 212 oder 2,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Bei den Jobcentern in der Grundsicherung sind 15.022 Arbeitslose gemeldet und damit 211 oder 1,4 Prozent mehr als im Vormonat und 1.091 oder 7,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

 

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmende von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als arbeitslos gezählt werden. Insgesamt sind in diesem Monat 29.917 Personen unterbeschäftigt und damit 2.725 Menschen oder 10,0 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung beträgt aktuell 77,2 Prozent. Im Vorjahr waren es 80,1 Prozent.

 

Stellenzugang und -bestand

Die Unternehmen im Bezirk meldeten 1.079 neue offene Stellen, das sind 364 oder 25,2 Prozent weniger als im Vormonat und 296 oder 21,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Damit waren insgesamt im Berichtsmonat 5.975 offene Arbeitsstellen im Bestand gemeldet, was einem Minus von 6,4 Prozent zum Vorjahr entspricht.

 

 

Informationen und Erreichbarkeit:

 

Eine Kontaktaufnahme zur Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach ist jederzeit online möglich, verschiedene Angebote können unmittelbar über die Online-Services genutzt werden:

 

www.arbeitsagentur.de/eservices - 7 Tage/24 Stunden

 

 

Wie die Online-Kommunikation mit der Agentur für Arbeit funktioniert, erklären Videos der Bundesagentur für Arbeit auf YouTube.

Die Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach sind regulär für Kundinnen und Kunden geöffnet.

Auch das Berufsinformationszentrum (BiZ) ist für Besucher/innen geöffnet.

Weitere Informationen und die aktuellen Öffnungszeiten finden Interessierte auf der Internetseite der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach:

https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/bergisch-gladbach/startseite

 

Die kostenlosen Servicerufnummern sind

von 08:00 bis 18:00 Uhr erreichbar:
- Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer:                          0800 4 5555 00

- Arbeitgeber:                                                                    0800 4 5555 20

- Familienkasse:                                                               0800 4 5555 30

- technische Fragen zu den eServices                            0800 4 5555 01

 

 

Der Arbeitsmarkt nach Regionen

 

(Ausführungen zu den Geschäftsstellenbezirken finden Sie im beigefügten Arbeitsmarktreport.)

 

Oberbergischer Kreis

 

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Mit 1.384 Arbeitslosmeldungen und 1.389 Abmeldungen sank im Oberbergischen Kreis die Arbeitslosigkeit auf 8.045 (- 13 Arbeitslose, - 0,2 Prozent). Das sind 900 Arbeitslose (12,6 Prozent) mehr als im Vorjahr. 565 Personen mussten sich nach dem Verlust der Erwerbstätigkeit arbeitslos melden; das sind zwölf (2,2 Prozent) mehr als im Vormonat und 127 (29,0 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

 

Gleichzeitig haben 446 Arbeitslose wieder eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt gefunden – das sind zwölf Personen oder 2,8 Prozent mehr als im Vormonat, aber 64 (12,5 Prozent) weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote liegt weiter bei 5,4 Prozent nach 4,7 Prozent im Vorjahr.

 

In den letzten vier Wochen sank die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung um 46 (- 1,6 Prozent) auf 2.878 Personen. Zum Vorjahr ist das ein Plus von 242 Personen bzw. 9,2 Prozent. Im Bereich der Grundsicherung stieg sie um 33 (0,6 Prozent) auf 5.167 Personen – im Vergleich zum Vorjahr sind das 658 Personen mehr (+ 14,6 Prozent).

 

Entwicklung der Stellenangebote

Die oberbergischen Arbeitgeber meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und Jobcenter im März 523 neue Stellen. Dies sind 165 (24,0 Prozent) weniger als im Vormonat und 125 (19,3 Prozent) weniger als im Vorjahr. Damit sind aktuell 2.838 freie Arbeitsstellen (- 13 bzw. - 0,5 Prozent zum Vormonat) gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 156 Stellen (5,2 Prozent) weniger.     

 

Rheinisch-Bergischer Kreis

 

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Mit 1.246 Arbeitslosmeldungen und 1.329 Abmeldungen sank im Rheinisch-Bergischen Kreis die Arbeitslosigkeit auf 8.539 (- 72 Arbeitslose, - 0,8 Prozent). Das sind 378 Arbeitslose (4,6 Prozent) mehr als im Vorjahr. 492 Personen mussten sich nach dem Verlust der Erwerbstätigkeit arbeitslos melden; das sind 22 (4,3 Prozent) weniger als im Vormonat, aber 38 (8,4 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

 

Gleichzeitig haben 430 Arbeitslose wieder eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt gefunden – das sind 57 Personen oder 11,7 Prozent weniger als im Vormonat und 22 (4,9 Prozent) weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 5,6 Prozent, nach 5,7 Prozent im Vormonat und 5,4 Prozent im Vorjahr.

 

In den letzten vier Wochen sank die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung um 33 (- 1,1 Prozent) auf 2.955 Personen. Zum Vorjahr ist das ein Minus von 149 Personen bzw. - 4,8 Prozent. Im Bereich der Grundsicherung sank sie um 39 (- 0,7 Prozent) auf 5.584 Personen – im Vergleich zum Vorjahr sind das 527 Personen mehr (+ 10,4 Prozent).

 

Entwicklung der Stellenangebote

Die rheinisch-bergischen Arbeitgeber meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und Jobcenter im März 328 neue Stellen. Dies sind 45 (12,1 Prozent) weniger als im Vormonat und 17 (4,9 Prozent) weniger als im Vorjahr. Damit sind aktuell 1.670 freie Arbeitsstellen (+ 52 bzw. + 3,2 Prozent zum Vormonat) gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 17 Stellen (1,0 Prozent) mehr.

 

 

Leverkusen

 

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Mit 1.443 Arbeitslosmeldungen und 1.211 Abmeldungen stieg in der Stadt Leverkusen die Arbeitslosigkeit auf 6.503 (+ 234 Arbeitslose, + 3,7 Prozent). Das sind 25 Arbeitslose (0,4 Prozent) mehr als im Vorjahr. 428 Personen mussten sich nach dem Verlust der Erwerbstätigkeit arbeitslos melden; das sind 53 (11,0 Prozent) weniger als im Vormonat, aber 72 (20,2 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

 

Gleichzeitig haben 319 Arbeitslose wieder eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt gefunden – das sind 45 Personen oder 12,4 Prozent weniger als im Vormonat und 52 (14,0 Prozent) weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 7,5 Prozent nach 7,2 Prozent im Vormonat. Im Vorjahr waren es 7,4 Prozent.

 

In den letzten vier Wochen stieg die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung um 17 (+ 0,8 Prozent) auf 2.232 Personen. Zum Vorjahr ist das ein Plus von 119 Personen bzw. 5,6 Prozent. Im Bereich der Grundsicherung stieg sie um 217 (+ 5,4 Prozent) auf 4.271 Personen – im Vergleich zum Vorjahr sind das 94 weniger (- 2,2 Prozent).

 

Entwicklung der Stellenangebote

Die Arbeitgeber aus Leverkusen meldeten dem Arbeitgeber-Service im März 228 neue Stellen. Dies sind 154 (40,3 Prozent) weniger als im Vormonat und 154 (40,3 Prozent) weniger als im Vorjahr. Damit sind aktuell 1.467 freie Arbeitsstellen (+ neun bzw. + 0,6 Prozent zum Vormonat) gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 269 Stellen (- 15,5 Prozent) weniger.