- Im Vergleich zum Vormonat sinkt die Arbeitslosigkeit um 157 Personen (-0,5 Prozent) auf 33.506 Personen.
- Im Vergleich zum Vorjahresmonat steigt die Arbeitslosigkeit um 156 Personen oder 0,5 Prozent.
- Im Versichertenbereich (SGB III) sinkt die Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich um 85 Personen (-1,0 Prozent).
- Im Grundsicherungsbereich (SGB II) sinkt die Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich um 28 Personen (-0,1 Prozent).
- Die Zugänge aus der Erwerbstätigkeit in Arbeitslosigkeit steigen im Vergleich zum Vormonat um 4,2 Prozent.
- Die Arbeitslosenquote bleibt im Agenturbezirk im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 6,5 Prozent (+/-0,0 Prozentpunkte).
- Die Arbeitslosenquote in der Stadt Bonn sinkt im Vergleich zum Vormonat leicht auf 7,5 Prozent (-0,1 Prozentpunkte).
- Die Arbeitslosenquote im Rhein-Sieg-Kreis bleibt unverändert bei 5,9 Prozent (+/-0,0 Prozentpunkte).
- Im März 2026 wurden 1.676 neue Stellen gemeldet, dies sind 57,4 Prozent mehr als im Februar 2026 und 58 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Dieser Stellenzuwachs geht vornehmlich auf die Bereiche „Freiberufliche, wissenschaftliche & technische Dienstleistung“, „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistung“, „Gesundheits- und Sozialwesen“ sowie „öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung zurück.
"Für Arbeitsuchende tun sich in diesem Monat in unserer Region in bestimmten Bereichen viele Chancen auf: Uns wurden knapp 1.700 neue Stellen gemeldet. Das ist - auch im Vergleich zum Vorjahr - überdurchschnittlich viel“, sagt Stefan Krause, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg. „Ob dies zu einer Belebung am Arbeitsmarkt führen kann, bleibt abzuwarten. Ansonsten ist die Arbeitslosigkeit in Bonn und dem Rhein-Kreis im März fast unverändert geblieben.“
Zusammenfassung zur Situation der Arbeitslosigkeit
Die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Bonn/Rhein-Sieg sinkt im März 2026 im Vergleich zum Vormonat leicht (von 33.663 auf 33.506 Personen).
Im Agenturbezirk Bonn/Rhein-Sieg steigen die Zugänge aus Erwerbstätigkeit in Arbeitslosigkeit um 4,2 Prozent von 2.048 auf 2.133 Personen. Die Abgänge aus der Arbeitslosigkeit in Erwerbstätigkeit steigen um 5,7 Prozent im Vergleich zum Februar 2026. Dies bedeutet, dass im Vergleich zum Vormonat 102 Menschen mehr eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen haben. Im Vergleich zum März 2025 sind die Abgänge in Erwerbstätigkeit um 3,0 Prozent gestiegen (+54 Personen).
Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit um 0,5 Prozent gestiegen.
Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Im März ist die Jugendarbeitslosigkeit (15 bis unter 25 Jahre) im Vergleich zum Vormonat um insgesamt 3 Personen auf 2.825 Personen minimal gesunken (-0,1 Prozent). Im Vorjahresvergleich steigt sie um 138 Personen (+5,1 Prozent).
Die Arbeitslosigkeit der Älteren (50 plus) sinkt im Vergleich zum Vormonat um 62 Personen (-0,5 Prozent). Im Vorjahresvergleich sinkt sie leicht um 45 Personen (-0,4 Prozent).
Die Langzeitarbeitslosigkeit im Grundsicherungsbereich sinkt im Vormonatsvergleich um 68 auf 11.510 Personen (-0,6 Prozent). Im Versichertenbereich steigt die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Vormonatsvergleich um 34 auf 1.361 Personen (+2,6 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat wächst die Langzeitarbeitslosigkeit im Versichertenbereich um 193 Personen (+16,5 Prozent), im Grundsicherungsbereich steigt sie um 281 Personen (+2,5 Prozent).
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, bleibt im Vergleich zum Vormonat gleich bei 6,5 Prozent (+/-0,0 Prozentpunkte). Im Vergleich zum Vorjahresmonat bleibt sie ebenfalls unverändert.
Situation konjunktureller Kurzarbeit
Anzeigen
Für den Februar 2026 legt die Statistik nun die endgültigen Daten zu den Anzeigen und betroffenen Personen vor. Danach gab es im Februar 2026 insgesamt von 22 Unternehmen der Region Bonn/Rhein-Sieg für 124 potentiell betroffene Beschäftigte eine neue Anmeldung zur Kurzarbeit. Im Vormonat Januar 2026 waren es 16 Neuanzeigen für 169 Beschäftigte. Die Anzeigen bedeuten jedoch nicht, dass diese Kurzarbeit tatsächlich realisiert wurde. Wie viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tatsächlich in welchem Umfang in Kurzarbeit gegangen sind, kann erst im Nachgang beurteilt werden.
Kurzarbeitende Betriebe und Kurzarbeitende
Zur realisierten Kurzarbeit im Monat September 2025 liegt erneut eine aktuelle Hochrechnung vor. Danach realisierten im Agenturbezirk 82 Betriebe konjunkturelle Kurzarbeit. 1.376 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer waren danach von Kurzarbeit betroffen.
Die überwiegende Anzahl der Betriebe, die Kurzarbeit realisierten, kam aus dem verarbeitenden Gewerbe (39 Betriebe mit 1.089 Beschäftigten), aus dem Bereich Freiberufl., wissensch. u. techn. Dienstleistungen (12 Betriebe mit 104 Beschäftigten) und dem Baugewerbe (13 Betriebe mit 75 Beschäftigten). In geringerem Maße meldeten Betriebe aus dem Bereich Information und Kommunikation (7 Betriebe mit 45 Beschäftigten) und Handel; Instandhalt. u. Rep. v. Kfz (5 Betriebe mit 23 Beschäftigten) Kurzarbeit an.
Situation auf dem Ausbildungsmarkt
Am heutigen 31. März 2026 präsentieren die Agentur für Arbeit Bonn, die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg (IHK), die Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg und die Handwerkskammer zu Köln die Halbjahresbilanz am Ausbildungsmarkt 2025/2026 im Rahmen einer Pressekonferenz. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung.
Arbeitslosenzahlen nach Geschäftsstellen, Gebietskörperschaften und Rechtskreisen
In der Arbeitslosenversicherung (SGB III) steigt die Zahl der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich insgesamt an (+908 Personen).
Bei den von den Jobcentern Bonn und Rhein-Sieg in der Grundsicherung (SGB II) betreuten Personen sinkt die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich insgesamt (-752 Personen).
Geflüchtete Menschen in Bonn/Rhein-Sieg
Die Berichterstattung über geflüchtete Menschen1, die bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern arbeitsuchend bzw. arbeitslos2 gemeldet sind, bezieht sich auf Arbeitsuchende und Arbeitslose im Bestand nach ihrem Aufenthaltsstatus. Hierzu wurde die Kategorie "Personen im Kontext von Fluchtmigration" gebildet. Zu dieser Personengruppe zählt die Statistik der Bundesagentur Kunden im Status
- "Aufenthaltserlaubnis Flucht",
- "Aufenthaltsgestattung" (einschl. "Antrag noch nicht gestellt") oder
- "Duldung"
in Zusammenhang mit einem Asylverfahren.
Der Bestand an arbeitsuchenden Personen im Kontext von Fluchtmigration umfasst für den Agenturbezirk im Januar 8.838 geflüchtete Menschen. Darunter befanden sich 4.940 arbeitslose Personen.
Im Bereich der Arbeitsagentur (Rechtskreis SGB III) umfasst der Bestand an arbeitsuchenden Personen im Kontext von Fluchtmigration 925 geflüchtete Menschen. Darunter befanden sich 625 arbeitslose Personen.
Im Grundsicherungsbereich (Rechtskreis SGB II) beträgt der Bestand an arbeitsuchenden Personen im Kontext von Fluchtmigration 7.913 geflüchtete Menschen. Darunter befanden sich 4.315 arbeitslose Personen.
Der Bestand an arbeitsuchenden Personen im Kontext von Fluchtmigration beträgt im Januar in beiden Rechtskreisen für die Stadt Bonn 3.955 und im Rhein-Sieg-Kreis 4.883 geflüchtete Menschen. Darunter befanden sich in der Stadt Bonn 2.210 und im Rhein-Sieg-Kreis 2.730 arbeitslose Personen.
1 Bitte beachten Sie, dass für ukrainische Staatsangehörige die aufenthaltsrechtlichen Informationen zum Fluchthintergrund stark untererfasst sind. Die Werte für Personen im Kontext Flucht werden daher, bis auf Weiteres, gänzlich ohne Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit ausgewiesen.
2 Die Status Arbeitsuche und Arbeitslosigkeit werden nach den im Sozialgesetzbuch festgelegten Kriterien vergeben; danach werden Personen als Arbeitsuchende geführt, wenn sie eine Beschäftigung als Arbeitnehmer suchen, und als Arbeitslose, wenn sie darüber hinaus keine Beschäftigung haben, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und nicht an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen. Arbeitslose bilden deshalb eine Teilmenge der Arbeitsuchenden.
Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt Bonn/Rhein-Sieg
Zugang und Abgang an Arbeitslosen
Im Verlauf des Monats März meldeten sich 5.624 Menschen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis arbeitslos, dies sind 49 weniger Arbeitslosmeldungen (-0,9 Prozent) als im Vormonat und 83 weniger als im Vorjahresmonat (-1,5 Prozent). Darunter befanden sich 2.133 Personen, die aus einer Erwerbstätigkeit kamen. Das sind 85 Personen (+4,2 Prozent) mehr als im Vormonat und 67 Personen (+3,2 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat.
Demgegenüber meldeten sich im März 5.772 Personen aus der Arbeitslosigkeit ab, das sind 19 Personen (+0,3 Prozent) mehr als im Vormonat und 133 (+2,4 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. 1.876 Menschen meldeten sich in Erwerbstätigkeit ab. Das waren 102 Personen-Abgänge (+5,7 Prozent) in eine Erwerbstätigkeit mehr als im Vormonat und 54 (+3,0 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat.
Situation beim Stelleneingang und -bestand
Der Bestand der gemeldeten Arbeitsstellen steigt im Vormonatsvergleich um 490 Stellen auf insgesamt 5.037 Stellen (+10,8 Prozent) und steigt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,1 Prozent (+542 Stellen). Der Zugang an Arbeitsstellen steigt um 611 Stellen (+57,4 Prozent) auf 1.676 Stellen im Vergleich zum Vormonat. Zum Vorjahresmonat steigt der Zugang um 615 Stellen (+58,0 Prozent).