Saisontypischer Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar - 46.325 Arbeitslose im Bezirk der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven - Anstieg der Arbeitslosenquote auf 10,6 Prozent - Aktueller Arbeitskräftebedarf erneut gesunken

Arbeitslosenzahl: 46.325

Veränderung gegenüber Vormonat: +2.061 bzw.   +4,7%

Veränderung gegenüber Vorjahresmonat: +951 bzw.   +2,1%

Arbeitslosenquote (+Vorjahreswert): 10,6% (10,4%)

 

30.01.2026 | Presseinfo Nr. 9

Mehr Arbeitslose im Januar

Im Berichtsmonat Januar hat die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen deutlich zugenommen. Mit 46.325 Personen waren gegenüber dem Vormonat 2.061 Arbeitslose mehr im Bezirk der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven gemeldet. Dies entsprach einer Zunahme von +4,7 Prozent. Gegenüber dem Januar 2025 hat die Zahl der Arbeitslosen um 951 Personen oder +2,1% zugenommen. Die Arbeitslosenquote betrug im Januar 10,6% (Vormonat: 10,1%, Vorjahresmonat: 10,4%).

Zunahme der Arbeitslosenzahl in der Stadt Bremen 

Mit 34.738 arbeitslos gemeldeten Personen ist die Arbeitslosigkeit in der Stadt Bremen im Berichtsmonat Januar um 1.580 Personen oder +4,8 Prozent gestiegen. Gegenüber dem  Vorjahresmonat waren 867 Personen mehr arbeitslos gemeldet (+2,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote betrug im Berichtsmonat 11,1% (Vormonat 106%, Vorjahresmonat 10,4%). 

                                                                                                  

Anstieg der Arbeitslosenzahl in Bremerhaven

In der Stadt Bremerhaven stieg die Zahl der Arbeitslosen im Januar an. Mit 9.167 Personen gab es 329 gemeldete Arbeitslose mehr als im Dezember (+3,7%). Gegenüber dem Vorjahr befanden sich 85 Personen weniger in der Arbeitslosigkeit (-0,9%). Die Arbeitslosenquote betrug im Januar 14,6% (Vormonat 14,1%, Vorjahr 14,8%). 

Mehr Arbeitslose im Landkreis Osterholz 

Im Berichtsmonat Januar ist die Arbeitslosigkeit im Landkreis Osterholz gestiegen. Mit 2.420 arbeitslos gemeldeten Personen nahm die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 152 Personen oder 6,7 Prozent zu. Gegenüber dem Vorjahr gab es einen Anstieg um +169 Personen oder +7,5 Prozent. Die Arbeitslosenquote betrug 3,9% (Vormonat 3,7%, Vorjahresmonat 3,6%).

 

Erheblich mehr Arbeitslosmeldungen aus Beschäftigung im Januar

Der Zugang in Arbeitslosigkeit aus einer Erwerbstätigkeit nahm mit 3.345 Personen im Januar gegenüber dem Vormonat um 1.117 Personen oder +50,1% zu. Zum Vorjahr gab es eine Zunahme um +161 Personen oder +5,1 Prozent. 

 

Weniger Arbeitsaufnahmen von zuvor Arbeitslosen im Januar  

Im Januar konnten 1.761 Personen ihre Arbeitslosigkeit durch Arbeitsaufnahme beenden. Das waren 44 Personen oder -2,4 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar haben 294 Personen (+20,0%) mehr ihre Arbeitslosigkeit durch Beschäftigungsaufnahme beendet. 

Statement zum Arbeitsmarkt 

Joachim Ossmann, Vorsitzender der Geschäftsführung Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven: „Im Januar haben wir einen saisonüblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Winter verzeichnet. Einerseits gab es sehr viele Zugänge von Menschen, die sich nach Ende ihrer Erwerbstätigkeit arbeitslos melden mussten. Anderseits konnten auch weniger Arbeitslose ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Tätigkeit beenden. Zudem haben weniger arbeitsmarktpolitische Maßnahmen begonnen, die entlastend auf die Arbeitslosigkeit gewirkt hätten.  Mit 46.325 Personen waren im Januar 2.061 Personen oder +4,7 Prozent mehr gemeldet als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote lag mit 10,6 Prozent um 0,5 Prozentpunkte über der des Vormonats.          

 

Die Zahl der Teilnehmenden an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen hat im Januar um 272 Personen auf 10.011 Personen abgenommen (-2,6%).  Im Vergleich zum Vorjahr gab es 607 mehr Teilnehmende (+6,5%).  Ein Schwerpunkt der Arbeitsmarktpolitik lag weiterhin im Bereich der Förderung der beruflichen Weiterbildung. Hier hat die Zahl der Teilnehmenden im Januar zum Vormonat um 42 Personen (-1,2%) auf 3.573 Personen abgenommen. Zum Vorjahr gab es einen Anstieg um 250 Personen oder +7,5 Prozent.

Bei der aktuellen Arbeitskräftenachfrage hat es im Januar einen weiteren Rückgang zum Vormonat gegeben. Mit 1.035 im Januar neu gemeldeten Stellen wurden 185 Stellen weniger zur Besetzung aufgegeben. Das entprach einer Abnahme von -15,2 Prozent zum Vormonat und einer Abnahme von 69 Stellen oder -6,3 Prozent zum Vorjahresmonat Januar. Es handelt sich um den niedrigsten Stellenzugang seit April 2020, dem Beginn der Covid-Pandemie. Deutlich weniger Arbeitskräftenachfrage gegenüber dem Vormonat gab es aus der Zeitarbeit, den freiberuflichen wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen und der Öffentlichen Verwaltung. 

Mit 6.852 gemeldeten Stellen hat sich der Stellenbestand zum Vormonat um 461 Stellen oder     -6,3 Prozent verringert. Zum Vorjahresmonat Januar waren 570 Stellen weniger im Bestand -7,7%).  

Die Anzeigen auf voraussichtliche Kurzarbeit haben leicht zugenommen. Im Januar haben 16 Unternehmen für insgesamt voraussichtlich 384 betroffenen Mitarbeitende Kurzarbeit angezeigt. Im Vorjahresmonat lagen diese Zahlen unter der statistischen Veröffentlichungsgrenze.“ 

Deutliche Abnahme des Stellenzuganges

Im Januar wurden der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven von den Betrieben 1.035 Stellen neu zur Besetzung aufgegeben. Das waren 185 Stellen oder -15,2  Prozent weniger als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich gab es eine Abnahme um 69 Stellen oder -6,3 Prozent.

                                                                   

Bestand an offenen Stellen gesunken

Insgesamt befanden sich im Januar 6.852 offene Stellen im Bestand. Das waren 461 Stellen oder -6,3 Prozent weniger als im Dezember. Zum Vorjahr gab es -570 oder -7,7 Prozent weniger offene Stellen im Bestand.

 

Zunahme der Anzeigen für Kurzarbeit

Die Anzeigen auf voraussichtliche Kurzarbeit haben leicht zugenommen. Im Januar haben 16 Unternehmen für insgesamt voraussichtlich 384 betroffenen Mitarbeitende Kurzarbeit angezeigt. Im Vorjahresmonat lagen diese Zahlen unter der statistischen Veröffentlichungsgrenze

 

Für den jeweiligen Monat können die Betriebe die Anzeige auf Kurzarbeit bis zum Monatsende einreichen. Die Zahlung des Kurzarbeitergeldes durch die Agenturen für Arbeit erfolgt anhand der Abrechnungslisten aus den Betrieben. Diese müssen für jeden Kalendermonat    mit Kurzarbeit innerhalb von drei Monaten nach Beendigung dieses Monats eingereicht werden. Daher liegen valide Zahlen zur tatsächlichen Kurzarbeit erst mit einem Zeitverzug von fünf Monaten vor. 

Arbeitslosigkeit der Zielgruppen 

Betrachtet man die besonderen Personengruppen am Arbeitsmarkt, so gab es im Januar zum Vormonat unterschiedliche Bewegungen: Ein im Vergleich  zum allgemeinen Anstieg der Arbeitslosen von +4,7% höherer prozentualer Anstieg zeigte sich 

bei den älteren Arbeitslosen 50 Jahre und älter mit +4,9% oder +692 Personen und bei den  arbeitslosen AusländerInnen (+1.011 Personen,+5,3%). Einen prozentualen Zugang unterhalb des allgemeinen Anstiegs gab es bei der Zahl der Langzeitarbeitslosen (+3,0%, +560 Personen), bei den arbeitslosen schwerbehinderten Menschen (+59 Personen, +3,2%) und bei den  Jüngeren zwischen 15 bis unter 25 Jahre mit +1,8%, bzw. +70 Personen. 

Unterbeschäftigung   

Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit  Bremen-Bremerhaven Angaben zur Unterbeschäftigung. Dazu zählen zusätzlich zu den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, aber z.B. im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden[1].

Nach dieser Definition waren nach vorläufigen Angaben im Januar 56.790 Personen im Agenturbezirk Bremen-Bremerhaven unterbeschäftigt. Das waren 1.136 Personen mehr als im Vormonat (+2,0%) und -837 Personen oder -1,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

In der Stadt Bremen waren im Januar 42.523 Personen unterbeschäftigt, 860 Personen   (+2,1%) mehr als im Vormonat und 275 Personen (-0,6%) weniger als im Vorjahr. Mit 11.067 Personen waren in Bremerhaven 143 Personen oder +1,3% mehr unterbeschäftigt als im Vormonat und 471 Personen (-4,1%) weniger als im Januar 2024. Die Zahl der Unterbeschäftigten im Landkreis Osterholz lag mit 3.200 Personen um 133 Personen (+4,3%) höher als im Vormonat und um 91 Personen (-2,8%) niedriger als im Vorjahresmonat Januar.

Weniger arbeitsmarktpolitische Maßnahmen im Januar

10.011 Personen haben im Januar im Bezirk der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik teilgenommen. Das waren 272 Personen (-2,6%) weniger als im Vormonat und 607 Personen (+6,5%) mehr als im Vorjahr. 

An beruflicher Weiterbildung haben im Januar 3.573 Personen teilgenommen. Das waren 42 Personen weniger (-1,2%) als im Vormonat und 250 Personen mehr vor einem Jahr (+7,5%). Mit 980 Personen haben im aktuellen Berichtsmonat 64 Personen weniger (-6,1%) an Beschäftigung schaffenden Maßnahmen teilgenommen als im Vormonat und 307 Teilnehmende weniger (-23,9%) als noch vor einem Jahr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 


[1] Dazu gehören Personen in Arbeitsmarktmaßnahmen, beruflicher Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten, Gründungszuschuss, Altersteilzeit etc. Aufgrund der Vorläufigkeit der Daten zur Maßnahmeteilnahme können sich hier in den kommenden Monaten noch Änderungen ergeben. Nicht enthalten sind Beschäftigte in Kurzarbeit, weil diese Daten erst mit mehrmonatiger zeitlicher Verzögerung erhoben werden können.