| Aktueller Monat (Oktober 2025) | Vergleich zum Vormonat (September 2025) |
| 7 % Arbeitslosenquote | 158 Menschen sind weniger arbeitslos |
| 22.124 arbeitslose Menschen | 281.534 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte (Stichtag 30.04.2025) |
| 4.055 freie Arbeitsstellen im Bestand | 811 neu gemeldete Arbeitsstellen |
Sven Hänel, Geschäftsführer Operativ der Dresdner Agentur für Arbeit, zur aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt
Zitat:„Auch im aktuellen Berichtsmonat profitiert der Arbeitsmarkt von den nach der Sommerpause wieder aufgenommenen wirtschaftlichen Aktivitäten und reagiert erneut mit einer leichten Senkung der Arbeitslosenzahlen. Gleichwohl muss festgestellt werden, dass der Rückgang der Zahl der Arbeitslosen sonst üblicherweise im Oktober etwas deutlicher ausfällt. Dem Arbeitsmarkt fehlt es weiterhin an Dynamik und obwohl bereits den 4. Monat in Folge ein Rückgang der Arbeitslosigkeit verzeichnet werden konnte, wird saisonal bedingt in den beiden letzten Monaten des Jahres nicht mit einer signifikanten Verbesserung der Arbeitsmarktsituation zu rechnen sein.“
„Trotz weiterhin großer Herausforderungen für die Wirtschaft bleibt der Fokus auf der Gewinnung von Fachkräften. Im Berichtsmonat wurden wieder mehr Stellen als im Vormonat zur Besetzung gemeldet und darüber hinaus können wir bei der Vermittlung auf einen soliden Bestand von mehr als 4.000 Arbeitsangeboten zurückgreifen, die sich über fast alle Berufsbereiche erstrecken und überwiegend aus den Bereichen der Dienstleistungen, der Arbeitnehmerüberlassungen, der öffentlichen Verwaltung und dem Gesundheits- und Sozialwesen kommen. Nicht zu leugnen ist jedoch, dass sowohl der Stellenzugang als auch der Stellenbestand im Vergleich zum Vorjahr um rund 15 % zurückgegangen sind.“
Übersicht
Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Dresden im Oktober 2025 gesunken. 22.124 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 158 Personen weniger (-1 Prozent) als im September, aber 1.432 Personen beziehungsweise 7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,6 Prozent.
Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im Oktober bei 26.251 Personen. Sie sank gegenüber dem Vormonat September (-242 Personen beziehungsweise -0,9 Prozent) und erhöhte sich verglichen mit Oktober 2024 (181 Personen beziehungsweise 0,7 Prozent). Zur Unterbeschäftigung
zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.
Rechtskreise
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 7.917 Personen (4 Personen mehr als im Vormonat und 1.038 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 14.207 Arbeitslose registriert (162 Personen weniger als im Vormonat, aber 394 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 64 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Zu- und Abgänge
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 4.216 Personen arbeitslos. Davon kamen 1.627 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 4.356 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 1.502 eine Erwerbstätigkeit auf.
Arbeitskräftenachfrage
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 811 Stellen wurden im Oktober neu gemeldet (27 mehr als im Vormonat, aber 160 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung, Gesundheits- und Sozialwesen, Handel Instandhaltung und Reparatur
von Kfz, Verarbeitendes Gewerbe. Aktuell befanden sich damit 4.055 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Grundsicherung und Bürgergeld
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 993 (entspricht -4 Prozent) auf insgesamt 21.443.
27.199 Personen bezogen Bürgergeld, das waren 1.258 Personen weniger (-4 Prozent) als vor einem Jahr.
