Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Heidelberg (Heidelberg, Rhein-NeckarKreis) im Januar 2026 gestiegen. 19.242 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 916 Personen mehr (5 Prozent) als im Dezember und 1.162 Personen bzw. 6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,9 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,6 Prozent.
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 9.250 Personen (722 Personen mehr als im Vormonat und 1.189 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 9.992 Arbeitslose registriert (194 Personen mehr als im Vormonat, aber 27 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 52 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 3.931 Personen arbeitslos. Davon kamen 1.964 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 2.990 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 982 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 560 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (345 weniger als im Vormonat, aber 210 mehr als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 3.361 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Die Kurzarbeit im Agenturbezirk Heidelberg ist derzeit positiv einzuordnen. Im Dezember 2025 wurden +10 Anzeigen registriert, im Januar 2026 befanden sich nach vorläufigen Zahlen 63 Betriebe in Kurzarbeit. „Dies ist auch auf die Wirtschaftsstruktur des Agenturbezirks zurückzuführen, die weniger auf einzelne Branchen konzentriert, sondern breit aufgestellt ist. So fanden in 2025 in etwa ebenso viele Personen eine Beschäftigung im Gesundheitswesen, wie im gleichen Zeitraum im verarbeitenden Gewerbe Arbeitsplätze verloren gingen. Vor diesem Hintergrund setzen wir unseren Fokus gezielt auf Qualifizierung- sowohl in als auch außerhalb von Beschäftigung“, so Andreas Thome, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Heidelberg.