„Der Arbeitsmarkt reagiert nicht nur auf konjunkturelle, sondern auch auf saisonale Einflüsse. Wie zu dieser Jahreszeit üblich, ist auch in diesem Januar die Arbeitslosigkeit angestiegen,“ beschreibt Katrin von Löwenstein, Leiterin der Heilbronner Agentur für Arbeit, die aktuelle Lage. „Im Winter ruhen viele Außenarbeiten und der traditionelle Kündigungstermin zum Jahreswechsel sowie das Auslaufen bei befristeten Arbeitsverträgen tragen zur Zunahme bei. Neben den saisonalen Effekten führen aber auch die andauernde Konjunkturschwäche und der Strukturwandel zu steigender Arbeitslosigkeit. Gut Qualifizierten bietet der Arbeitsmarkt dennoch immer Chancen, einen passenden Job zu finden. Deshalb werden wir auch weiterhin Menschen unterstützen, die sich beruflich qualifizieren oder weiterbilden wollen.“
Arbeitslosenzahl im Januar: + 975 auf 14 361
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: + 478
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: + 0,4 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent
Arbeitslosigkeit
Die Jahreszeit und die Wirtschaftskrise hinterlassen deutliche Spuren auf dem Arbeitsmarkt. Im Januar ist die Zahl der arbeitslosen Menschen im Agenturbezirk Heilbronn um 975 auf 14 361 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind 478 Menschen mehr arbeitslos. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen erhöht sich um 0,4 Punkte auf 5,1 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 4,9 Prozent.
Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der Grundsicherung
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Sozialgesetzbuch III) sind im Januar 7 168 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat sind das 811 Personen mehr. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Anstieg von 1 088 oder 17,9 Prozent.
Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II) hat gegenüber dem Vormonat ebenfalls zugenommen. Die im Agenturbezirk Heilbronn ansässigen Jobcenter registrieren im Januar 7 193 Arbeitslose. Das sind 164 mehr als im Vormonat aber 610 weniger als im Vorjahr (minus 7,8 Prozent).
Arbeitskräftenachfrage
Saisonbedingt und auch aufgrund der schwachen Konjunktur ist der Arbeitskräftebedarf zu Beginn des Jahres zurückgegangen. Den Vermittlungsfachkräften sind im Januar 553 neue Stellen von den Betrieben und Verwaltungen gemeldet worden. Das sind 80 weniger als vor einem Monat und 268 mehr als vor einem Jahr.
Der Stellenbestand ist gegenüber dem Dezember auf 3 350 (minus 81) zurückgegangen.