Arbeitsmarktbericht Januar 2026

Saisonale Effekte prägen den Arbeitsmarkt zum Jahresauftakt

30.01.2026 | Presseinfo Nr. 3

Agentur für Arbeit Hildesheim

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Hildesheim (Landkreis Peine, Landkreis Hildesheim) im Januar 2026 gestiegen. 16.359 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 866 Personen mehr (6 Prozent) als im Dezember und 450 Personen bzw. 3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,2 Prozent und lag mit 0,4 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 7 Prozent.

Ursache dafür sind unter anderem ausgelaufene befristete Arbeitsverträge zum Ende des vergangenen Jahres sowie die geringere Beschäftigung in witterungsabhängigen Betrieben während der Wintermonate.

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„Der Wintereinbruch ist da – und damit auch ein Anstieg der Arbeitslosigkeit, der in dieser Form nicht ungewöhnlich ist“, erklärt Evelyne Beger Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hildesheim.

Betroffen seien alle Personengruppen, insgesamt bewege sich das Niveau jedoch auf einem hohen Stand.

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„Auch die Anzeigen auf Kurzarbeit sind gegenüber dem Vorjahr nicht auffällig“, ergänzt Beger.

Trotz der aktuellen Zahlen und der schwächelnden Konjunktur gibt es positive Erwartungen für die kommenden Monate.

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„Unsere Erfahrung zeigt“, so Beger, „dass ein großer Teil der arbeitslos gewordenen Menschen im Frühjahr wieder eine Beschäftigung aufnehmen wird, wenn die Nachfrage nach Arbeitskräften saisonbedingt wieder anzieht.“

Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im Januar bei 19.263 Personen. Sie erhöhte sich gegenüber dem Vormonat Dezember (669 Personen bzw. 3,6 Prozent) und erhöhte sich verglichen mit Januar 2025 (240 Personen bzw. 1,3 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 5.651 Personen (511 Personen mehr als im Vormonat und 317 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 10.708 Arbeitslose registriert (355 Personen mehr als im Vormonat und 133 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 66 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 2.913 Personen arbeitslos. Davon kamen 1.271 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 2.045 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 609 eine Erwerbstätigkeit auf.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 401 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (109 weniger als im Vormonat, aber 60 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe. Aktuell befanden sich damit 2.321 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

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Die Regionen im Überblick

Landkreis Peine

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Peine im Januar 2026 gestiegen. 4.876 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 329 Personen mehr (7 Prozent) als im Dezember und 178 Personen bzw. 4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,4 Prozent und lag mit 0,4 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,2 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.714 Personen (184 Personen mehr als im Vormonat und 106 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 3.162 Arbeitslose registriert (145 Personen mehr als im Vormonat und 72 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 65 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 959 Personen arbeitslos. Davon kamen 420 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 634 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 186 eine Erwerbstätigkeit auf.

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Landkreis Hildesheim

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Hildesheim im Januar 2026 gestiegen. 11.483 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 537 Personen mehr (5 Prozent) als im Dezember und 272 Personen bzw. 2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,6 Prozent und lag mit 0,3 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 7,5 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 3.937 Personen (327 Personen mehr als im Vormonat und 211 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 7.546 Arbeitslose registriert (210 Personen mehr als im Vormonat und 61 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 66 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.954 Personen arbeitslos. Davon kamen 851 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.411 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 423 eine Erwerbstätigkeit auf.