Trotz Arbeit den Lebensunterhalt nicht aus eigener Kraft bestreiten können, ist für viele Menschen im Landkreis Lindau Realität. Mit dem Projekt „Von der Ergänzung zur Perspektive“ reagieren das Jobcenter Landkreis Lindau und die Agentur für Arbeit Lindau gemeinsam auf diese Entwicklung und setzen ein starkes sozial-politisches Signal. Die Projektwoche findet vom 23.02.2026 – 27.02.2026 in den Räumlichkeiten des Jobcenters Landkreis Lindau und der Agentur für Arbeit Lindau statt.
Die Idee
Das Projekt richtet sich vor allem an Menschen, die erwerbstätig sind, deren Einkommen jedoch nicht ausreicht, um ihren Lebensunterhalt eigenständig zu sichern und die daher noch zusätzlich staatliche Unterstützung – eine sog. „Ergänzung“ - über das Jobcenter benötigen. In individuellen Beratungsgesprächen und Impulsvorträgen werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Qualifizierungen, Weiterbildungen oder berufliche Entwicklungsschritte dazu beitragen können, die eigene Position im Unternehmen zu stärken oder berufliche Wege zu reflektieren.
Vernetzter Ansatz
Besonders innovativ ist der stark vernetzte Ansatz: Gemeinsam mit der Berufsberatung im Erwerbsleben und dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit sowie lokalen Betrieben und Bildungsträgern werden passgenaue Lösungen entwickelt. So entstehen konkrete Perspektiven, die sowohl den betroffenen Arbeitnehmer*innen, als auch den Unternehmen zugutekommen.
„Von der Ergänzung zur Perspektive“ versteht sich als Investition in Menschen und in den regionalen Arbeitsmarkt. Ziel ist es, Erwerbstätige zu stärken, Fachkräftepotenziale zu nutzen und langfristig existenzsichernde Beschäftigung zu ermöglichen.
Die Leiterinnen des Jobcenters Lindau und der Agentur für Arbeit Lindau dazu:
Juristischer Text:„Wir haben viele Kundinnen und Kunden, die arbeiten, aber deren Gehalt nicht ausreicht, um ihren Lebensunterhalt oder denjenigen ihrer Familie zu decken“, erläutert Susanne Müller-Koberstein, Geschäftsführerin des Jobcenters Lindau. „Die Gründe hierfür sind vielfältig: manche sind geringqualifiziert und erzielen daher nur ein relativ niedriges Arbeitseinkommen. Andere arbeiten Teilzeit, würden aber gerne mehr arbeiten. Unsere Erfahrung: so gut wie alle von ihnen möchten finanziell auf eigenen Beinen stehen und nicht auf zusätzliche finanzielle Unterstützung durch uns angewiesen sein. Für diese Menschen braucht es besondere Beratung und Angebote, um aus dieser für sie sehr unbefriedigenden Situation herauszukommen. Hier setzt unser Projekt an.“
Liv Mary Barth, Leiterin der Agentur für Arbeit Lindau ergänzt: „Unser Arbeitgeber-Service mit dem engen Kontakt zu den regionalen Unternehmen und unsere Berufsberatung im Erwerbsleben mit ihrem Expertenwissen zu beruflicher Weiterentwicklung können hier kompetent unterstützen. Ich bin sicher, dass die enge Zusammenarbeit des Jobcenters Lindau und der Agentur für Arbeit in diesem Projekt einen großen Gewinn für die betroffenen Menschen und die Betriebe unserer Region bringt.“