LANDKREIS LUDWIGSBURG. 13.101 Personen waren im November 2025 bei der Agentur für
Arbeit und dem kommunalen Jobcenter arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat waren dies
112 Arbeitslose (0,8 Prozent) weniger und im Vergleich zum November 2024 808 Personen (6,6
Prozent) mehr. Die Arbeitslosenquote sank im November um 0,1 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent. Im
Vorjahresmonat lag die Arbeitslosenquote bei 3,9 Prozent.
Alle Personengruppen profitierten vom Rückgang der Arbeitslosigkeit, am stärksten die Gruppe der
15- bis unter 25-Jährigen. Der Bestand an arbeitslosen jungen Frauen und Männer reduzierte sich
in dieser Altersgruppe um 111 Personen. In Prozentzahlen entspricht dies einem Minus von 8,4
Prozent gegenüber dem Vormonat und einem Minus von 0,4 Prozent (5 Personen) gegenüber dem
Vorjahresmonat.
Aus Erwerbstätigkeit meldeten sich 1.243 Personen arbeitslos, 154 oder 11,0 Prozent weniger als
im Oktober und 138 Personen oder 12,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 921 arbeitslose
Personen und damit 203 oder 18,1 Prozent weniger als im Vormonat und 82 oder 9,8 Prozent mehr
als im November des Vorjahres nahmen wieder eine Erwerbstätigkeit auf.
Martin Scheel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigsburg, „sieht noch
immer gute Beschäftigungschancen im Landkreis Ludwigsburg und in der Region Stuttgart, auch
wenn positive Signale aus dem industriellen Sektor nach wie vor spärlich ausfallen. Im Gesundheitsund
Sozialwesen sowie im Bereich der öffentlichen Verwaltung und Verteidigung, aber auch im
Bausektor, sind Beschäftigungszuwächse zu erwarten. Besonders wichtig“, so Scheel weiter, „sei
bei Arbeitsuchenden die Bereitschaft, sich beruflich zu qualifizieren und sich neuen Anforderungen
gegenüber anpassungsfähig zu zeigen.“
Im November besuchten 1.394 Frauen und Männer eine von der Agentur für Arbeit und dem
Jobcenter geförderte Maßnahme der beruflichen Weiterbildung.
Der Arbeitsmarkt nach Rechtskreisen getrennt
Im Rechtskreis Sozialgesetzbuch (SGB) III, dem Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit
Ludwigsburg, waren 6.448 Personen arbeitslos gemeldet, 74 oder 1,2 Prozent mehr als im
Vormonat und 815 oder 14,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote
lag unverändert zum Vormonat bei 2,0 Prozent (Vorjahresmonat 1,8 Prozent). Im
Zuständigkeitsbereich des kommunalen Jobcenter Landkreis Ludwigsburg (Rechtskreis SGB II)
waren im vergangenen Monat 6.653 Personen arbeitslos gemeldet, 186 Personen oder 2,7 Prozent
weniger als im Vormonat und 7 Personen oder 0,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die
anteilige Arbeitslosenquote lag mit 2,1 Prozent um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat
(Vorjahr: ebenfalls 2,1 Prozent).
Anzahl der gemeldeten offenen Arbeitsstellen
699 Arbeitsstellen wurden dem Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur im Berichtsmonat neu
gemeldet. Dies waren 19 Stellen (2,6 Prozent) weniger als im Vormonat und 4 Stellen (0,6 Prozent)
mehr als im November 2024. Der Bestand erhöhte sich leicht auf insgesamt 2.523 gemeldete
Arbeitsstellen, 69 offene Stellen (2,8 Prozent) mehr als im Vormonat und 544 Stellen (17,7 Prozent)
weniger als im Vorjahresmonat. Rund 84 Prozent davon sind Arbeitsstellen für Fachkräfte, Experten
und Spezialisten.
Fachkräftepotenzial der Menschen mit Behinderung
Anlässlich des internationalen Tages der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember weist die
Arbeitsagentur besonders auf das immer noch häufig unterschätzte Fachkräftepotenzial der
Menschen mit Behinderung hin. „Ich kann nur allen Personalverantwortlichen empfehlen, bei der
Suche nach qualifiziertem Personal das gesamte Potential an Fachkräften in den Blick zu nehmen
und mit der Agentur für Arbeit in Kontakt zu treten. Menschen mit Behinderung können die gleiche
vollwertige Arbeitsleistung erbringen wie nicht beeinträchtigte Personen auch“, ist Scheel überzeugt.
Die Fachkräfte der Arbeitsagentur beraten Arbeitgeber bei der Einstellung von Menschen mit
Behinderung, sehen sich den konkreten Arbeitsplatz an und machen Vorschläge, wie Ausbildungs- und
Beschäftigungsverhältnisse entstehen und gefestigt werden können. Darüber hinaus gibt es
Förderleistungen für Arbeitgeber, die sich an den Bedarfen im Einzelfall und an der
Leistungsfähigkeit des jeweiligen Bewerbers orientieren.
