Im Januar ist mit 17.665 Arbeitslosen der Höchststand seit Bestehen des Bezirks der Agentur für Arbeit Ludwigshafen, der im Oktober 2012 neu zugeschnitten worden war, erreicht worden. Damit waren 890 Personen mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat und 1.321 mehr als vor einem Jahr. Diese verteilen sich wie folgt: Im Rechtskreis der Arbeitsagentur waren 7.318 Frauen und Männer registriert, 544 mehr als im Vormonat. Beim Jobcenter Vorderpfalz-Ludwigshafen waren mit 10.347 Personen 346 mehr gemeldet als im Dezember. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 7,5 Prozent. 3.644 Personen haben sich im Januar arbeitslos gemeldet, 189 mehr als im Vormonat und 205 mehr als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum konnten 2.766 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 492 weniger als im Dezember, allerdings 36 mehr als im Vorjahr.
„Lange hat der regionale Arbeitsmarkt angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen seine Stabilität gezeigt, doch diese beginnt allmählich zu bröckeln. Die Winterpause macht sich dabei ebenso bemerkbar wie die Wirtschaftsschwäche. Der Jahresbeginn bringt saisonal bedingt stets einen Anstieg der Arbeitslosigkeit mit sich, allerdings fiel dieser dieses Mal stärker aus als in den vergangenen vier Jahren, nur im Coronajahr 2021 wurden im Januar mehr Zugänge verzeichnet. Daher liegt unser Fokus weiterhin auf dem intensiven Austausch mit Arbeitgebern, um präventiv dem Abbau von Stellen entgegenzuwirken und über unsere Fördermöglichkeiten im Bereich Weiterbildung und Qualifizierung zu informieren. Denn auch in Bezug auf Meldungen neuer Stellen bleiben wir aktuell deutlich unter den Vorjahren zurück“, sagt Daniel Lips, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen.
Mit 372 neuen Jobmöglichkeiten wurden dem Arbeitgeber-Service 358 Stellen weniger gemeldet als im Vormonat und 73 weniger als vor einem Jahr. Der Bestand umfasst 3.109 Jobs, 202 weniger als im Dezember und 340 weniger als im Vorjahr.
Geschäftsstellenbezirk Frankenthal
Im Januar waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankenthal insgesamt 2.855 Personen arbeitslos gemeldet, 172 mehr als im Vormonat und 294 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 7,3 Prozent. In den vergangenen vier Wochen meldeten sich 580 Personen arbeitslos – 33 mehr als im Dezember und 14 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten 405 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 79 weniger als im Vormonat und 11 weniger als im Vorjahr. „Diese Entwicklung zeigt, dass die Dynamik am Arbeitsmarkt nachlässt und der Übergang in Beschäftigung im Januar schwächer ausfiel als in den Vorjahren“, erklärt Ralf Lenke, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Frankenthal, und ergänzt: „Die Arbeitsmarktentwicklung in Frankenthal spiegelt die bundesweite Lage wider: Besonders in wirtschaftlich schwächeren Bereichen stehen Beschäftigungschancen derzeit unter Druck.“
Der Arbeitgeber-Service verzeichnete im Januar 99 neue Jobangebote – 30 mehr als im Vormonat und 28 mehr als vor einem Jahr. Der Gesamtbestand umfasst 435 offene Stellen, 7 mehr als im Dezember, aber 14 weniger als im Vorjahr. Davon befinden sich 357 Stellen in Frankenthal. „Die Steigerung der Stellenmeldungen im Vergleich zum Vormonat ist positiv, allerdings bleibt der Arbeitskräftebedarf in Bezug auf das Vorjahr gedämpft. Unternehmen agieren weiterhin vorsichtig bei Neueinstellungen“, erläutert Lenke. Analysen des ifo-Instituts zeigen, dass Stellenabbaupläne in Deutschland zwar leicht zurückgehen, aber noch nicht verschwunden sind. Die Beschäftigungsdynamik wird insbesondere im Dienstleistungssektor getragen, während Industriebranchen unter Druck stehen. „Im Frankenthaler Bezirk muss neuer Schwung in den Arbeitsmarkt zurückkehren – das gelingt nur mit gezielten Investitionen in Wachstum und Beschäftigung, regional wie bundesweit. Unser Fokus liegt daher darauf, Arbeitsuchende bestmöglich zu beraten und in engem Austausch mit den Betrieben vor Ort zu stehen, damit Chancen auf dem Arbeitsmarkt genutzt werden können“, fasst Lenke zusammen.
Geschäftsstellenbezirk Speyer
Die Arbeitslosigkeit ist im Januar im Bezirk der Agentur für Arbeit Speyer gestiegen. Mit 2.950 Personen waren 196 mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat und 15 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent. 673 Personen haben sich arbeitslos gemeldet, 93 mehr als im Vormonat und 19 mehr als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum konnten 478 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 57 weniger als im Dezember und 48 weniger als vor einem Jahr.
„Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit ist für Januar nicht ungewöhnlich. Allerdings verzeichnen wir auch einen Rückgang der gemeldeten Arbeitsstellen. Diese Kombination ist das Ergebnis der schwächelnden Wirtschaft. Wir möchten mit Qualifizierungen für Arbeitslose und Erwerbstätige diesem Trend entgegenwirken“, erklärt Zeljko Kuzmanovic, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Speyer.
Dem Arbeitgeber-Service wurden 77 neue Stellen gemeldet, 98 weniger als im Vormonat und 15 weniger als im Vorjahr. Der Bestand umfasst 697 Jobmöglichkeiten, 60 weniger als im Dezember und 46 weniger als vor einem Jahr. Von diesen Jobs sind 490 in der Stadt Speyer angesiedelt.
Arbeitsmarkt nach Städten und Landkreis
Stadt Ludwigshafen
Im Januar waren in der Stadt Ludwigshafen 9.868 Personen arbeitslos gemeldet, 424 mehr als im Vormonat und 918 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 10,2 Prozent. 1.979 Personen haben sich arbeitslos gemeldet, 17 mehr als im Vormonat und 172 mehr als im Vorjahr. 1.567 Frauen und Männer konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, 286 weniger als im Dezember und 92 mehr als vor einem Jahr.
Für das Stadtgebiet Ludwigshafen wurden 160 neue Jobmöglichkeiten gemeldet, 159 weniger als im Dezember und 92 weniger als im Vorjahr. Der Bestand umfasst 1.565 Stellen, 126 weniger als im Vormonat und 262 weniger als vor einem Jahr.
Stadt Frankenthal
Im Januar waren in der Stadt Frankenthal 2.162 Personen arbeitslos gemeldet, 168 mehr als im Vormonat und 205 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,7 Prozentpunkte auf 9,0 Prozent. 455 Personen haben sich arbeitslos gemeldet, 44 mehr als im Vormonat und 19 mehr als im Vorjahr. 287 Frauen und Männer konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, 80 weniger als im Dezember und 29 weniger als vor einem Jahr.
Für das Stadtgebiet Frankenthal wurden 76 neue Jobmöglichkeiten gemeldet, 18 mehr als im Dezember und 11 mehr als im Vorjahr. Der Bestand umfasst 357 Stellen, 10 mehr als im Vormonat und 1 weniger als vor einem Jahr.
Stadt Speyer
Im Januar waren in der Stadt Speyer 1.688 Personen arbeitslos gemeldet, 114 mehr als im Vormonat und 15 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent. 380 Personen haben sich arbeitslos gemeldet, 58 mehr als im Vormonat und 4 mehr als im Vorjahr. 266 Frauen und Männer konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, 51 weniger als im Dezember und 55 weniger als vor einem Jahr.
Für das Stadtgebiet Speyer wurden 54 neue Jobmöglichkeiten gemeldet, 74 weniger als im Dezember und 20 weniger als im Vorjahr. Der Bestand umfasst 490 Stellen, 67 weniger als im Vormonat und 31 weniger als vor einem Jahr.
Rhein-Pfalz-Kreis
Im Januar waren im Rhein-Pfalz-Kreis 3.947 Personen arbeitslos gemeldet, 184 mehr als im Vormonat und 213 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent. 830 Personen haben sich arbeitslos gemeldet, 70 mehr als im Vormonat und 10 mehr als im Vorjahr. 646 Frauen und Männer konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, 75 weniger als im Dezember und 28 mehr als vor einem Jahr.
Für den Rhein-Pfalz-Kreis wurden 82 neue Jobmöglichkeiten gemeldet, 143 weniger als im Dezember und 28 mehr als im Vorjahr. Der Bestand umfasst 697 Stellen, 19 weniger als im Vormonat und 46 weniger als vor einem Jahr.