Mehr Bewegung trotz saisonalem Anstieg

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar ist saisonbedingt und typisch für den Jahresanfang: Zum Jahreswechsel enden befristete Beschäftigungen, zudem gibt es witterungsbedingt in einigen Branchen weniger Arbeit. Die wirtschaftliche Krise sorgt zusätzlich für Zurückhaltung bei Neueinstellungen. Positiv ist, dass die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich nicht weiter angestiegen ist: Die Arbeitslosenquote liegt mit 7,3 Prozent genau auf dem Niveau von vor einem Jahr. 

30.01.2026 | Presseinfo Nr. 12

Gleichzeitig bleibt der Arbeitsmarkt in Bewegung: Sogar zehn Prozent mehr Menschen als vor einem Jahr haben aus der Arbeitslosigkeit heraus eine neue Beschäftigung aufgenommen. Trotz der Herausforderungen sind über 2.300 freie Stellen gemeldet, vor allem für Fachkräfte. Besonders hoch ist der Bedarf zum Beispiel in der Pflege. Deshalb laden wir gemeinsam mit dem Jobcenter am 25. Februar zum Pflegetalk in Hilden ein, um konkrete berufliche Perspektiven aufzuzeigen“, so Karl Tymister, Chef der Agentur für Arbeit Mettmann.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit ist im Kreis Mettmann im Januar 2026 gestiegen. 19.394 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 792 Personen mehr (4,3 Prozent) als im Dezember und 27 Personen bzw. 0,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,3 Prozent und lag mit 0,3 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 7,3 Prozent.

Jugendarbeitslosigkeit

1.546 der Arbeitslosen sind im Januar unter 25 Jahre alt. Im Vormonat waren es 72 weniger und im gleichen Monat des Vorjahres 51 weniger arbeitslose junge Menschen.

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Kreis Mettmann im Berichtsmonat gestiegen. 7.420 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 88,7 Prozent (6.583 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Dezembers sind dies 265 Langzeitarbeitslose mehr. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Zahl dieser Arbeitslosen damit um 142 Personen.

Unterbeschäftigung

Eine wichtige Größe ist die Unterbeschäftigung. Sie erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch die Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder aus sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. 

Die gesamte Unterbeschäftigung inklusive der arbeitslos gezählten Menschen umfasst im Berichtsmonat 23.516 Personen. Das sind 322 Personen mehr als im Vormonat und 668 Menschen oder 2,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 8,7 Prozent, vor einem Jahr lag sie noch bei 9,0 Prozent.

Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 3.535 Personen arbeitslos. 2.733 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit.

Stellenangebot

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 403 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (180 weniger als im Vormonat und 32 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Gesundheits- und Sozialwesen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe, öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung. Aktuell befanden sich damit 2.359 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 

Berufliche Weiterbildung

Die Zahl der Teilnehmenden an Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung hat sich im Berichtsmonat um 39 auf 1.407 Menschen verringert. Die Agentur für Arbeit Mettmann bietet hierzu laufend Beratungen, Infoveranstaltungen und finanzielle Unterstützung rund um Aus- und Weiterbildung an.

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt in den Geschäftsstellen

Die Agentur für Arbeit Mettmann hat neben der Hauptagentur in Mettmann – die gleichzeitig auch die Geschäftsstelle für Mettmann und Erkrath ist - vier weitere Geschäftsstellen, die wiederum für einzelne Gemeinden zuständig sind. Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit innerhalb eines solchen Teilbezirkes kann abweichend von der Entwicklung des Kreises insgesamt verlaufen.

Agentur für Arbeit Hilden (zuständig für die Gemeinden Haan und Hilden)

In der Agentur für Arbeit Hilden sind aktuell 3.025 Menschen arbeitslos, das sind 140 mehr als im Vormonat und 177 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote steigt von 6,1 Prozent im Dezember auf aktuell 6,4 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 6,8 Prozent. Im Januar meldeten sich 607 Personen (neu oder erneut) arbeitslos; das sind zwei mehr als im Vorjahr. Zeitgleich konnten 464 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, das sind 24 mehr als im Vorjahresvergleich.

Die Arbeitgeber aus Haan und Hilden meldeten im Januar 91 neue Arbeitsstellen, das sind 13 mehr als vor einem Jahr. Damit sind in der Geschäftsstelle Hilden aktuell 499 freie Stellen gemeldet. Der Bestand verringert sich somit um 14 Stellen zum Vorjahr.

In Haan sind aktuell 1.022 Menschen arbeitslos, das sind 56 mehr als im Dezember und 61 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für Haan steigt von 5,9 Prozent im Dezember auf aktuell 6,3 Prozent. Vor einem Jahr betrug diese 6,6 Prozent.

In der Stadt Hilden sind aktuell 2.003 Menschen arbeitslos, das sind 84 mehr als im Dezember und 116 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für die Stadt Hilden steigt von 6,2 Prozent im Dezember auf nun 6,5 Prozent. Vor einem Jahr betrug diese 6,9 Prozent.

Agentur für Arbeit Langenfeld (Gemeinden Langenfeld und Monheim)

In der Agentur für Arbeit Langenfeld sind aktuell 3.985 Menschen arbeitslos, das sind 200 mehr als im Vormonat und 30 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote steigt von 6,7 Prozent im Dezember auf aktuell 7,1 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 7,2 Prozent. Im Januar meldeten sich 763 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das sind 40 mehr als im Vorjahr. Zeitgleich konnten 566 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, das sind 44 mehr als im Vorjahresvergleich.
Die Arbeitgeber aus Langenfeld und Monheim meldeten im Januar 103 neue Arbeitsstellen, 18 mehr als vor einem Jahr. Damit sind in der Geschäftsstelle Langenfeld derzeit 566 freie Stellen gemeldet. Der Bestand verringert sich somit um 95 Stellen zum Vorjahr.

In der Stadt Langenfeld sind aktuell 1.900 Menschen arbeitslos, das sind 118 mehr als im Dezember und 29 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für die Stadt Langenfeld steigt von 5,4 Prozent im Dezember auf nun 5,7 Prozent. Vor einem Jahr betrug diese 5,8 Prozent.

In Monheim sind aktuell 2.085 Menschen arbeitslos, das sind 82 mehr als im Dezember und einer weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für Monheim steigt von 8,6 Prozent im Dezember auf aktuell 8,9 Prozent. Vor einem Jahr betrug diese ebenfalls 9,1 Prozent.

Agentur für Arbeit Mettmann (Gemeinden Mettmann und Erkrath)

In der Geschäftsstelle Mettmann sind aktuell 3.328 Menschen arbeitslos, das sind 174 mehr als im Vormonat und 133 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote steigt von 7,2 Prozent im Dezember auf aktuell 7,6 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 7,4 Prozent. Im Januar meldeten sich 587 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das sind 40 mehr als im Vorjahr. Zeitgleich konnten 407 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, das sind sechs weniger als im Vorjahresvergleich.
Die Arbeitgeber aus Mettmann und Erkrath meldeten im Berichtsmonat 92 neue Arbeitsstellen, genauso viele wie vor einem Jahr. Damit sind in der Geschäftsstelle Mettmann derzeit 346 freie Stellen gemeldet. Der Bestand verringert sich somit um 169 Stellen zum Vorjahr.

In Erkrath sind aktuell 1.940 Menschen arbeitslos, das sind 92 mehr als im Dezember und 47 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für Erkrath steigt von 8,1 Prozent im Dezember auf nun 8,5 Prozent. Vor einem Jahr betrug diese noch 8,4 Prozent.

In der Stadt Mettmann sind aktuell 1.388 Menschen arbeitslos, das sind 82 Personen mehr als im Dezember und 86 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für die Stadt Mettmann steigt von 6,2 Prozent im Dezember auf aktuell 6,6 Prozent. Vor einem Jahr betrug diese noch 6,2 Prozent.

Agentur für Arbeit Ratingen (Gemeinde Ratingen)

In der Agentur für Arbeit Ratingen sind aktuell 3.456 Menschen arbeitslos, das sind 140 mehr als im Vormonat und 69 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote steigt von 7,0 Prozent im Dezember auf aktuell 7,3 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 7,5 Prozent. Im Januar meldeten sich 592 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das sind 57 weniger als im Vorjahr. Zeitgleich konnten 444 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, das sind 22 weniger als im Vorjahresvergleich.
Die Ratinger Arbeitgeber meldeten im Januar 49 neue Arbeitsstellen, 27 weniger als vor einem Jahr. Damit sind in der Arbeitsagentur Ratingen derzeit 445 freie Stellen gemeldet, der Bestand verringert sich somit um 243 Stellen zum Vorjahr.

Agentur für Arbeit Velbert (Gemeinden Heiligenhaus, Velbert und Wülfrath)

In der Agentur für Arbeit Velbert sind aktuell 5.600 Menschen arbeitslos, das sind 138 mehr als im Vormonat und 170 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote steigt von 7,7 Prozent im Dezember auf aktuell 7,9 Prozent, vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 7,7 Prozent. Im Januar meldeten sich 986 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das sind 18 mehr als im Vorjahr. Zeitgleich konnten 852 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, das sind 114 mehr als im Vorjahresvergleich.
Die Arbeitgeber der drei Städte meldeten im Berichtsmonat zusammen 68 neue Arbeitsstellen, 36 weniger als vor einem Jahr. Damit sind in der Agentur für Arbeit Velbert derzeit 503 freie Stellen gemeldet und der Bestand verringert sich somit um 142 Stellen zum Vorjahr.

In der Stadt Velbert sind aktuell 3.723 Menschen arbeitslos, das sind 103 mehr als im Dezember und 92 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für die Stadt Velbert steigt von 8,0 Prozent im Dezember auf nun 8,2 Prozent. Vor einem Jahr betrug diese 8,1 Prozent.

In Heiligenhaus sind aktuell 1.171 Menschen arbeitslos, das sind 25 mehr als im Dezember und 92 mehr als vor einem Jahr.

In Wülfrath sind aktuell 706 Menschen arbeitslos, das sind zehn mehr als im Dezember und 14 weniger als vor einem Jahr.

Für Heiligenhaus und Wülfrath wird aufgrund der geringen Größe der Städte keine Quote ausgewiesen.