Arbeitslosigkeit steigt im Agenturbezirk Mönchengladbach im Dezember 2025 an

Die Agentur für Arbeit Mönchengladbach registrierte im Dezember 2025 in ihrem Bezirk, der aus der Stadt Mönchengladbach und dem Rhein-Kreis Neuss besteht, 31.142 Arbeitslose. Das sind 307 Frauen und Männer mehr als einen Monat zuvor (+1,0 Prozent) und 1.782 mehr als im Dezember des Vorjahres (+6,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote steigt damit im Agenturbezirk um 0,1 Prozentpunkte auf 7,9 Prozent. Im Dezember des Vorjahres hatte sie 7,5 Prozent betragen.

07.01.2026 | Presseinfo Nr. 1

"Nachdem sich der regionale Arbeitsmarkt in Mönchengladbach und im Rhein-Kreis Neuss im November sehr erfreulich entwickelt hatte, endete das Jahr 2025 leider mit einem deutlichen Dämpfer. Die Arbeitslosigkeit ist angestiegen, wozu saisontypische wie auch jüngere Entwicklungen beigetragen haben. So haben beispielsweise im zweiten Jahr in Folge im Dezember mehr Menschen als im Vormonat ihre Arbeit verloren, während in den Jahren zuvor im Dezember immer noch Rückgänge zu verzeichnen waren, denen erst im Januar ein signifikanter Anstieg der Arbeitslosmeldungen aus der Erwerbstätigkeit heraus folgte", erklärt Rainer Imkamp, Leiter der Agentur für Arbeit Mönchengladbach. "Solange sich an der konjunkturellen Lage nichts ändert, dürfte der Dezember schon den Ton für ein erneut herausforderndes Jahr gesetzt haben. Die Kernaufgaben der Arbeitsagentur für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss werden dabei die Vermittlung, Beratung und Förderung von Qualifizierungsmaßnahmen bilden."

Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (SGB III) erhielten von den aktuell 31.142 arbeitslosen Menschen im Agenturbezirk von Stadt Mönchengladbach und Rhein-Kreis Neuss 10.425 Frauen und Männer. Das sind 209 Personen mehr als im Vormonat (+2,0 Prozent) und 1.181 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt (+12,8 Prozent). Grundsicherung gemäß SGB II erhielten im aktuellen Berichtsmonat 20.717 arbeitslose Frauen und Männer, die zur Gruppe der Bürgergeld-Empfänger gehören. Das sind 98 Personen mehr in der Betreuung der Jobcenter Mönchengladbach und Rhein-Kreis Neuss als einen Monat zuvor (+0,5 Prozent) und 601 mehr als im Dezember des Vorjahres (+3,0 Prozent).

Im Dezember 2025 meldeten sich insgesamt 5.931 Personen arbeitslos. Davon kamen 1.882 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit, was 126 Personen oder 7,2 Prozent mehr als im Vormonat und 95 Personen mehr als im Vorjahresmonat sind (+5,3 Prozent). 5.603 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 1.329 eine Erwerbstätigkeit auf, was 308 Personen oder 18,8 Prozent weniger als im Vormonat und 27 Personen weniger als im Vorjahresmonat sind (-2,0 Prozent). Im Jahresverlauf gab es insgesamt 65.225 Zugänge von Arbeitslosen, gegenüber dem Vorjahr ist das ein Zuwachs von 588 Meldungen (+0,9 Prozent). Dem gegenüber standen 63.525 Abmeldungen von Arbeitslosen, im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Plus von 978 Meldungen (+1,6 Prozent). Die Jahreswerte fassen Wechsel in oder aus Erwerbstätigkeit, Ausbildung, Maßnahmen und Nichterwerbstätigkeit zusammen.

Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahre stieg im Agenturbezirk Mönchengladbach im Dezember 2025 auf 2.508 Personen (+2 Personen zum Vormonat/+0,1 Prozent). In Relation zum Vorjahresmonat entspricht das einem Anstieg um 307 Personen oder 13,9 Prozent.

Im Dezember 2025 wurden in Mönchengladbach und im Rhein-Kreis Neuss 10.596 Arbeitslose registriert, die 50 Jahre und älter sind. Das sind 47 Frauen und Männer mehr als im Vormonat (+0,4 Prozent) und 519 Personen mehr als im Vorjahresmonat (+5,2 Prozent).

Die Zahl der ausländischen Arbeitslosen stieg im Dezember 2025. Mit 11.570 sind das 158 Personen oder 1,4 Prozent mehr als im Vormonat. Zum selben Monat des Vorjahres ist die Zahl um 636 Frauen und Männer gestiegen (+5,8 Prozent).

2.256 Arbeitslose mit Schwerbehinderung wurden im Dezember 2025 gemeldet, 57 Personen mehr als im Vormonat (+2,6 Prozent) sowie 93 Personen mehr als im Dezember des Vorjahres (+4,3 Prozent).

Mit 12.642 Personen nahm die Zahl derjenigen, die ein Jahr oder länger arbeitslos gemeldet sind, im Dezember 2025 gegenüber dem Vormonat um 105 Frauen und Männer zu (+0,8 Prozent). Im Vergleich zum Dezember des vergangenen Jahres ergibt sich bei den Langzeitarbeitslosen ein Anstieg um 1.029 Personen (+8,9 Prozent).

Hinweis: Wer arbeitslos ist, von Arbeitslosigkeit bedroht ist oder sich beruflich weiterbilden und höherqualifizieren möchte, kann über die kostenfreie Hotline 0800 4555500 einen Beratungstermin mit der Arbeitsagentur in Mönchengladbach, Dormagen, Grevenbroich oder Neuss vereinbaren. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können über die kostenfreie Hotline 0800 4555520 Kontakt zur Agentur für Arbeit Mönchengladbach aufnehmen. Viele Anliegen lassen sich zudem online unter www.arbeitsagentur.de/eservices erledigen.

Arbeitsmarktlage in der Stadt Mönchengladbach

Die Arbeitslosigkeit ist in Mönchengladbach im Dezember 2025 gestiegen. 15.162 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 166 Personen mehr als im November (+1,1 Prozent) und 778 Personen beziehungsweise 5,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (SGB III) erhielten im aktuellen Berichtsmonat davon 4.314 Frauen und Männer. Das sind 101 Personen mehr als vor einem Monat (+2,4 Prozent) und 517 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt (+13,6 Prozent). Grundsicherung gemäß SGB II erhielten 10.848 arbeitslose Frauen und Männer. Das sind 65 Personen mehr in der Betreuung des Jobcenters Mönchengladbach als im Vormonat (+0,6 Prozent) und 261 mehr als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres (+2,5 Prozent).

Die Arbeitslosenquote stieg im Dezember 2025 in der Stadt Mönchengladbach um 0,1 Prozentpunkte auf 10,5 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie 10,0 Prozent betragen.

18.714 Personen waren in der Stadt Mönchengladbach im Dezember 2025 unterbeschäftigt gemeldet (ohne Kurzarbeit). Das sind 55 Personen weniger als im Vormonat (-0,3 Prozent) und 218 Personen mehr als zum Vorjahreszeitpunkt (+1,2 Prozent). Die Unterbeschäftigung setzt sich zusammen aus der Anzahl der Menschen, die arbeitslos gemeldet sind, und denjenigen, die Arbeitslosengeld oder Bürgergeld erhalten, dem Arbeitsmarkt aktuell jedoch nicht zur Verfügung stehen und daher rechtlich nicht als arbeitslos gelten – wenn man zum Beispiel an einer Fördermaßnahme teilnimmt oder in Mutterschutz ist. An Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik nahmen im Dezember 3.559 Personen teil. Das sind 118 Personen weniger als im November (-3,2 Prozent) und 194 Männer und Frauen mehr als im Dezember des Vorjahres (+5,8 Prozent).

Im Dezember 2025 meldeten sich in der Stadt Mönchengladbach 839 zuvor erwerbstätige Personen arbeitslos, 62 mehr als im Monat zuvor (+8,0 Prozent) und 49 mehr als im Vorjahresmonat (+6,2 Prozent). Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten in diesem Monat 577 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, minus 193 zum November (-25,1 Prozent) und minus 13 zum Dezember des Vorjahres (-2,2 Prozent). Im Jahresverlauf gab es insgesamt 31.433 Zugänge von Arbeitslosen, gegenüber dem Vorjahr ist das ein Zuwachs von 1.395 Meldungen (+4,6 Prozent). Dem gegenüber standen 30.826 Abmeldungen von Arbeitslosen, im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Plus von 1.436 Meldungen (+4,9 Prozent). Die Jahreswerte fassen Wechsel in oder aus Erwerbstätigkeit, Ausbildung, Maßnahmen und Nichterwerbstätigkeit zusammen.

324 Arbeitsstellen wurden der Agentur für Arbeit aus Mönchengladbach im Dezember 2025 neu gemeldet. Das 43 weniger als im Vormonat (-11,7 Prozent) und 127 weniger als vor einem Jahr im Dezember (-28,2 Prozent). Im Dezember 2025 sank die Anzahl der freien Stellenangebote im Bestand, die durch die Arbeitsagentur und das Jobcenter in Mönchengladbach angeboten werden können, um 85 auf 2.436 (-3,4 Prozent). Im Vergleich zum Dezember 2024 lag die Stellenanzahl damit bei minus 366 (-13,1 Prozent). Die Vakanzzeit vom gewünschten Besetzungstermin bis zur Abmeldung einer gemeldeten Arbeitsstelle beim Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit lag im Dezember 2025 bei durchschnittlich 206 Tagen gelegen. Im Vormonat hatte die durchschnittliche Dauer 195 Tage betragen und im Vorjahresmonat 194 Tage. Eine hohe Vakanzzeit spiegelt die Schwierigkeiten von Betrieben wider, zeitnah passende Arbeits- und Fachkräfte zu finden.

Arbeitsmarktlage im Rhein-Kreis Neuss

Die Arbeitslosigkeit ist im Rhein-Kreis-Neuss im Dezember 2025 gestiegen. 15.980 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das sind 141 Personen mehr als im November (+0,9 Prozent) und 1.004 Personen beziehungsweise 6,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (SGB III) erhielten im  aktuellen Berichtsmonat davon 6.111 Frauen und Männer. Das sind 108 Personen mehr als im Monat zuvor (+1,8 Prozent) und 664 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt (+12,2 Prozent). Grundsicherung gemäß SGB II erhielten im aktuellen Berichtsmonat 9.869 Frauen und Männer. Das sind 33 Personen mehr in der Betreuung des Jobcenters Rhein-Kreis Neuss als im Vormonat (+0,3 Prozent) und 340 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt (+3,6 Prozent).

Die Arbeitslosenquote stieg im Rhein-Kreis Neuss im Dezember 2025 um 0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent. Im Dezember des Vorjahres hatte sie bei 6,0 Prozent gelegen.

In den acht Kommunen des Rhein-Kreises Neuss entwickelte sich der Arbeitsmarkt im aktuellen Berichtsmonat in zumeist vergleichbare Richtungen. Registriert worden sind 2.171 Arbeitslose in der Stadt Dormagen (+75 Personen zum Vormonat), 2.315 in Grevenbroich (+13), 654 in Jüchen (+4), 1.181 in Kaarst (+13), 728 in Korschenbroich (-7), 1.651 in Meerbusch (+19), 6.992 in Neuss (+21) und 288 in Rommerskirchen (+3).

19.310 Personen waren im Rhein-Kreis Neuss im Dezember 2025 unterbeschäftigt gemeldet (ohne Kurzarbeit). Das sind 6 Personen mehr als im Vormonat (+/-0,0 Prozent) und 400 Personen mehr als zum Vorjahreszeitpunkt (+2,1 Prozent). Die Unterbeschäftigung setzt sich zusammen aus der Anzahl der Menschen, die arbeitslos gemeldet sind, und denjenigen, die Arbeitslosengeld oder Bürgergeld erhalten, dem Arbeitsmarkt aktuell jedoch nicht zur Verfügung stehen und daher rechtlich nicht als arbeitslos gelten – wenn man zum Beispiel an einer Fördermaßnahme teilnimmt oder in Mutterschutz ist. An Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik nahmen im Dezember 2.881 Personen teil. Das sind 94 Personen weniger als im November (-3,2 Prozent) und 182 Männer und Frauen weniger als im Dezember des Vorjahres (-5,9 Prozent).

Im Dezember 2025 meldeten sich im Rhein-Kreis Neuss 1.043 zuvor erwerbstätige Personen arbeitslos, das sind 64 mehr als im Vormonat (+6,5 Prozent) und 46 mehr als im Vorjahresmonat (+4,6 Prozent). Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten in diesem Monat 752 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, minus 115 zum November (-13,3 Prozent) und minus 14 zum November 2024 (-1,8 Prozent). Im Jahresverlauf gab es insgesamt 33.792 Zugänge von Arbeitslosen, gegenüber dem Vorjahr ist das ein Rückgang von 807 Meldungen (-2,3 Prozent). Dem gegenüber standen 32.699 Abmeldungen von Arbeitslosen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einer Abnahme von 458 Meldungen (-1,4 Prozent). Die Jahreswerte fassen Wechsel in oder aus Erwerbstätigkeit, Ausbildung, Maßnahmen und Nichterwerbstätigkeit zusammen.

389 Arbeitsstellen wurden der Agentur für Arbeit für den Rhein-Kreis Neuss im Dezember 2025 neu gemeldet. Das sind 13 mehr als im Vormonat (+3,5 Prozent) und 63 weniger als vor einem Jahr im Dezember (-13,9 Prozent). Im Dezember 2025 sank die Anzahl der freien Stellenangebote im Bestand, die durch die Arbeitsagentur und das Jobcenter im Rhein-Kreis Neuss angeboten werden können, um 121 auf 2.137 Stellen (-5,4 Prozent). Im Vergleich zum Dezember 2024 lag die Stellenanzahl bei einem Minus von 684 (-24,2 Prozent). Die Vakanzzeit vom gewünschten Besetzungstermin bis zur Abmeldung einer gemeldeten Arbeitsstelle beim Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit lag im Dezember 2025 bei durchschnittlich 173 Tagen gelegen. Im Vormonat sind es durchschnittlich 181 Tage gewesen und im Vorjahresmonat durchschnittlich 249 Tage. Eine hohe Vakanzzeit spiegelt die Schwierigkeiten von Betrieben wider, zeitnah passende Arbeits- und Fachkräfte zu finden.